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Das neue Heft erscheint am 1. Februar
Fluglehrermangel
Routing: IFR ins sonnige London
Ein Jahr Bonnie: Kosten und Erfahrungen
Bruchlandung im kanadischen Busch
Winter-IFR: Theorie und Praxis
Unfall: Annäherung mit Fragezeichen
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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10. Februar 2019 10:31 Uhr: Von Sven Walter an Sven Ulbrich

Da wird nix unmenschliches verlangt.

Nein, aber etwas Überflüssiges. Bekommt man besseren Unterricht bei einem reinen LAPL-Lehrer, CPL-Theorie-Inhaber, CPL-Inhaber (ohne IR) oder FAA part 61 CFI?

Antwort: Darauf kommt es gar nicht an, sondern ein Dutzend anderer Sachen. Begeisterung, Leidenschaft, fachlich zwei Ebenen überm Schüler, angemessenes Curriculum etc. Von Persönlichkeit, Verfügbarkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen wir da noch gar nicht.

Mal eine Analogie: Skilehrer. Um das in Frankreich zu werden, musst du schneller Riesenslalom fahren können als ein Ex-Rennläufer, der nicht mehr so ganz im Saft steht. Natürlich wird der bessere, fittere Techniker hinterher fachlich bei Fortgeschrittenenkursen noch besser vorfahren, aber sind das die Voraussetzungen, einen Kinder-, Jugendlichen- oder Erwachsenenhaufen didaktisch brilliant sicher die Anfängerpisten herunterzubringen? Nein, es ist eine Markteintrittsbarriere, die ein Monopol aufrechterhält, dort.

Als Fluglehrer bist du ein Guru und im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig in der Ausbildung. Du wirst aber die Druckverhältnisse von Turbinen in einer C152 im Platzrundenbetrieb nicht brauchen. Da wäre es allemal wichtiger, einen Ölfilter selbst mal mit dem Schüler zu wechseln, damit dieser haptisch greifbares Problembewusstsein für den O200 vorne bekommt, was sein situatives Bewusstsein auch für das Checken des Ölstandes und das Ablesen der spärlichen Cockpitinstrumente schärft.

Stichwort didaktische Reduktion: Das Wesentliche muss wirklich gut sitzen. Überflüssiges, "nice to know", können sich die Interessenten immer noch selbst aneignen.

Also lässt man LORAN weg, wenn man es nicht mehr braucht. Also ist das Jahr der Chicago-Konvention in jeder Prüfung überflüssig. Also freuen sich polnische PPL-Schüler darüber, dass sie seit EASA FCL (oder schon JAR?) keine Wissensfragen mehr zur Geschichte der Luftfahrt in Polen haben.

Man hat nicht unbegrenzt Ressourcen, also muss man sie sinnvoll einsetzen.

Geldfrage: Klar, wäre es ein gut bezahlter, lebenslanger Beruf, würde man es auch so geregelt bekommen. Dachte man, weil das ja an den Akademien in England so immer Standard war. Mit Uniformzwang etc. Aber jetzt trocknen die Wege des Nachwuchses aus, und Vereinsfluglehrer mit den 300 h als Voraussetzung gibt's auf dem Wege kaum noch. Also muss man sichw was anderes überlegen.

Weg mit dem überflüssigen Teil der Regulierung ist da noch das Sinnvollste.


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