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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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21. Mai 2017: Von Erik N. an Alfred Obermaier Bewertung: +2.00 [2]

Ist alles eine Altersfrage. Es wurden in 2015 weltweit >300 Petabyte an Daten gesammelt / gespeichert. Wer meint, seine eigenen wären da irgendwie interessant oder wichtig oder schützenswert, leidet unter einem Gottkomplex.

Es ist der Welt aber auch sowas von wurscht, wo und was irgendein deutscher Michel speichert oder freigibt. Vergleichsweise wichtig dagegen: in welcher Straße in Peking ist letzte Nacht der Sack Reis geplatzt ?

21. Mai 2017: Von Lennart Mueller an Erik N. Bewertung: +3.00 [3]

Wer meint, seine eigenen wären da irgendwie interessant oder wichtig oder schützenswert, leidet unter einem Gottkomplex.

Du glaubst wohl auch, dass dir Payback und Konsorten ohne Hintergedanken aus rein altruistischer Nächstenliebe Prämien andrehen wollen, wenn du deinen ID-Barcode am Kassensystem scannst - nicht etwa, weil deine Einkaufsdaten irgendwie für andere interessant sein könnten.

Von welchem Rohstoff des 21. Jahrhunderts hat noch gleich neulich erst unsere Bundesraute geplappert? Hmm.

21. Mai 2017: Von Chris _____ an Erik N. Bewertung: +6.00 [6]

"Wer meint, seine eigenen wären da irgendwie interessant oder wichtig oder schützenswert, leidet unter einem Gottkomplex."

Nein, Erik, so ist es nicht. Es gibt diverse Gründe gegen Cloud-Storage, und das ist nicht "nur" die NSA.

Aber der Witz ist, die eigenen Daten müssen noch nicht mal besonders vertraulich sein, um für die Schnüffler interessant zu sein. Nehmen wir mal die Telefon-Metadaten. Es ist im einzelnen herzlich egal, ob ich letzten Freitag mit XYZ telefoniert habe, um übers Flugwetter zu reden und ob wir fliegen können. Aber aus den Metadaten ist meine gesamte Bewegungshistorie sowie mein gesamtes soziales Netz erkennbar. Und wenn das _von allen_ für irgendwelche Schnüffler zur Verfügung steht, was meinst du, wie zahlreich die Anwendungs- und auch Missbrauchsmöglichkeiten dafür sind?

Zweitens: wie kommt es eigentlich, dass die Schreiber unseres Grundgesetzes bereits Privatsphäre wichtig fanden (Unverletzlichkeit der Wohnung, Postgeheimnis usw), man heute aber regelrecht belächelt wird, wenn man das einfach genauso sieht.

Und umgekehrt, wie kommt es, dass die sogenannten Staatsgeheimnisse immer mehr und immer wichtiger werden? Schau zum Beispiel mal https://www.youtube.com/watch?v=B77CycFCaDs an, Thema NSA-BND-Untersuchungsausschuss. Da leidet offenbar nicht der einfache Bürger unter einem Gottkomplex, sondern die gesamte Geheimdienst-Community. (Das hat Schirrmacher übrigens so vorhergesagt, dass die Datenfülle weniger die Überwachten als mehr die Überwacher auf bedenkliche Art verändert.).

Mein Eindruck ist, nicht nur der ipad mini steht vor dem Aus...

Und @Alexis: dieses Posting enthält nun wirklich überhaupt keine Verschwörungstheorie. Nur Reflexionen über unsere heutige Realität. Natürlich steht es jedem frei, sein Tagebuch auf Facebook zu posten oder seine Steuererklärung an die Haustür zu heften.

Noch was: wer meint, die schiere Datenfülle würde bedeuten, dass die eigenen Daten darin "untergehen", der übersieht, dass auch die Auswertemöglichkeiten immer besser werden. Qualcomm bietet schon einen Chip an, der Spracherkennung unterstützt. Also haben wir bald die automatische Transkription JEDES Telefonats, mit Indexierung und Suchmöglichkeit nach Stichworten und anderen Selektionskriterien. Facebook macht sehr erfolgreich Gesichtserkennung - es ist heute bereits technisch möglich, CCTV-Überwachung so zu machen, dass Bewegungen von Personen über mehrere Kameras hinweg automatisch verfolgt und nach "ungewöhnlichen" Bewegungen durchsucht werden, in London soll das heute bereits passieren. Und so weiter. Man nimmt daran teil, ob man will oder nicht - man kann aber noch entscheiden, ob man mehr oder weniger freiwillig teilnimmt.

21. Mai 2017: Von Erik N. an Lennart Mueller Bewertung: +3.00 [3]

Lennart, ich bin sogar noch schlimmer: unsere Firma hat Payback Pay entwickelt, sodass man mit dem Smartphone Punkte sammeln und zahlen kann. Wird extrem gut angenommen und ja: die Leute wollen Punkte sammeln. Fast 30 Mio. Paybackkonten in Deutschland.

