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21. Mai 2017: Von Lutz D. an Erik N. Bewertung: +4.00 [4]

Ich nutze auch im privaten Bereich Cloud-Lösungen. Und im geschäftlichen Bereich nutze ich auch Rechner, die nicht mit anderen in Datenaustausch treten können. Beides hat offenbar seine Daselnsberechtigung.

Allerdings kann man mit einem ganz einfachen Gedankenexperiment zeigen, wie ambivalent die eigene Haltung sein kann.

Was uns die relativ achselzuckende Überlassung unserer Daten an Fremder Rechner erlaubt (und nichts anderes ist eine Cloud, der Rechner eines anderen, uns Unbekannten), ist die Entfremdung von dem Individuum, dass den Rechner betreibt. Die gefühlte Anonymität von Facebook, iCloud, Dropbox etc., ist es, die uns das Ablegen von Daten dort möglich macht.

Jetzt stelle man sich nur einmal vor, die iCloud läge nicht irgendwo in xy, sondern bei Alexis oder mir auf dem Rechner.

Würde jeder so befreit wie heute Daten dort ablegen? Man kann ja mal im Kopf seine letzten FB-Messages oder iCloud uploads durchgehen.

Wären diese durch meine Hände gegangen und hättet ihr das vorher gewusst - wären die Daten andere gewesen?

Und jetzt stelle man sich noch vor, ich würde Euch vorher schriftlich geben, dass Ihr auf weite Teile der Eigentumsrechte an den bei mir abgelegten Daten verzichten müsstet.

Nein, iCloud und FB-Messenger und Co funktionieren nur, weil wir die zugehörigen Menschen nicht kennen oder sie für uns keine Rolle spielen. Ein jeder kann nur hoffen, dass das so bleibt.

22. Mai 2017: Von Georg v. Zulu-eZulu-schwit-Zulu an Lutz D.

Ich fand - da ja offenbar etwa 1/3 der aktiven Poster wohl softwareaffin sind - die Programmiersprachendiskussion auch reizvoll. Mehr ontopic wären aber noch meine 2ct zu den Big-Brother-Befürchtungen:

  • Ich würde mich nicht lückenlos überwacht fühlen, wenn FIS Flugpläne kennen würde und alle diesbezüglichen Informationen im Einleitungsanruf obsolet wären.
  • Meinetwegen darf FIS gerne auch wissen, dass D-EGZZ eine DA40 ist, und ich bestehe nicht darauf, dass das LBA diese Information aus der Luftfahrzeugrolle ggü. FIS als vertraulich behandelt.

Jetzt doch noch zu den Sprachen:

  • In unser Firma ist gewisser Schaden dadurch entstanden, allzu oft neue Programmiersprachen einzusetzen. Projekte unter Go oder Scala haben wir inzwischen teils auf Java rückportiert. Wegen Inkompatibilitäten bei Upgrade, Bugs und natürlich dem nötigen personenübergreifenden Knowhow.
  • Vielleicht wird man in 10 oder 20 Jahren Java so ähnlich sehen wie vor 15 Jahren Fortran: Eine Legacy-Sprache, die nur wegen der Unmengen von konsolidiertem Code noch ihre Daseinsberechtigung hat.
  • Noch offtopicer: Mein letzter Frust war die "Amazon Music App" für MacOS. Essentiell, um - wenn man seine eigene Musik (also den Chris-de-Burgh- und XY-Scheiss, für den man früher sein Taschengeld geopfert hat und sich heute schämt), hochladen möchte, um sich anschließend einen kleinen Zoo von Amazon Echos hinzustellen. Nicht, weil man es hört, sondern weil es einem gehört. Damit ist man die Untermenge der MacOS-User, und hier wiederum die Untermenge der "Nee, Deezer / Spotify reicht mir nicht"-Nutzer. Die Software verreckt beim Upload von 5.000 Titeln, kommt auch beim Restart oder Reboot nicht auf die Füße, weil sie da weitermachen will, wo sie aufgehört hat. Steigt man ein und findet das Logfile, dann weiß man nicht, ob man, wenn dort die Amazon App nicht EC2-Checksummen richtig berechnen kann und deswegen die falsche Fehlermeldung "Unbekanntes Dateiformat" ausspuckt, lachen oder heulen soll.
    Meine erste Herangehensweise an: "Was macht die Software? Lebt sie noch oder sampled sie noch?" führte mich angesichts von 25% CPU-Verbrauch zunächst zu der irrigen Meinung: Sie arbeitet noch!" War aber die falsche Fährte. Entweder waren die Programmierer nicht nur Schlampen, sondern auch noch völlig unfähig, oder das Framework von Facebook (?) namens "Ractive" ist eben nur für Rapid Prototyping brauchbar. Die Software lief "idle".
    Warum das Ganze hier dargelegt? Im Hintergrund lädt der "Amazon Music Helper" die ganze Zeit - natürlich ungefragt - Logfiles hoch. Die App hat im deutschen Store eine Bewertung mit 1,5 Sternen, von denen einer wegen "0 Sterne geht nicht" gleich abgezogen werden muss. Amazon scheidet also für mein Kundensegment komplett aus, hat alle Logfiles und alles Feedback, und lernt nichts daraus. So weit scheint es also mit der gläsernen Welt noch nicht zu sein.

