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Reise | VFR Balkan, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Karpaten  
12. Februar 2006: Von jürgen kolb 
Ich beabsichtige einen Balkanflug mit obiger Route. Hat jemand ähnliche Flüge durchgeführt und welche Probleme traten auf? Wie steht es um die allgemeine Sicherheit und die Sicherheit des Flugzeugs, vor allem auf Landeplätzen? Wie ist die AVGAS-Versorgung und deren Bezahlung?
13. Februar 2006: Von Jan Brill an jürgen kolb
Lieber Herr Kolb,

aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen in Bulgarien den Flughafen Sofia empfehlen. Erträgliche Gebühren, zügiger Service. Siehe:

http://www.you-fly.com/airport/LBSF/Vrazhdebna

In Griechenland ist Iraklion brauchbar, auch wenn man sich gegen einen nervigen Handling-Agenten durchsetzten muss. Details:

http://www.you-fly.com/airport/LGIR/Iraklion
13. Februar 2006: Von Björn Rupp an jürgen kolb
Guten Abend Herr Kolb,

meine eigene Flugerfahrung in der angesprochenen Region ist zum einen zeitlich und zum anderen örtlich auf den nordwestlichsten Balkan und Griechenland begrenzt - an dieser Stelle daher nur folgende Informationen, die Ihnen im Rahmen Ihrer Planung vielleicht behilflich sein können:

1) Slowenien: Empfehlenswert. In Ljubljana (LJLJ) freundlicher Service auf einem sehr schön in die Landschaft eingebetteten Flugplatz. Was VFR angeht, so ist Slowenien in südöstlicher Richtung auch das letzte Land, für die es noch die Standard-Jeppesen-VFR/GPS-Karten gibt, ab Kroatien muss man sich für VFR-Flüge bereits mit den amerikanischen TPC/ONC-Militärkarten oder einem semioffiziellen Verschnitt aus lokalem Kartenwerk behelfen.

Auch sehr schön gelöst in Slowenien: Alle lokalen Flugwetterinformationen sind für den Kundigen kostenlos und ohne Voranmeldung von der web site des slowenischen Wetterdienestes abrufbar: https://www.arso.gov.si , dann durchklicken via "Podrocja" -> "Vreme in Podnebje" -> "Napovedi in Podatki" und schon lassen sich GAFOR, SWC, METARs und TAFs aktuell und in bester Qualität abrufen.

2) Kroatien: Ebenfalls gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man an den grossen touristischen Flugplätzen wie Split und Dubrovnik schon mal den üblichen Handling-Aberwitz hat (Stichwort 100-Personen-Bus, der zwei Personen zur 100 Meter entfernt stehenden Cessna 172 fährt), aber das ist anderswo ja zuweilen leider auch nicht anders. Eine nette Alternative zu Zagreb-Pleso (LDZA) ist der Grasplatz Zagreb-Lucko (LDZL), der wenn er nicht über eine doch recht ausgeprägte Buckelpiste verfügen würde als GA-Platz mit Vereinsatmosphäre uneingeschränkt zu empfehlen wäre. Sehr nette Leute vor Ort im lokalen Verein und Flugschule und ausgesprochen konkurrenzfähige Charterpreise. Entlang der Adriaküste und im Landesinneren über die Seenlandschaft des Nationalparks Plitvice eröffnet sich VFR die aussergewöhnliche landschaftliche Schönheit des Landes.

3) Griechenland: Angesichts der vielen Inseln eigentlich ja ein ideales Land für die Fliegerei, aber Privatpiloten haben nach meiner (allerdings zeitlich begrenzten und schon einige Jahre zurückliegenden) Erfahrung angefangen von der allgemeinen Infrastrukturplanung bis zur ATC mit speziell in Richtung Türkei angesichts fehlender Radarabdeckung sehr rigiden Vorgaben einen schweren Stand. Nach Schliessung von Athen-Hellenikon (LGAT) in 2002 im Vorfeld der Olympiade gibt es keinen für die normale GA zugänglichen Platz um Athen mehr. Am Militärflugplatz Dekelia-Tatoi (LGTT) gibt es einen gastfreundlichen Verein mit makellosen Cessnas und sehr hilfsbereiten Mitgliedern; als Ausländer gilt es allerdings erst eine Zugangsberechtigung beim Verteidigungsministerium zu beantragen. Viele der griechischen Inselflugplätze verfügen über imposante Betonbahnen, die für schweres Militärgerät geplant wurden und mehr als genug Platz für das gelegentliche Privatflugzeug bieten; AVGAS ist auf den Inseln allerdings ggf. nicht oder nur auf Vorbestellung lieferbar.

Und weil Sie danach fragten: Allgemein gesprochen war ich in den obigen Ländern weder um meine noch um die Sicherheit des Flugzeugs besorgt und kann Ihnen nur viel Freude bei der Planung und Durchführung Ihres Fluges wünschen.
15. Februar 2006: Von Helmut Vogl an jürgen kolb
Sehr geehrter Herr Kolb!

Für Rumänien ist es notwendig, daß Sie sich im Vorfeld eine Einfluggenehmigung besorgen. Sie schicken ein FAX folgenden Inhalts nach Bukarest und bekommen erstens Ihr FAX mit einem Genehmigungsvermerk retour und zweitens eine Codenummer. Diese müssen Sie unmittelbar VOR dem Einflug in den rumänischen Luftraum beim Erstkontakt dem rumänischen Controller (od. Bukarest Info bei VFR) bekanntgeben.

