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Luftrecht und Behörden | Medical für LAPL mit neurologischer Vorgeschichte  
16. Mai 2016: Von Christoph Winter 

Guten Abend zusammen,

ein Bekannter möchte den LAPL machen, hat jedoch vor drei Jahren eine neurologische Erkrankung gehabt: ein Aneurysma, worauf es zu einem spastischen Krampfanfall gekommen ist.

Lt deutschem Fliegerarzt kann erstmalig nach 10 Jahren ein solches Medical erlangt werden.

Gibt es im Ausland evtl. andere Möglichkeiten?

17. Mai 2016: Von Dr.J. Schwarz-Boeck an Christoph Winter Bewertung: +4.00 [4]

Die Frage ist doch weniger, wo krieg auch auf Biegen und Brechen einen Schein her, sondern: Ist das gut, was ich da tue - für mich und für andere.

Wie ist der medizinische Befund: Ist das Aneurysma geklippt, operiert oder noch genauso, wie vor 3 Jahren. MR-Befund aktuell ? EEG aktuell ?

Wenn man das wirklich sauber machen will, muss man wohl den harten (und teuren) Weg z.B. über das flugmedizinische Zentrum der LH gehen.

Ich weiss nicht, ob grad in diesem Fall, wo es wirklich zu massiven Beeinträchtigungen der Flugtauglichkeit kommen kann, ein Gefälligkeitsschein wirklich das Wahre ist. Egal ob LAPL, PPL oder ATPL. Das Geschrei und das Echo in den Medien wäre nach einem Unfall - egal aus welcher Ursache - bei dieser Vorgeschichte fatal.

17. Mai 2016: Von Christoph Winter an Dr.J. Schwarz-Boeck

Lt. meinen Infos wurde es geclippt und die letzten Untersuchungen haben keinerlei Auffälligkeiten mehr gezeigt.

Natürlich haben Sie recht, was das Risiko und das Echo betrifft.
Trotzdem bin ich der Meinung, jeder Fall ist anders und muss daher gesondert und nicht pauschal betrachtet werden.

Der Weg über das LH Zentrum erscheint mir daher richtig.

17. Mai 2016: Von TH0MAS N02N an Dr.J. Schwarz-Boeck

Nach den geltenden Richtlinien zur Fahreignung bei Epilepsie besteht bei symptomatischen Anfällen (ich gehe mal von einem Anfall bei Subarachnoidalblutung durch das Aneurysma aus) ein Fahruntauglichkeit von 3 Monaten für PKW und von 6 Monaten für LKW.

LAPL würde ich von der Gefährdungsklasse mit LKW gleichsetzen. 10 Jahre oder AMC finde ich zumindest unangemessen. Zumal der Neurologe auch nicht mehr machen kann als fragen: Gabs noch mal Anfälle? Und ein EEG ableiten, daß eh in der Mehrzahl der Fälle interiktual unauffällig ist.

17. Mai 2016: Von Christoph Winter an TH0MAS N02N

Genau das war/ist mein Standpunkt.

18. Mai 2016: Von Eustach Rundl an Dr.J. Schwarz-Boeck

Sagt mal liebe Dottores, an einem strahlenden Flugtag im Norden unseres schönen Landes humpelte ein kleiner feuerroter Kiebitz Doppeldecker auf die Bahn, dreht elegant eine Runde ums Hauptfahrwerk und parkte perfekt in die Reihe. Nachdem der Motor stand stieg ein kleines altes, sehr altes Männchen aus und ---- seine rechte Hand schüttelte unentwegt, wie man das von Schlaganfall- und Parkinsonpatienten kennt. Ich habe ihn auf dem Gelände noch ein paar Mal gesehen. Er schüttelte. Flugtauglich?????

18. Mai 2016: Von Dr. Oliver Brock an Eustach Rundl Bewertung: +3.00 [3]

Alter Ärztespruch, etwas abgewandelt:

Im Internet und durch die Hose stellt man keine Diagnose.

Mit anderen Worten: Seriöse Antworten aufgrund dieser Schilderungen sind nicht zu erwarten.

Oliver

18. Mai 2016: Von Alexander Callidus an Eustach Rundl

Dinge, die man nicht kennt, unterschätzt man leicht (ich glaube auch immer, ich verstünde was von ...).

18. Mai 2016: Von Eustach Rundl an Dr. Oliver Brock

stimmt. war dumm von mir.. pardon.

18. Mai 2016: Von Dr.J. Schwarz-Boeck an Dr. Oliver Brock

Der Spruch ist richtig gut

18. Mai 2016: Von Eustach Rundl an Alexander Callidus

nichtsdestowenigertrotz gab der Zitterer schon ein bizarres Bild. Nicht zu vergessen die SEHR große Öffentlichkeit eines Flugtages..

18. Mai 2016: Von Alexander Callidus an Eustach Rundl

Kann ich mir gut vorstellen. Aber nimm mal als Einstieg die Wikipedia-Seite über Tremor - es ist schon ein weites Feld.

19. Mai 2016: Von Michael Höck an Alexander Callidus

"Wenn man das wirklich sauber machen will, muss man wohl den harten (und teuren) Weg z.B. über das flugmedizinische Zentrum der LH gehen."

Nach Lubitz ? Ob die irgendjemand noch mal Tauglich schreiben der nur die kleinste Aufälligkeit hat ?

19. Mai 2016: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Michael Höck Bewertung: +1.00 [1]

Was hat der Fall Lubitz damit zu tun? Es stimmt aber: manche Kollegen drücken sich seit dem 24.3.15 noch mehr um Sonderentscheide, als sie vorher schon drückten. Bei manchen habe ich das Gefühl: Geld von den Gesunden und Unauffäligen und Hände weg von "heißen Kartoffeln" Selbst ein Vorstandmitglied des Fliegerarztverbandes hat mir kurz nach der GW-Katastrophe geschrieben, er würde keine Sonderverfahren bei schwierigen Fällen machen. Das solle doch das AMC und LBA alles entscheiden. So gehts doch wohl auch nicht.

Also: natürlich schreiben die verantwortungsvollen Fliegerärzte auch Problemfälle weiter im Rahmen der Möglichkeiten tauglich. Die, die Eier in der Hose haben und auch Kolleginnen. Die Angsthasen leider nicht.

19. Mai 2016: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Eustach Rundl

Ich habe mal ein paar Stunden Rundflüge mit der R44 gemacht. Da hat meine Hand nachher auch eine Weile weiter gerüttelt :-)

20. Mai 2016: Von Eustach Rundl an Dr. Thomas Kretzschmar

jau! könnte sein , daß der Propeller beim Kiebitz nicht gescheit gewuchtet war... ;-) bereue die Frage schon.. aber es war ( aus meiner Nichtmedizinersicht) ein deutliches Schlagen, Schüttell der Hand aus dem Handgelenk mit angewinkeltem Ellbogen, wie man es bei Schlaganfallüberlebenden sieht.

20. Mai 2016: Von Alexander Callidus an Eustach Rundl

Deswegen der Hinweis auf Wikipedia Tremor.


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