Gute Nacht, Georg

P.S. Noch so als Nachsatz: Meine 5.000 Titel sind lupenrein gekaufte Musik. So 100%ig, wie Alexis VMC in VFR hatte.

Der Flugplan wird ja (bei VFR freiwillig) genau zu dem Zweck abgegeben, damit während des Fluges Dienstleistungen und Verkehrskontrolle dazu angeboten werden können.

Das hat genau gar nichts mit Verletzung von Privatsphäre oder Überwachung zu tun.

22. Mai 2017: Von Willi Fundermann an Lutz D. Bewertung: +2.00 [2]

"Jetzt stelle man sich nur einmal vor, die iCloud läge nicht irgendwo in xy, sondern bei Alexis oder mir auf dem Rechner. Würde jeder so befreit wie heute Daten dort ablegen?"

Bei Euch beiden schon ;-)

22. Mai 2017: Von Malte Höltken an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Der Flugplan wird ja (bei VFR freiwillig) genau zu dem Zweck abgegeben, damit während des Fluges Dienstleistungen und Verkehrskontrolle dazu angeboten werden können

Nee der Flugplan wird VFR gefühlt in > 90% der Fälle aufgegeben, weil er eine vorgeschriebene bürokratische Angelegenheit ist.

22. Mai 2017: Von Christian Schuett an Chris _____

Ich gebe nur einen FP auf wenn ich muss, in meinem Fall bei grenzueberschreitenden Fluegen. Nervige Abgelegenheit...

Chris

22. Mai 2017: Von Erwin Pitzer an Christian Schuett Bewertung: +2.00 [2]

Ich gebe nur einen FP auf wenn ich muss, in meinem Fall bei grenzueberschreitenden Fluegen. Nervige Angelegenheit

bei dfs-ais ein paar mausclicks, max 5 min, was ist daran nervig ?

22. Mai 2017: Von Alexander Callidus an Christian Schuett

In Frankreich beispielsweise hat FIS dann ganz offensichtlich den Flugplan vorliegen. Die scheinen zu wissen, wo ich herkomme und wo ich hinwill, das entspannt die und mich.

Ist nicht von LSZO aus sowieso jeder Flug grenzüberschreitend? ;-]

22. Mai 2017: Von Name steht im Profil an Erwin Pitzer Bewertung: +1.00 [1]
5 min sinnlose Lebenszeit. Ähnlich wie Gras rupfen oder Kies gegen die Wand werfen
22. Mai 2017: Von Stefan K. an Name steht im Profil

Genau..... dafür lieber sieben Sekunden Initial Call auf FIS..... :-))

22. Mai 2017: Von Erwin Pitzer an Name steht im Profil

5 min sinnlose Lebenszeit. Ähnlich wie Gras rupfen oder Kies gegen die Wand werfen

interessante sichtweise !

willst du lieber die abfangjäger sehen, wenn du unangemeldet über die grenzen fliegst ?