Wir brauchen keinen Glaubenskrieg. Kann jeder machen was er will, aber diese Datenschutzhysterie ist ein sehr deutsches Problem. Der Staat - sprich, Geheimdienste - können ohnehin jederzeit auf alles zugreifen. Dafür brauchen sie keinen Datenschutz oder dessen Freigabe. Es ist denen komplett egal, was du, Achim, Alexis, ich, oder sonst wer gut oder schlecht finden.

Der Missbrauch durch Schnüffler, den hier manche fürchten, findet schon statt. Und keine persönliche Maßnahme kann dies verhindern, außer das Smartphone zu Hause zu lassen, oder den rechner überhaupt nicht and Netz anzuschließen. Wenn Sie deine Daten wollen, bekommen sie sie auch, mit oder ohne cloud, mit oder ohne Dropbox, mit oder ohne Datenschutzbeauftragtem. Insofern stimmt, was ich schrieb: ob wir Zielgruppenmarketing akzeptieren, ist allein unsere Sache. Ich bin froh, keine Rollatorenwerbung zu bekommen, sondern Produkte, mit denen ich im Zweifel was anfangen kann.

Aber jeder soll bitte in seiner Bubble leben, so gut er kann ! Nix für ungut !

21. Mai 2017: Von Christian Schuett an Erik N.

Es ist eh ein Streit um des Kaisers Bart. Wir koennen uns der Datensammelwut kaum entziehen, hoechstens dies etwas fuer uns persoenlich einschraenken, was in einem System, was komplett darauf ausgerichtet ist, schnell mit Komforteinbussen zu bezahlen ist, wenn nicht gar bestimmte Bereiche gleich ganz verschlossen bleiben.

Zielgruppenorientierte Werbung ist denk der Hauptantrieb hinter diesen Bemuehungen. Ich habe pauschal erstmal nichts dagegen, zu mir passende Produkte angeboten zu bekommen. Obwohl es in Zeiten von Adblocker, junk-Filter (beides pflege/optimiere ich mit Hingabe...) und praktisch Null Zeit vorm Fernseher schwierig ist, mich zu erreichen... ;)

Chris

21. Mai 2017: Von Lennart Mueller an Erik N. Bewertung: +2.67 [3]

Lennart, ich bin sogar noch schlimmer: unsere Firma hat Payback Pay entwickelt, sodass man mit dem Smartphone Punkte sammeln und zahlen kann.

Ist ja nicht verwerflich, mit der Konsumfreizügigkeit anderer Geld zu verdienen, solange man Nichtteilnehmer außen vor lässt.

Der Staat - sprich, Geheimdienste - können ohnehin jederzeit auf alles zugreifen.

Die Physik und Mathematik austricksen können die nicht. Es gibt diverse Möglichkeiten, aber die sind längst nicht so bequem.

Ich gebe zu, man kommt langsam an seine Grenzen, weil immer mehr Kommunikationszeugs in Hardware gegossen wird, von dem man nicht weiß, was es macht. Netzwerkgeschwätziges UEFI und diese tolle Intel Management Engine, die es neulich sogar in die Schlagzeilen geschafft hat, will ich eigentlich gar nicht haben.

Es ist denen komplett egal, was du, Achim, Alexis, ich, oder sonst wer gut oder schlecht finden.

Man muss es ihnen aber nicht auch noch unheimlich leicht machen. Müssen sie halt mal fünf Tage auf den richtigen Moment warten, bis der Stecker vom NAS seinen Weg in die Dose gefunden hat und sich mit dem tollen Upload einer DSL-Verbindung vergnügen - die sie nichtmal voll ausnutzen dürfen, weil man sonst etwas merken könnte. Für den Aufwand bin ich zu unwichtig, aber mal automatisiert den Cloudspeicher rastern, weil drei Kontaktknotenpunkte entfernt eine Person von Interesse ist, geht sehr schnell.

Ich bin froh, keine Rollatorenwerbung zu bekommen, sondern Produkte, mit denen ich im Zweifel was anfangen kann.

Landet eh im Orkus, weil Zeitverschwendung. Was mich interessiert, bekomme ich per Newsletter.

Aber jeder soll bitte in seiner Bubble leben, so gut er kann ! Nix für ungut !

Meinetwegen. Deine scheint jedenfalls transparenter zu sein als meine.

Mich nervt auch, dass in Google Earth inzwischen jedes dritte Haus in München grau verschleiert ist. Wahrscheinlich wird das bald auch auf Postkarten gemacht.

Dieser Verpixelquatsch ist auch lächerlich, kann schließlich jeder von der Straße aus anschauen. Wohlmöglich sein Haus verpixeln lassen, aber allerlei Fotos drei mal detaillierter auf Facebook posten.

Online Banking mache ich schon aus Gründen der persönlichen Hygiene.

Schwaches Immunsystem, Händewaschwassersparer, schlechte Handseife oder Phobie? Wie siehts mit ÖPNV, Telefonzellen, Türklinken, Supermärkten aus?


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