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Das neue Heft erscheint am 26. November
Wie BAF und DFS andere für die eigenen Fehler strafen
Überlegungen zum elektrischen Schulflugzeug
Kleiner Grenzverkehr: Wallonien
Funkausfall - was wir tun können
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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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19. September 2021 19:59 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Alexander Thiel Bewertung: +3.00 [3]

Was hältst Du davon, das ganze offensiv anzugehen ? Mach Dir einen Termin für ein debriefing des Fluges mit dem Fluglehrer aus, sage ihm klar, dass Du dies oder jenes nicht erwartet hast etc., und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der Fluglehrer konstruktiv darauf eingehen wird. Dies würde den Boden für eventuell kommende gemeinsame Flüge gut vorbereiten; auch der Fluglehrer hätte die Chance, aus der Situation für sich mehr mitzunehmen, als "hmm - da hab ich wieder was gerettet!". Und so hättet ihr beide was davon !

EDIT: Sorry, beim "Falschen" auf Antworten gedrückt - soll natürlich an Dirk gerichtet sein...

19. September 2021 21:00 Uhr: Von Dirk B. an Reinhard Haselwanter Bewertung: +9.00 [9]

Danke an alle für die hilfreichen Denkanstöße!

Ich werde auf jden Fall 3 Dinge tun:

Erstens mich mal intensiver mit dem Thema Crew Ressource Management befassen, das kann so oder so nicht schaden und kommt beim PPL ja irgendwie ohnehin zu kurz.

Zweitens werde ich mal mit dem FI in Ruhe zu einem Debriefing zusammensetzen und den Flug insgesamt nochmal besprechen, ich habe ja nun ein paar gute Argumente gelesen, warum er eventuell so und nicht anders reagiert hat. Ich denke wir bekommen das problemlos in einer guten, konstruktiven Atmosphäre hin, wir haben uns ja nicht gestritten oder so und kommen gut miteinander klar, vielleicht nehmen wir beide was Hilfreiches daraus mit.

Drittens werde ich nochmal einen genauen Blick in den Chartervertrag werfen, ob da irgendwas drin steht, das ich übersehen habe.

19. September 2021 21:34 Uhr: Von Willi Fundermann an Dirk B.
Perfekter Plan!
20. September 2021 07:46 Uhr: Von Erik Sünder an Dirk B.
Mich würde auch mal die rechtliche Sicht interessieren.

Dirk hat geschrieben:
„einen landeskundigen Fluglehrer als Begleiter mitzunehmen“

Jetzt greift der Begleiter (der eigentlich FI ist, hier aber Begleiter) ein, und der Flieger geht zu Bruch.

Wer kommt für den Schaden auf?
Die Versicherung?
Der Begleiter, weil er gar nicht hätte eingreifen dürfen?

Gruß Erik
20. September 2021 08:29 Uhr: Von Tobias Schnell an Erik Sünder Bewertung: +3.00 [3]

der Begleiter (der eigentlich FI ist, hier aber Begleiter)

Das scheint mir keineswegs so klar zu sein, wie Du es hier formulierst.

Ergänzung:

Der Begleiter, weil er gar nicht hätte eingreifen dürfen?

Man stelle sich vor, der FI hätte nicht eingegriffen und es hätte Bruch gegeben. Dann könnte der Pilot ja trotz im Vorfeld vielleicht gegenteiligem Mindset den Standpunkt vertreten "Ich hatte extra einen Fluglehrer dabei, der hätte ja eingreifen müssen. Genau für solche kritischen Situationen habe ich ihn ja engagiert und bezahlt!" Und nun?

20. September 2021 08:51 Uhr: Von Michael Höck an Erik Sünder

Mal nur so als Gegenfrage:

wie sähe das aus, WENN bei dieser Landung der FI nicht eingegriffen hätte und selbige mit nem verbogenen Flieger geendet hätte ?

20. September 2021 10:36 Uhr: Von Udo R. an Erik Sünder

Soweit ich das verstanden habe trägt der FI so gut wie immer die Schuld, wenn er an einem der Steuer sitzt und eingreifen kann. Das ist dann wohl auch egal, was ich Chartervertrag steht, zumal der FI in diesem Fall ja durchaus in seiner Funktion als FI mitgekommen ist. Also "Fluglehrer als Pax" auf dem Sitz des Co. kommt quasi nur vor, wenn er nachweislich außer Gefecht gesetzt ist.

Belegen kann ich das aber nicht. Da gab es zuletzt aus 2021 ein Urteil zu einem Absturz mit Todesfolge in den Alpen (glaube in einer DR400), wo der nicht am Steuer sitzende Fluglehrer verurteilt wurde (er war der einzige Überlebende). Da steht einiges dazu drin.

Dass die Cockpitabsprachen in dem Fall Mist sind (und die Schelte geht hauptsächlich an den FI, denn der müsste es besser wissen) haben ja schon andere herausgearbeitet. Das geht schon bei einem fortgeschrittenen Schüler - meiner Meinung nach - nur mit entsprechender Ansage. "Ich übernehme" und hinterher einem gewaschenen Debriefing, denn alles andere wäre respektlos dem links sitzenden gegenüber.

Aber das ist alles graue Theorie. Es gibt Fluglehrer, die können lehren, und schauen sich an wann sie eingreifen brauchen und wann nicht, und dann gibt es Fluglehrer, die können (mehr oder weniger) fliegen und man muss es sich halt bei denen abschauen. Habe ich auch alles schon erlebt. Und genauso gibt es Schüler, die es bei dem einen besser lernen und solche, die einen anderen Typ brauchen.

