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28. Juli 2005: Von Holger Klemt an Norbert V.H. Lange
>Aber bitte genau bleiben:
>Zu 2.: Es ist in der Pressemiteilung nicht von Hobbyfliegern >usw. die Rede sondern von VFR-Verkehr.
....
>Irgendwelche oberflächliche Kollegen der Boulevardpresse >machten daraus dann Hobbyflieger. Das kann man dann aber >nicht der Executive anlasten.

dann werden wir mal extrem genau
https://www.bmvbw.de/Presse/-,1632/Pressemitteilungen.htm
"Stolpe: Flugbeschränkungen über Regierungsviertel"

"...Damit verbieten wir Hobbypiloten und Privatfliegern..."
"...Ferner werden wir auch Sport- und Hobbyflieger verpflichten..."

scheinbar sitzen die "oberflächliche Kollegen der Boulevardpresse" also im bmvbw?

###-MYBR-###

Was Stolpe dort erklärt und welche Argumentationskette er in dieser kurzen Pressemitteilung an den Tag legt, macht schon deutlich, wessen Geistes Kind er ist.

daher einfach noch mal Absatz für Absatz:

"Der Absturz des Ultraleichtflugzeugs, der keinen terroristischen Hintergrund hat, unterstreicht die Bedeutung des Luftsicherheitsgesetzes."

Warum das denn? Das war kein Terrorist, wie man schon erkannt hat, sondern ein Selbstmörder.

Und welchen Zweck hat der Gesetzgeber für das LuftSiG formuliert:

https://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/luftsig/
LuftSiG § 1 Zweck
"Dieses Gesetz dient dem Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs, insbesondere vor Flugzeugentführungen, Sabotageakten und terroristischen Anschlägen."

Das passt aber nicht in den Zusammenhang zu den Vorgängen am Freitag!


"Damit hat die Bundesregierung die große Mehrheit der Sicherheitslücken im Bereich der Luftsicherheit bereits geschlossen."

Aha. Welche Sicherheitslücken gab es denn? Ist mir hier in Deutschland so gar nicht aufgefallen.

"Durch den Vorfall am Freitag in Berlin haben wir neue Hinweise erhalten, wie die Sicherheit im Bereich der Kleinflugzeuge weiter verbessert werden kann."

Hä? Welche Hinweise waren das denn? Der Raketentip von Beckstein?

"Wir werden über dem Regierungsviertel ein Flugbeschränkungsgebiet für Sichtflüge einrichten."

Also keinerlei Sichtflüge mehr! so sagt er das jedenfalls.

"Damit verbieten wir Hobbypiloten und Privatfliegern, den markanten Innenstadtbereich rund um Reichstag und Kanzleramt zu überfliegen."

Die anderen Ministerien sind ihm also scheinbar nicht so wichtig.

"In bin mir mit dem Bundesinnen- und dem Bundesverteidigungsminister darüber einig, dass wir kurzfristig diese Flugbeschränkungen durchsetzen."

Das kennt man ja von den Kraftwerken.

"Bund und Länder müssen gemeinsam handeln."

Wenn man keine Argumente hat wird man polemisch.

"Für die Länder bedeutet das, dass sie prüfen müssen, wie kleine Flughäfen und Landeplätze besser gegen unberechtigten Zugang zu schützen sind."

Das steht in keinem Zusammenhang mit dem Vorgang vom Freitag.
Das war kein unberechtigter Zugang!

"Dazu zählen etwa das unbefugte Betreten der Fluggelände und verbesserte Personenkontrollen."

s.o.

"Außerdem schlage ich eine bessere Sicherung von Flugzeugen gegen unberechtigte Nutzung vor."

Wenn Stolpe technische Vorschläge macht ....

"Wir werden technische Maßnahmen am Flugzeug vorschreiben, die die Benutzung nur durch Berechtigte ermöglichen."

steht zwar wieder in keinem Zusammenhang zu den Vorgängen vom Freitag, aber egal.

Die Rhetorik kenne ich von vielen Amerikanern. Die antworten sehr oft auch auch eine Frage sehr ausführlich, schweifen aber meist vom Thema ab, die Antwort wird immer länger, und irgendwann hat man vergessen, was überhaupt die Frage war.