22. Mai 2017: Von Stefan Jaudas an Alexis von Croy

... und schon wieder der Schwenk der anderer-Leute-Daten-haben-wollen zu falschen Argumenten.

Niemand hat was gegen Werbung. Solange die eben in einer Art und Weise stattfindet, die dem Beworbenen eine echte Wahl lässt. Aber da das anscheinend schon lange nicht mehr genug abwirft geht es jetzt eben auf die Zielgruppen mit der jeweiligen Größe von 1 zu. Und das ist dann eben keine Werbung mehr, sondern Manipulation.

Obwohl, manchmal frage ich mich, ob es wohl möglich wäre, da etwas Datengueilla zu spielen. Paybackkarte zulegen und sehr selektiv einsetzen. Und dann warten, was passiert. Aber wenn man da dann mal in einer Schublade steckt, kommt man da wahrscheinlich sehr schwer wieder raus. egal, wie falsch diese Schublade auch sein mag ... Das Schufa-Scoring ist ja auch nicht immer so ganz fehlerfrei. Und die Leute, die da objektiv falsch negativ bewertet werden, die bleiben das auch. Schufa-Scoring quer durch alle Lebensbereiche? Ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Oder auch nur weise?

A propos, was haben eigentlich Flugpläne damit zu tun, dass andere weiß Gott für Daten sammeln und in Echtzeit veröffentlichen? Wo finde ich denn die Seite bei der DFS, wo die Flugpläne der letzten 2 Jahre für die Öffentlichkeit einsehbar sind?

22. Mai 2017: Von Alexis von Croy an Stefan Jaudas

Du hast keine Wahl?
Ich verstehe nicht, was Du meinst. Du gehst auf Websites, und dort wird Werbung eingeblendet, die Dich interessieren könnte. Was kann daran so störend sein?

Okay, manchmal fühlt man sich dabei vielleicht etwas bevormundet. Andererseits ist es mir immer noch lieber als ständig irgendwas sehen zu müssen, was mich ÜBERHAUPT NICHT interessiert.

22. Mai 2017: Von Malte Höltken an Erwin Pitzer Bewertung: +1.00 [1]

Bei innereuropäischen Grenzen sind Abfangjäger beim überfliegen der Grenzen genauso sinnvoll wie Panzer beim überfahren dieser.

22. Mai 2017: Von ch.ess an Stefan Jaudas Bewertung: +2.00 [2]

Was mir auffällt, die Diskussion geht "nur" um Werbung.
Kann jeder halten wie er will - ich finds schon nicht gut, allerdings macht mir das wenig Sorgen. Und mit etwas anarchischer Denke wird es manchmal sogar lustig ;-)

Wir leben in einem vielleicht manchmal nervigen, aber im wesentlichen wohlmeinenden System mit rechtsstaatlichen Rahmen.
Was mir eher Gedanken macht, das wäre ein regionaler oder nationaler Systemwechsel zu einem radikalen System ohne die heute geübte Gewaltenteilung.

DAS in Verbindung mit einfachem Datenzugriff ist ein wirklich nachteiliges Scenario.
Und da gilt dann nicht mehr: "wer nichts zu verbergen hat..."
Wenn die Schergen eines solchen Systems dich lästig finden, dann finden die was...

22. Mai 2017: Von Alexis von Croy an ch.ess

(siehe Türkei)

Bin völlig Deiner Meinung ... aber noch/in Deutschland fühle ich mich sicher.

22. Mai 2017: Von Matthias Reinacher an Alexis von Croy Bewertung: +3.00 [3]

aber das ist ja genau der Witz dabei: Wenn das "noch" vorbei ist, sind die Daten immer noch da..

