Ich habe den Prozess nun auch hinter mir. Kann sein, dass ich mich täusche, aber nach Angabe einiger Bekannter, die den Prozess jetzt auch angetreten haben, scheint sich das Ganze etwas beschleunigt zu haben. Vielleicht hat der Shitstorm etwas gebracht? Möglicherweise kommen nun endlich Dinge ins Rollen? Ich weiß es nicht... Die Hoffnung bleibt.
Meine Timeline:
09/2024: Beantragung Umschreibung nach AT
08/2025 (!): Schreiben vom LBA, mein EKG aus 2018 läge nicht vor und ist binnen 14 Tagen nachzureichen, da sonst der Antrag abgelehnt würde. Da mein Fliegerarzt aus 2018 schon längst die Praxis geschlossen hat und sogar verstorben ist, habe ich bei meiner aktuellen Praxis angerufen. Dort kam die Auskunft, dass die Daten beim LBA vorlägen auf dem Server.
08/2025: schriftlicher formloser Antrag meinerseits auf Übermittlung des EKG aus 2018 vom Server des LBA. Vorsorglich habe ich die direkte behördeninterne Verwendung der Daten ausdrücklich gestattet, in der Hoffnung es ginge schneller.
02/2026: die medizinische Akte wurde nun per Post nach Wien geschickt
02/2026 (in der selben Woche): Mail von Austrocontrol mit Übermittlung eines PDF (schon mal die digitale Version meines Medicals)
10.03.2026: Mail von Austro mit der Bitte um Zusendung eines Flugbuchauszuges mit unterschriebenem Checkride, damit festgestellt werden kann, dass ich current bin.
Da ich die letzten beiden Wochen nicht zuhause war, konnte ich den letzten Punkt erst jetzt erledigen, ich bin aber zuversichtlich, dass ab jetzt alles so unbürokratisch abläuft wie ich das von der Austro bisher gesehen habe.
Noch einige Bemerkungen zum LBA:
Ich habe immer wieder dort angerufen, bin aber nie durchgekommen. E-Mails blieben grundsätzlich unbeantwortet. Der Antrag per Post und die schriftlichen Antworten ans LBA ebenfalls. Zugegeben, ich hätte mehr tun können, um das zu beschleunigen. Das hängt immer von der persönlichen Situation ab und ich kann jeden verstehen, der den Rechtsweg beschreitet, insbesondere wenn es um CPL etc. und damit die Lebensgrundlage geht, oder wenn man gegroundet ist. Da ich zu diesem Zeitpunkt mit dem Medical auf 5 Jahre safe war und mir aus der längeren Bearbeitungszeit keine Nachteile entstanden sind, habe ich mich gegen weiteres Vorgehen entschieden. Um ehrlich zu sein, ging bei mir persönlich einfach die Kosten-Nutzen Rechnung für eine juristische Auseinandersetzung mit dem LBA eben nicht wirklich auf. Mir ist allerdings aufgefallen, dass einige aus meinem Bekanntenkreis kürzlich auch den Schritt zur Austrocontrol gemacht haben und bei vielen wurden seitens LBA fehlende Unterlagen bemängelt mit der Bitte diese nachzureichen. Der Prozess lief dann aber mittlerweile deutlich schneller ab als bei mir, auch ohne Nachhaken. Vielleicht ist das aber auch nur Glück und die Beobachtungsgruppe ist zu klein.
Schönes Wochenende!