"Dies können zum Beispiel verpflichtende Krallen an den Rädern sein."

dann doch lieber bewährte Systeme, wie zum Beispiel Propellerketten.

"Ferner werden wir auch Sport- und Hobbyflieger verpflichten, in besonderen sicherheitsrelevanten Gebieten den Funkkontakt mit der Flugsicherung zu halten."

Muss man ihm nicht vorwerfen, das er davon keine Ahnung hat, aber es wäre auch für Minister nicht verboten, vorher jemanden zu fragen der sich damit auskennt. Scheint aber bei unseren Volksvertretern teilweise ziemlich verpönt zu sein.

"Bisher konnte dieser Personenkreis kurz nach dem Start seine Funkgeräte abschalten."

Geht auch in jedem Airliner immer noch! Ob zu leise, falsche Frequenz oder ganz aus, das ist auch dem Airlinerpiloten möglich.

"Gleichzeitig lasse ich prüfen, ob wir die Ausrüstung mit Transpondern auch für alle kleineren Flugzeuge zur Pflicht machen. Damit wird die Radarerfassung generell verbessert.
Allerdings sind hier noch eine Reihe von technischen Fragen zu klären."

Dann sollte man die auf jeden Fall vor weiteren Entscheidungen und Forderungen auch klären. Gibt ja solceh Unternehmen wie die DFS, die kann man ja mal fragen, da gibt es genug, die eine Ahnung von den Vorteilen solcher Geräte haben. Prinzipiell aus meiner Sicht Zustimmungsfähig, aber betrifft das auch die gewichtsgestuerten Trikes? oder sogar Fallschirmspringer, wenn man schon dabei ist?

"Die Zuverlässigkeitsprüfung für Piloten, die wir mit dem Luftsicherheitsgesetz eingeführt haben, hat sich bewährt."

Welche Gehirnwindung diese rhetorische Kurve zugelassen hat, weiss ich nicht. Der ganze Vorgang hat nichts damit zu tun, aber wenn man Argumente für verfassungsrechtlich fragliche Verordnungen und Gesetze braucht, dann kann man das ja mal eben erwähnen. Vielleicht hätte man ja auch gleich argumentieren können, das LKWs auch auf Bundesstrassen Maut zahlen sollen. Hat zwar auch nichts damit zu tun, macht aber mehr Sinn als das die ZÜP.

"Die Länder, die für die Umsetzung zuständig sind, sollten nun ihre Anstrengungen zur Überprüfung der rund 30.000 Sportpiloten verstärken."

... damit ja keiner auf die Idee kommt, das innerhalb der nächsten Monate den ganzen Quatsch ähnlich wie das Niedersächsische Überwachungsgesetz kurzfristig zu kippen.

Gibt es eigentlich fliegende Richter? Herr Suermann (Selbst Richter am OLG in Oldenburg und erfolgreicher Kläger gegen das Niedersächsische Überwachungsgesetz) ist da sicher ein gutes Vorbild (Ich hab den in seiner Eigenschaft als EDV und Orga Leiter dort mal kennengelernt, sehr gradliniger Mensch, der weiss was er will und insbesondere was er nicht will. Aber soviel ich weiss leider kein Pilot).

den restlichen Abschnitt spar ich mir, der ist zu substanzlos, als das man den auch noch analysieren sollte.

Beim Lesen der Pressemitteilung kann einem wirklich nur schlecht werden.


Also mein Tip zu später Stunde: Wenn man Genauigkeit fordert, dann zunächst mal selbst die Quellen recherchieren und analysieren (Soll keine Kritik, nur eine Anregung sein, auch ich bin da manchmal nicht genau genug. Aber das was Stolpe als Minister da bringt ist erschreckend!)


Holger
28. Juli 2005: Von Norbert V.H. Lange an Holger Klemt
Guten Morgen.
Schön das Sie noch auf sind.


Mea culpa. Da habe ich in er Eile auch mal geschlampt.
Sorry.

Ich finde Ihre Analyse ist berechtigt und richtig.

Vor jeder Analyse jedoch, so habe ich es in meiner Informatik-Ausbildung gelernt, steht die Zielsetzung und danach kommen Planung und Organisation. Das wissen Sie als EDV-Fachmann jedoch besser.

