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Aber auch das Vollgas geben am Startpunkt mit den Bremsen hat nur den Sinn, dass man die Bremsen und die Griffigkeit der Landebahn testet. Sonst hat es nur Vorteile bei Turbinen, die erst noch hochdrehen müssen (besonders alte brauchen noch länger).
Bei Kolbenmotoren ist das echt zu vernachlässigen.
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@Markus: Bei Kolbenmotoren ist das echt zu vernachlässigen.
Ich gebe nie "schell" Vollgas. Auch bei Kolbenmotoren nicht. Da entsteht soviel Wärme, die muss sich erstmal "verteilen", da sollte man ruhig mal innerhalb 2-3 Sekunden langsam das Gas reinschieben bis max. Leistung erreicht ist. Dein Motor wird es dir danken und das ganze gilt erst recht für Turbomotoren!
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Für die Beech sieht das Handbuch vor, erst Vollgas, dann Bremsen los. Weil man dann z.B. sehen könnte, ob der Motor ordnungsgemäß unter Volllast läuft und ob die Bremsen wirklich funktionieren. In der PPL lernt man dieses Verfahren ja eigentlich nur für den Kurzstart, aber ich frage mich immer, wäre es nicht generell besser - bevor man mögliche Probleme erst bemerkt, wenn man schon die halbe Bahn hinter sich hat oder im schlimmsten Fall in 200ft der Ventilator ausgeht ?
Oder schädigt es mehr die Bremsen als daß es hilft ? Was ist da die gängige Meinung ?
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Ich denke, das kommt viel auf das Flugzeug und den Untergrund an. Bei nassem Gras/Schnee/Eis gehst du bei Vollgas sowieso ab wie auf Schmierseife und falls lose Steinchen rumliegen, würde ich auch von einem Vollgasstandlauf absehen. Ob die Bremsen wirken, stelle ich bei meinem Flugzeug schon beim Rollen fest (Einzelradbremsen) etc. etc.
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Ja, mir ging es weniger um das Kurzstartverfahren, sondern auf Asphalt. Schädigt es die Bremsen und zB den Prop ?
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Bei Kolbenmotoren ist das echt zu vernachlässigen.
Ich jubel auch einen Kolbenmotor nicht von jetzt auf gleich auf Vollgas. Das im Stand mit Bremsen gesetzt hochfahren "bringt" auch für die Rollstrecke schon ein bisschen, jedenfalls wenn man es mit leichten Klappen kombiniert und die Klappen entsprechend im Prop Strom liegen. Läuft der Motor Vollgas, liegt beim Losrollen schon die Strömung an den Klappen an und macht zusätzlichen Auftrieb. Zugegeben, es macht nicht so viel Effekt, aber auf wilden Wiesenbahnen erhöht jeder Zentimeter weniger Rubbelstrecke den Komfort. Bei Flugzeugen deren gesetzte Klappen nicht vom Prop angeströmt werden, würde ich sehr wenig Effekt erwarten, aber das muss einer der Kollegen beantworten.
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Ich juble meinen Motor auch nicht hoch, aber die 3 Sekunden machen beim Startlauf am Anfang nicht wirklich viel aus. Das ist mehr gefühlt als echte Meter. Wo doch am Anfang der Bahn immer mehr kleine Steine sind, über die sich der Prop wirklich freut.
Ist ja nicht so wie ein altes RR Viper Triebwerk, das von idle auf Volllast doch schon mal 30 sec braucht.
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Die Bremsen werden nicht geschädigt, und, solange du im Bereich der Haftreibung bleibst, hast du noch nicht einmal einen Verschleiß.
Wann ein Pilot das Verfahren für Kurzstart anwendet, obliegt ihm ganz alleine. Ich persönlich sehe keinen wirklichen Sicherheitsgewinn bzgl. Motorstillstand kurz nach dem Abheben, den Motor im Stillstand auf max. Drehzahl zu bringen.
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Ich bin mir nicht sicher, ob der Temperaturgradient wirklich so stark positiv beeinflusst wird, wenn du 2-3 Sekunden brauchst, um Vollgas anstehen zu haben.
Allerdings, einige unserer Motoren arbeiten mit verstellbaren Ausgleichsgewichten an der Kurbelwelle. Ich habe gelernt, dass durchaus ein Risiko besteht, dass diese sich verschieben, wenn man zu schnell Gas gibt, oder Gas weg nimmt.
Ich habe nur theoretische Erfahrung mit Turbomotoren. Hier gilt, je nach Ausstattung, doch eh ein eher noch vorsichtigeres Gas geben, oder?
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Ok, Bremsen - kein Schaden. Was ist mit dem Prop ? Es gab in einem anderen Forum eine längere Diskussion, ob es nicht evtl. den Governor und die Propverstellung schädigt, wenn der Prop immer wieder eine längere Zeit ohne Vortrieb Vollgas leisten muss. Ich kann es mir kaum vorstellen, der ist ja nicht aus Zucker... aber gibt es da eine gängige Meinung hier ?
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Wie ist denn die Argumentation in dem anderen Forum, die den Schaden am Propeller vorhersieht?