Ich kam von Wien, wollte nach Klausenburg (Cluj) und durfte in Debrencen (Ungarn) landen, da ich von dem Procedure nichts wußte. Stundenlangen Faxe und Telefonate waren die Folge.

Sie bekommen fast alle Freigaben, die Sie wollen, Sie müssen es nur in Ihrem Antrag requesten. Z.B. Ich wollte am Freitag nach Klausenburg und am Sonntag zurück nach Wien. Soweit so gut, Rundflüge mit Freunden am Samstag ging nicht, da meine Genehmigung nur Fr und So gültig war, nicht aber am Samstag.

Wenn Sie in dem ungarisch-rumänischen Grenzgebiet AVGAS wollen, so gibt es das zu erträglichen Konditionen (vor allem Landegebühren!) in Debrecen in Ungarn.

Lassen Sie sich von allen Flugplätzen am Balkan, wo Sie landen wollen im Vorfeld verbindliche Angebote legen; nicht nur wegen des Sprits sondern vor allem wg. der Landegebühren und Handling. Bsp Klausenburg (1 Piste + wenig Infrastruktur): ich habe über 400EUR bezahlt, trotz Info im Vorfeld, nur mußte auf einmal der Bus benutz werden u.v.m (EUR 40 je Richtung, etc)

Nach dem Faxen des Antrags solle man einige Zeit später anrufen und fragen, ob alles paßt. Achtung, es könnten sich auch viele Telfonate und Faxe ergeben... Der Beamte in Bukarest sagt einem nämlich nicht, was alles fehlt, sondern immer nur den ersten Punkt, der ihm auffällt. Immer freundlich und verständnisvoll bleiben, dann geht es schon ... -:)

PS: beim Routing sollten Sie jedes Kuhdorf in der Karte angeben, über das Sie fliegen, sonst kann es Ärger bei der Antragserledigung geben. In der Luft fragt Sie kein Mensch dannach und wenn, reichen GPS od. DME Distanzen als Angabe allemal.
--------------------------------------------------------

FAX Rumänische Lutffahrtbehõrde für Einreise

FAX 0040 21 208 15 83
Tel 0040 21 208 15 00


To: RUMAINIAN CIVIL AVIATION AUTHORITY

BUCHAREST

Dear Ladies and Gentlemen,

I request entry and land permission for the following aircraft: OE-KSB
Type: SR20 to LRCL today

ETD from LHDC: 13:00 UTC would be great!
ROUTING: LHDC – NARKA – Alesd – Huedin – Aghiresu – LRCL ETA 14:15

EET NARKA (Grenzüberflugspunkt)08 Minutes
Altitude 4000 ft (VFR)
Please find attached the following documents:

1 copy insurance
1 copy inspection
1 copy certificate of radio (Copy der Equipment List aus dem Handbuch! Sie brauchen 2 Radios, sonst lassen die Rumänen Sie nicht hinein)
1 copy of Limited Certificated of Airworthiness

Aircraft Owner: xxx
Adress: yyy

After arriving in Cluj we well stay for 2 days until Sunday and fly back to LHDC
Routing LRCL – Aghiresu – Huedin – Alesd – NARKA - LHDC

Waiting for your kind reply at the following telefax number: zzz
---------------------------
Damit hat es geklappt. Die Info bekam ich von den sehr hilfsbereiten Herrn am Tower von Debrecen.

Guten Flug, Ihr
Helmut Vogl
16. Februar 2006: Von Helmut Scharpf an jürgen kolb
Hallo Herr Kolb,
ich war im Oktober 05 in Belgrad.
Alle waren freundlich, problemlos.
Unbedingt den Reisepass mitnehmen, den hatte ich nicht, das kostete mich 50,-€ extra, Avgas 1,04 €, Ldg/parken C172 1 Tag 67,-€
Als Taxi mit fairen Preisen hat sich Sestan bewährt.
Tel.: 00381 63 623 533.Er spricht etwas englisch
Sehenswert, das Flugzeugmuseum nahe dem Flugplatz
Griechenland mit seinen Inseln ist landschaftlich toll, die Öffnungszeiten der Plätze dem Olympik-Flugplan angepaßt.
Landegebühren sind teuer, Avgas nicht überall, ist sehr teuer,
Möglichst in Dubrovnik volltanken, in Kroatien hat Avgas 2005 ca 1,- € gekostet.
MfG
H.Scharpf
17. Februar 2006: Von Philipp Tiemann an Helmut Scharpf
Hallo Herr Scharpf,

schön, dass sich auch "der Fliegerhelmut" mit an das Forum anschliesst. Solche wirklich erfahrenen und verdienten Flieger bräuchte es hier mehr (und ein paar Profilneurotiker weniger...).

Auch ich möchte mich dieses Jahr wenn's terminlich passt mal nach Griechenland "wagen". Weitere Infos dazu wären sehr willkommen. Die wirklich wichtigen Maßgaben (1. Öffnungszeiten vorher checken, 2. Treibstoffverfügbarkeit vorher checken und 3. Gebühren vorher checken) sind ja schon mal bekannt. Darüberhinaus würde es mich aber interessieren, wo es für 1-2 Tage wirklich lohnenswert und schön ist. Leider überschatten die Negativmeldungen ja immer die Positivmeldungen...

Beste Grüße

Philipp Tiemann

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