Auch auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole:

Die AL kann doch nicht wie ein hypnotisiertes Kanninchen darauf warten, bis man ihr en Garaus macht.

Was halten Sie denn von der Idee freiwilliger Maßnahmen um gesetzlichen Regelunen zuvor zu kommen.

Haben Sie Vorschläge für freiwillige Maßnahmen, die gesetzliche Regelungen überflüssig machen.


Also:
Ziel: Siehe Antwort an ATCler.
Analyse: Ihre Beiträge und andere
Planung: ????
Organisation: ????

----

... Und dann die Sache mit dem Sternflug. Habe das später an meine ANtwort an Sie angefügt. Haben Sie vermutlich nicht geelsen, oder?


Ich schrieb:
Zitat:
Ja sind Sie denn von allen guten Geistern verlassen!!!

Was glauben Sie denn, welchen Eindruck das auf die breite Bevölkerung macht, wenn jetzt eine Aramada von Flugzeugen über Berlin donnert.

Denken Sie doch bitte an die älteren Mitbürger, die als Kinder in Berlin in Luftschutzkellern gesessen haben.

Denken Sie bitte an die Ängstlichen unter uns, die wegen des jüngsten Absturzes am Reichtsag bei jedem Flugmotortengeräusch angstvoll in den Himmel blicken und nachts schweißgebadet aufwachen, wenn sie einen Flugmotos hören.

In einem haben Sie Recht. Das Echo der Presse wird Ihnen Gewiß sein. Aber nicht so wie Sie es gerne hätten.
Was glauben Sie, was die auflagenstarken sensationslüsternen Boulevardblätter daraus machen.

"Sternflug nach Berlin
Frustierte Flieger protestieren friedlich gegen Stolpe."

Das glauben Sie doch nichtg wirklich. Oder?

Rücksichtsvolle Selbstbeschränkung könen Piloten der AL ausüben, daß hat die Zeit nach dem 11.9. gezeigt.

Dies gilt jetzt um so mehr, will man nicht noch größeren Schaden am Image der AL amnrichten.

Bitte gehen Sie in sich !

Zitatende###-MYBR-###------

Ich glaube wirklich, daß Massenblätter dies negativ aufgreifen würden, etwa "Durchgeknallte Sportflieger terrorisieren Berlin" oder "Erinnerungen an unselige Zeiten werden wach" usw.


Also positiv nach vorne gedacht und Vorschläge für freiwillige Maßnahmen gemacht.

Meint aus dem Taunus
Ihr
Henry
28. Juli 2005: Von Olaf Hagen an Norbert V.H. Lange
Hallo Henry,

als geeignete Maßnahme gegen diese Überreaktionen könnte ich mir den kollektiven Eintritt aller an der GA interessierter Personen in die FDP und in die Grüne Partei vorstellen.

Danach sollten diese Personen von der Basis aus dafür sorgen, dass dem Themenkreis "verkehrliche Infrastruktur", darin auch der GA die entsprechend notwendige Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Diese Maßnahme stellt gleichsam eine Grundlage zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in diesem Lande dar, die von unseren Politikern deshalb nicht aufgegriffen wird, weil sie politisch nicht gegen die wenigen Grünen und sonstigen Aktivisten durchsetzbar ist.

Durch eine geänderte politische Gesinnung, die dieses Land dringend benötigt, würde sich der politische Fokus sofort ändern können.

Mit allen vorgeschlagenen Maßnahmen werden wir nur politische Kommentare im Sinn: ".... das ist ja richtig, aber leider momentan politisch nicht umsetzbar...." oder ".... für die Umsetzung dieser Ideen fehlt uns gerade die politische Mehrheit, deshalb lassen Sie uns doch etwas abwarten und dann nochmals schauen..."

Also Zusammenfassend: Alle rd. 60.000 geschätzte Teilnehmer in der General Aviation werden politisch Tätig, um die rd. 44.000 Mitglieder der Grünen und rd. 60.000 Mitglieder der FDP auf den richtigen Weg zu begleiten. Moderiert werden kann diese Maßnahme durch die Fachpresse.

Ansonsten tretet doch alle einfach auch den Verbänden aus um die Mitgliedschaft in Parteien mit diesen ersparten Mitteln zu finanzieren.
###-MYBR-###Grüße

Olaf

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