22. Mai 2017: Von Alexis von Croy an Matthias Reinacher

Ich soll also vorauseilend aus Angst vor einer eventuellen Diktatur in der Zukunft mich jetzt schon absichern?

Das ist irgendwie nicht so ganz meine Vorstellung von einem freien Leben.

22. Mai 2017: Von Matthias Reinacher an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Hm,

das kann ja jeder halten wie er will.

Noch ein Satz zu dem Thema (die IT-Nerds hier wissen vermutlich, wo er herkommt): Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine..

Ich finde es jedenfalls bemerkenswert, dass sowohl in meinem Umfeld als auch bei mir selbst, seit ich in dem Bereich tätig bin, die Bereitschaft Daten abzugeben rapide gegen 0 geht. Früher habe ich die alle für paranoid gehalten ;-)

Aber, wie gesagt, da darf ja jeder seine eigene Sichtweise drauf haben. Mich nervt es auch, die schöne neue bequeme Cloud-Welt nicht nutzen zu können, aber die Risikoabwägung geht bei mir einfach zugunsten der Vorsicht aus.

22. Mai 2017: Von Christian Schuett an Erwin Pitzer

"bei dfs-ais ein paar mausclicks, max 5 min, was ist daran nervig ?"

Ich finde alle Dinge, die einerseits verpflichtend sind und andererseits keinen Mehrwert bringen, "nervig".

Wirklich unangenehm wird es, wenn ich ihn vergesse zu schliessen (schon passiert).

Chris

22. Mai 2017: Von Olaf Musch an Matthias Reinacher Bewertung: +1.67 [2]

Früher habe ich die alle für paranoid gehalten ;-)

Nur, weil man paranoid ist, heißt das ja nicht, das SIE nicht hinter einem her sind... ;-)

Olaf

23. Mai 2017: Von Erwin Pitzer an Malte Höltken

Bei innereuropäischen Grenzen sind Abfangjäger beim überfliegen der Grenzen genauso sinnvoll wie Panzer beimüberfahren dieser.

bei meinem anflug auf korsika kamen trotzdem 2 mirages wg. falschem flugplan !

23. Mai 2017: Von Reinhard Thormeyer an Erwin Pitzer

" ...bei meinem Anflug auf Korsika kamen trotzdem 2 Mirages wg. falschem Flugplan ! "

Falscher Flugplan von den Mirages oder von Dir ? :-))

Aber für Dich als alter Lg. sollte das ja kein Problem gewesen sein...:-))

23. Mai 2017: Von Name steht im Profil an Erwin Pitzer

.....willst du lieber die abfangjäger sehen, wenn du unangemeldet über die grenzen fliegst ?.....

Nö, kann ja nicht sein. Ich gebe ja brav einen FPL auf, wenn es gefordert wird um nicht abgeschossen zu werden.....

23. Mai 2017: Von Name steht im Profil an Stefan K. Bewertung: +2.00 [2]

"....Genau..... dafür lieber sieben Sekunden Initial Call auf FIS..... :-))...."

Nein, den gibts ja nicht. Unter VFR ohne FPL oder einer anderen Pflicht rufe ich schon lange nicht mehr bei FIS rein. An den "guten" Tagen ist Verkehrsinfo eh nicht möglich, die ED-Rs und CTR's sind durch reines Zuhören rasch geklärt, da sie innerhalb von 15min gefühlt 10mal eh schon als "aktiv" oder "nicht aktiv" gemeldet werden für alle anderen die ständig danach fragen. Ich monitore nur und habe Mode-S an.

Wenn ich doch "muss" versuche ich den Initial Call auf unter 5sec zu halten :-))

Mal im Ernst: die FIS macht meines erachtens alles in allem einen wirklich guten Job. Es sind eben die vielen sinnlosen oder zu langen "Gespräche" welche nicht von euch iniziiert werden und die Frequenz so blockieren, dass ein Einklinken an Tagen mit viel Blech, Holz und Kunststoff in der Luft für mich keinen Sinn macht, solange ich nicht muss.


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