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29. Dezember 2012: Von Stefan Jaudas an Lutz D.
Alleine schon der Satz hier ist eine Lachnummer:
"Die Drohnen sollen zur Seenot-Rettung, aber auch zur Kriminalitätsbekämpfung, zum Beispiel gegen Umweltsünder, sowie zur Kontrolle von Flüchtlingsströmen eingesetzt werden."

Seenot-Rettung funktioniert auch ohne Drohnen sehr gut. Sogar besser. Die 6-8 Augen (Gerät, Ortung, Mk-I, optisch, biologisch) der Besatzung eines Sea King dürften von einer ansonsten gleich ausgestatteten Drohne nicht zu toppen sein. Und wenn die Drohne ein besonderes Gimmick haben sollte, nun, das kann man auch in einen Hubschrauber einbauen.

Kriminalitätsbekämpfung, ich wußte gar nicht, dass das so ein Problem ist an der deutschen Küste. Ansonsten, siehe die Bemerkung zur Seenot-Rettung. Umweltsünder, ditto.

Aber klar, wenn es tatsächlich Probleme geben sollte, dann ist es natürlich unsexy, die bestehenden und bewährten und effektiven Methoden und Mittel entsprechend zu verstärken. Lieber gibt man das Mehrfache für etwas Neues aus, wo der Nutzen eher zweifelhaft ist. Das macht sich einfach besser im Politiker- und Bürokratenlebenslauf.

Und dann noch die "Kontrolle von Flüchtlingsströmen". Ah ja. Ganz klar, die Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aus der Londoner City, die muss man natürlich irgendwie in den Griff bekommen. Oder die ganzen Boat People, die vor der Unterdrückung durch die skandinavischen Monarchen fliehen müssen. *LOL*

Und das hier: "Die Simulation zeigt, dass sich unbemannte Luftfahrzeuge in den zivilen kontrollierten Flugverkehr einfügen können" zeigt ganz klar, dass es für den nicht kontrollierten Flugverkehr eng werden könnte. Der könnte als Kollateralschaden effektiv abgeschafft werden.
29. Dezember 2012: Von Lutz D. an Stefan Jaudas
Egal, ob man nun Achims oder Stefans Analyse hinsichtlich der technischen Leistungsfähigkeit von Drohnen zustimmt. Dieser Absatz von Stefan ist der entscheidende:

Aber die in meinen Augen reale Gefahr ist, dass man die Ziele und Randbedingungen durch die Drohnenlobby in Industrie, Politik und Verwaltung so verändern wird, dass die Drohnen dann plötzlich doch "gleichberechtigt" sind. Man wird die manntragende Fliegerei so einschränken und reglementieren, dass die Drohnen dann plötzlich ins System passen. Wenn man das Tor nicht trifft, dann verschiebt man halt die Torpfosten.

Persönlich halte ich eher Achims Analyse für zutreffend. Dein Beispiel mit dem SeaKing Rettungshubschrauber verdeutlicht das meines Erachtens ganz gut, Stefan. Die Welt, in der 6-8 Augen an Bord eines Hubschraubers auf stürmischer See mehr sehen als eine Drohne es könnte, ist m.E. bereits vorbei. Auch heute ist es ja bereits so, dass die menschlichen Augen an Bord eines Such-Hubschraubers eher auf Geräte, als aus dem Fenster schauen.

Die besondere Bedeutung der Drohnen liegt m.E. auch nicht in der Frage der Gefährdung der Besatzung, sondern in der Tatsache, dass sich ganz erhebliche Gewichts- und Größeneinsparungen ergeben könnten. Menschen sind groß und schwer. Das kostet Leistung. Und manchmal steht das mitzuschleppende Gewicht eines Menschen in keinem Verhältnis mehr zur notwendigen Ausrüstung. Eine Kameraball etwa, den man zur Überwachung von Pipelines benötigen würde, hat nicht einmal mehr die Größe eines Fussballs.


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