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Das einzige, was da in Frage kommt, sind zu hohe Temperaturen, weil schlicht die Kühlung fehlt. Der static thrust sollte eigentlich nicht außerhalb der Limits liegen. Welche Kräfte sollten denn da wo zu hoch werden? Allenfalls der Anstellwinkel, mit dem der CS Prop bei full throttle Luft schaufelt, ist ja immer gleich, egal, ob static oder bei 100kn. Beim FP Prop ist er static größer - und liefert deshalb weniger Schub und Drehzahl.
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Ich verstehe nicht, was mit dem Prop sein soll. Der Governor ist im Endeffekt eine Ölpumpe, deren Antrieb Form schlüssig mit dem Motor verbunden ist. Der ist es sicherlich egal, ob ihr Öl für die Propverstellung benutzt wird, oder einfach nur in den Kreislauf zurück fließt.
Aber was bedeutet denn "längere Zeit"? Wenn für alle Einstellungen mehr als 10 Sekunden gebraucht werden, dann sollte die Prozedur vielleicht überprüft werden. ... und wenn es denn länger dauert, dann würde ich die CHT im Auge behalten.
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Es hat nichts mit dem thrust zu tun. So ein Prop + Welle ziehen ein >1000kg schweres Flugzeug mehrere Kilometer in die Luft hoch. Da geht nix kaputt. Nein, die Argumentation ist, daß der Prop, besonders bei Vollgas, vor/unter dem Drehkreis eine Windhose erzeugt, die Steinchen und Dreck aufsaugt, die ja dann gegen die Propellerblätter schlagen und ggfs. auch eingesaugt werden. Im Prinzip schon einleuchtend, man macht deshalb ja zB. auch die Vergaservorwärmung wieder aus nach der Landung.
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Wieso eigentlich "am Propeller"? Schlimmer finde ich an manchen Plätzen den Steinhagel, der dann gegen Leitwerk und Rumpf prasselt.
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Erik, Du hast oben in Deinem Beitrag vom Gouvernor und der Propverstellung bei static full throttle gesprochen, dann machen sich drei Leute die Mühe nachzudenken und aufzuschreiben, warum das unproblematisch ist. Und dann schreibst Du neunmalklug, das sei schon alles klar, es ginge um Steinschläge und foreign objects, was ein völlig unbestrittener Sachverhalt ist. Ich fühle mich da zunehmend verschaukelt.
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Der Steinhagel an Rumpf und Leitwerk ist einfacher zu verkraften als die Kerbwirkungen von Beschädigungen, die am mechanisch hochbelasteten Bauteil "Propeller" entstehen können. Von der potentiellen Unwucht zu schweigen. Aber Du hast recht, Erik sprach von Propverstellung und Governor.
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Das sollte nicht neunmalklug klingen Hätte ja von euch auch einer schreiben können: och, das einzige was mir einfällt, ist Steinschlag... Ich spendiere gerne mal ein Red Bull oder so, falls das harte Nachdenken zu großen Schaden angerichtet hat ;) Wichtig ist doch, dass die Empfehlung (immer erst Vollgas dann Bremsen los) von Beech nicht so toll ist, außer für Kurzstart (finde ich).
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Da sind wir uns einig.
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> ... falls das harte Nachdenken zu großen Schaden angerichtet hat
Erik, wie verdienst Du eigentlich Dein Geld?
Mit Denken oder physischer Arbeit?
Malte ist jemand, der im Zweifelsfall hier fundierte Abhandlungen schreibt, wenn er die Frage ernst nimmt. Und bei Malte verstehe ich die Frage "Kannst Du mal kurz darlegen, welche Gedanken in welchen anderen Forum geäußert werden?" so, dass Maltes Willen, für Dich zu denken, weil Dir spontan eine Frage eingefallen ist, überstrapaziert ist.
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Beitrag vom Autor gelöscht
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Haha, Georg, so gehässig bin ich nicht. Ich war schon an der originalen Idee interessiert, wie Vollgas im Stand beim Kurzstart die Propellerverstellung schädigen könnte. Letztlich lerne ich ja auch gerne dazu , wenn es was zu lernen gibt.
Aber um ehrlich zu sein habe ich mich von Erik auch nicht angesprochen gefühlt. Man soll sich halt nur den Schuh anziehen, der einem auch passt.
Erik, nicht alles lässt sich mit einem ":-)" relativieren. Gerade im Netz muß man vorsichtig sein was man schreibt, da durch das Fehlen von Mimik, Gestik und Intonation die Intention nicht ohne weiteres verstanden werden muß.
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Malte, ich habe keinen verarschen wollen, die Unterstellung allein finde ich schon bescheuert genug. Also lassen wir es dabei.
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Ich habe nicht gesagt, daß Du jemanden verarschen würdest, und ich wäre immernoch ernsthaft an Sachargumenten interessiert, die eine Schädigung der Propellerverstellung bei diskutiertem Verfahren stützen würden.
Worauf sich mein Absatz an Dich bezog ist folgendes:
Ich spendiere gerne mal ein Red Bull oder so, falls das harte Nachdenken zu großen Schaden angerichtet hat ;)
und Deine nachfolgende (zwischendurch gelöschte) Feststellung, daß der Smiley zur Aussage gehörte.
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@Lutz, wir wissen doch inzwischen, dass Erik gern mal die Begriffe verwechselt oder was anderes meint, als er schreibt. Wenn ich so arbeiten würde? Na ja, dann würde es vielleicht für einen Modellflieger reichen, aber nicht für einen, der mich trägt...
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