20. September 2021 10:57 Uhr: Von Thomas R. an Udo R. Bewertung: +4.00 [4]

Soweit ich das verstanden habe trägt der FI so gut wie immer die Schuld, wenn er an einem der Steuer sitzt und eingreifen kann. Das ist dann wohl auch egal, was ich Chartervertrag steht, zumal der FI in diesem Fall ja durchaus in seiner Funktion als FI mitgekommen ist. Also "Fluglehrer als Pax" auf dem Sitz des Co. kommt quasi nur vor, wenn er nachweislich außer Gefecht gesetzt ist.

Nee das stimmt nicht. Es ist derjenige PIC, der aufgrund seiner Funktion und / oder einer vorherigen Festlegung verantwortlich ist. Wenn der FI eine andere Rolle als "PAX" hat, z.b. bei einem Schul- oder Checkflug, dann ist er verantwortlich. Wenn der FI als "Sicherheitspilot" oder auch einfach so mitfliegt, sollte vorher schriftlich (durch den Halter oder als Vereinbarung zwischen den Mitfliegenden) festgelegt werden, wer PIC ist.

Das gilt dann aber auch. Und wenn der Pilot und nicht der FI als PIC definiert wurde, kann sich der FI in aller Ruhe zurücklehnen, sich den grauenhaften, aber super reflektierten und mental vorbereiteten Anflug vom "Kapitän-mit-drölf-Stunden-Erfahrung-der-hier-alleine-das-Sagen-hat" anschauen, die Gurte noch mal festziehen, sich ein Kissen unter den Arsch schieben und auf den Einschlag warten. Wuuusaaaah!

Der Chef der Flugschule, der immer den Spagat eingehen muss zwischen Geldverdienenmüssen und langen, teuren Ausfallzeiten, die von extrem reflektierten, theoretisch unglaublich guten und rechtlich sehr bewanderten Piloten produziert werden, wird ihm anerkennend auf die Schulter klopfen, wenn der FI ihm den Eimer mit den Resten des Propellers / Bugrads überreicht (nebst Krankschreibung, wenn's ganz dumm läuft). Denn schließlich war der Kunde PIC, zahlt die 2.500 Euro Selbstbeteiligung und ist aus der Nummer raus...

Ich polemisiere etwas ;-). Aber vielleicht mal als Denkanstoss, wie es von der "anderen Seite" aussehen könnte. Wirklich bewerten kann ich es natürlich auch nicht ohne dabei gewesen zu sein. Könnte auch sein dass alles nicht so schlimm war und der Fluglehrer ein wenig auf dem Ego-Trip war...solche gibt's auch. Die Wahrscheinlichkeit spricht in meiner Erfahrung aber eher dagegen.

20. September 2021 11:43 Uhr: Von Eibe Loeffler an Udo R. Bewertung: +1.00 [1]

Das Urteil würde mich echt interessieren. Kannst Du evtl. Urteil genauere Angaben machen (Quellenverweis)? Ich fände das sehr aufschlussreich, denn eigentlich war ich immer der Auffassung, dass §4 (4) LuftVG die Verantwortlichkeit des FI an der Durchführung von Übungs- und Prüfungsflügen festmacht:

"Bei Übungs- und Prüfungsflügen in Begleitung von Fluglehrern (§ 5 Abs. 3) gelten die Fluglehrer als diejenigen, die das Luftfahrzeug führen oder bedienen."

Insoweit also kein wie auch immer verfasster Schulungsauftrag besteht oder eine vorab geschlossene Abmachung, dass der rechts sitzende FI die Verantwortung des PIC trägt, ist er aus meiner (bisherigen) Sicht lediglich Passagier. Denn die Flugzeuge, von denen hier die Rede ist, sind i.d.R. keine Multi Crew-Flieger. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ein Eingreifen in der genannten Konstellation (kein Schulungsauftrag, keine vorab erfolgte Kompetenzzuweisung) von rechts als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr interpretiert werden könnte, wenn nicht der Beweis erbracht wurde, dass dieser der Abwehr unmittelbarer Gefahren diente.

Ich verstehe natürlich die Neigung von rechts sitzenden FI oder Scheininhabern ohne Auftrag, im Falle von Fehlern des PIC doch einzugreifen. Aber ohne anders lautende Vereinbarung bleibt m.E. der PIC auch dann der PIC. Und ich will nicht wissen, wie schnell sich der rechts Sitzende auf die aus dieser Rolle hervorgehende Verantwortlichkeit beruft, wenn es gekracht hat.

Ich bin allerdings kein Jurist, insofern lasse ich mich auch gerne durch eine entsprechende Argumentation eines besseren belehren

20. September 2021 12:01 Uhr: Von Holger Kutz an Eibe Loeffler Bewertung: +2.00 [2]
Ich bin mal eine Zeit lang mit einem alten Herren auf dessen 2mot als Sicherheitspilot mitgeflogen.
Eigentlich hatte er sein Flugzeug gut im Griff.
Eines Tages hat dann, für mich vollkommen überraschend, das Flugzeug auf die Bahn geschmissen das es nur so krachte.
Zum Glück ist nichts weiter passiert.
Auf meine Frage, was das denn war, sagte er nur, ich hab beim Einsteigen meine Brille verloren.

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