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Leserreise 2015 Karibik  
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Funkaufzeichnung / Textnachricht aus dem Cockpit
Fotostrecke: Auf St. Lucia
Einträge im Logbuch: 27
Fotostrecke: Jamaica
 
18. Mai 2015 Jan Brill

Leserreise: Tag 18


Langer Flugtag quer durch die Karibik

Nach dem Aufenthalt in St. Lucia war heute wieder Arbeit angesagt. Knapp 1.000 NM quer durch die Karibik von St. Lucia nach Jamaica lautete die Tagesaufgabe. Hohe Temperaturen und ein paar Gewitter machten den Flugzeugen zu schaffen, während ein ungebetener Handling-Agent und ein technisches Problem an der Mooney die Crews auf Trapp hielten.


Beide Cheyennes beim Tankstopp in Punta Carna/MDPC in der Dominikanischen Republik. Trotz Technical-Landing, also ohne Einreise, musste alles Gepäck aus den Flugzeugen entladen und kontrolliert werden.
Wieder entschieden sich alle Crews für den Weg mit dem Boot zum Flugplatz TLPC, da dies sehr viel schneller und angenehmer war als die Fahrt entlang der Küstenstraße. Das Anse Chastanet hatte diesen Transport vorbildlich organisiert.

Am Flughafen hakte es jedoch. Ein Beauftragter des Hotels, der uns eigentlich nur im Auftrag begrüßen und verabschieden sollte und auch vom Anse Chastanet bezahlt wurde, versuchte sich als Handlingagent und verlangte Bares deutlich jenseits von 100 Dollar pro Flugzeug. Dabei hatten wir Handling auf dem kleinen Platz weder erbeten noch bekommen und stattdessen die diversen Formalitäten vom Flugplan bis zur GenDec selber erledigt.

Die Diskussion endete unfreundlich, als der Handlingagent dann versuchte uns den Start verweigern zu lassen. Bei den Weltreise- und Asien-erfahrene Crews stieß das jedoch nur auf mäßiges Entsetzen, denn wir hatten unsere Gebühren natürlich bezahlt und uns im Airport Office versichert, dass Handling weder notwendig noch sonderlich beliebt ist (ATC war es sehr viel lieber direkt mit den Crews zu interagieren, als ständig vom Handlingagenten gescheucht zu werden).
Schade nur, dass dies die letzte Interaktion auf der ansonsten sehr schönen und freundlichen Insel war.


Der Handlingagent stellte sich jedoch sehr schnell als das kleinere Problem heraus, denn die Mooney meldete ein Generatorproblem. Der Alternator der Ovation mit G1000 lud nicht und auch der Standby-Alternator verweigerte am Boden die Arbeit. Wir hatten zunächst ein gewisses Deja-vu, denn auf den letzten drei Leserreisen viel jeweils im heißen Klima immer eine Mooney mit Generatorproblem aus.

Da die Reparaturmöglichkeiten jedoch in St. Lucia nicht sehr vielversprechend waren, entschloss sich die Crew trotzdem das Weite zu suchen und mit den zwei guten Batterien zumindest bis Guadeloupe/TFFR (zu Frankreich gehörend) zu fliegen wo die Chancen auf Ersatzteile und Mooney-kundige Mechaniker deutlich höher waren.

Die Passagierin der Mooney fand noch Platz in der Cheyenne, sodass sich der Pilot ganz um die Reparatur kümmern konnte.


Flug in den Sonnenuntergang entlang der Südküste Haitis.
In der Luft konnte jedoch eine gewisse Ladespannung gehalten werden, sodass der Pilot zum eigentlichen Ziel St. Croix auf den US-Virgin-Islands flog, wo dank US-Infrastruktur noch bessere Reparatur-Chancen bestanden. Tatsächlich hatte man dort sogar das passende Ersatzteil vorrätig, sodass die Mooney schon morgen den Weiterflug nach Jamaica planen konnte.


Während die TBM von St. Lucia bis Montego Bay/MKJS an der Nordwestseite von Jamaica durchflog, legten Mustang und die beiden Cheyennes einen Tankstopp ein. Mit temporär sieben Personen plus Gepäck an Bord konnten wir die Tanks unserer Cheyenne nur gut halb füllen, daher war ein ein 1.000 NM Leg nonstop nicht zu denken.

Der Tankstopp Punta Carna/MDPC in der Dominikanischen Republik ging dann recht flott, auch wenn wir das gesamte Gepäck zur Kontrolle aus- und wieder einladen mussten. Für einen reinen Tankstopp ohne Einreise war das unüblich. Die Mustang hatte mit La Romana/MDLR einen sehr viel GA-freundlicheren Platz gewählt.

Beide Cheyennes starteten im Abstand von nur wenigen Minuten in Punta Carna mit Ziel Jamaica und flogen gemeinsam entlang der abendlichen Gewittertürme über Haiti nach Jamaica.

Der Abend im Hotel war dann eher ausgelassen, das Half Moon Bay begeistert die Teilnehmer und begrüßte uns mit allerbestem Service und einem Traum-Panorama vor dem Zimmer!


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