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31. Juli 2008 Jan Brill

Events: Oshkosh Tag 2


Oshkosh AirVenture, 2. Tag: Die wichtigsten Messe-News bislang

Das AirVenture in Oshkosh ist traditionell Bühne für zahlreiche Produktankündigungen und Neuheiten in der GA. Zwar schafft lange nicht jede dieser Neuheiten den weiten Weg zum Kunden, einige der beim AirVenture 2008 vorgestellten Produkte erschienen und jedoch trotzdem kurz- und mittelfristig interessant. Im folgenden Artikel haben wir einen kurzen Überblick über die unserer Ansicht nach wirklich praxisrelevanten News der diesjährigen Oshkosh-Show zusammengestellt:

Garmin bringt G600 in den Markt

Garmin bringt das vor 18 Monaten angekündigte G600 als Nachrüst-Version des G1000 nun wirklich zu den Kunden. Mit STC-Zulassungen für knapp 800 Flugzeuge sind die meisten gängigen Muster abgedeckt. Zum Preis von 30.000 Dollar erhält man das G600 Display, welches die Stelle des alten Six-Packs einnimmt, sowie den dazugehörigen Air-Data-Computer und das AHRS. Um das Display zu betreiben benötigt man zusätzlich noch ein Garmin 4xx oder 5xx im Panel.
Die STCs wurden direkt von Garmin entwickelt und sollen durch jeden Garmin Avionik-Partner zu installieren sein. EASA-Validierungen liegen noch nicht vor. Die in Oshkosh ausgestellte Mooney wurde mit dem Einbau des Glascockpits ca. 8 kg schwerer.



Turbinenpower von 350 bis 450 PS: Rolls Royce stellt die RR500 Propellerturbine vor. Die Gene des bewährten Allison-250er-Dampfkessels sind unverkennbar.
Rolls Royce stellt kleine GA-Turbine vor

Rolls Royce, Hersteller von Hubschrauberturbinen und der auch im Flächensegment eingesetzten 450 SHP Propellerturbine 250-B17F (Extra 500, Silver Eagle, Propjet Bonanza), stellte am Dienstag in Oshkosh das RR500 Turboprop-Triebwerk vor. Diese auf der kleinen und neu entwickelten RR300 Hubschrauberturbine basierende Propellerturbine soll im Bereich von 350 bis 450 Wellen-PS Anwendung finden.
Das Triebwerk wiegt nur etwa die Hälfte eines vergleichbaren Kolbentriebwerks und soll in zwei Jahren zugelassen sein. Rolls Royce möchte mit diesem Antrieb vor allem die OEM-Partner gewinnen.
Die Gene der Allison 250-B17 sind der RR300 deutlich anzusehen, so ist die Turbine ähnlich ausgelegt, insgesamt aber vereinfacht und elektronisch gesteuert. "Wir haben die 250er als Grundlage genommen und vor allem viele Design-Merkmale verändert, die uns gestört hatten. So liegt bei der 500er das erste große Inspektionsintervall beispielsweise erst nach 2.000 Stunden" erklärte ein Rolls Royce Repräsentant im Gespräch mit Pilot und Flugzeug.

Wunder in puncto spezifischem Verbrauch sind auch von der RR500 nicht zu erwarten, hier ist die Physik der Klein-Turbinen einfach unausweichlich. Die RR500 dürfte also eher als eine modernere und hoffentlich etwas günstigere Variante der alten Allison 250 anzusehen sein.


Honeywell is back

Honeywell (Bendix King) stellte in Oshkosh gleich eine Vielzahl neuer und auch portabler Cockpit- und EFB-Produkte vor. Insbesondere die "AV8OR" Class 1 und 2 EFBs mit Notfall-AHRS in 3D scheinen durchdacht und mit Preisen von 4.000 bis ca. 6.000 Dollar verhältnismäßig preiswert. Die günstigste vorgestellte Variante des AV8OR (ohne AHRS) bietet eine Moving Map nach Vorbild des KMD 250 und kostet knapp 800 Dollar. Hier werden wir in der nächsten Ausgabe von Pilot und Flugzeug im Detail berichten. Insgesamt ist ein deutliches Bemühen zu erkennen, den GA-Markt nicht kampflos an Garmin abzutreten.

Neues von Honeywell: Neben Nachrüst-Glascockpit hatte im in Oshkosh auch verschiedene EFB-Gerätevarianten (AV8OR) dabei. Insbesondere das integrierte Notfall-AHRS in 3D erscheint interessant.
Mit dem KFD 840 Primary Flight Display und dem KSN 770 GPS/NAV/COMM hat man zudem eine Glascockpit-Nachrüst-Option für existierende GA-Maschinen im Programm. Auch hier strebt man zunächst jedoch FAA-Zulassungen an, auch konnte Honeywell uns auf Anfrage nicht bestätigen, ob es eine für Europa zwingend erforderliche 8,33 khz Version des KSN 770 geben wird.


Avidyne Nachrüst-Glas

Auch Avidyne hat nun als vierter Anbieter in den Markt der Glascockpit-Retrofits entdeckt. Mit dem PFD4000 will man ab 2009 nach Aspen, Garmin und Honeywell eine weitere Option anbieten. Das 8-Inch EFIS soll zu "attraktiven Preisen" angeboten werden und ebenfalls das herkömmliche Six-Pack ersetzen.


Lycoming mit einigen Neuerungen

Lycoming stellte im Kolbentriebwerks-Bereich einige Neuerungen vor, so will das Unternehmen ein O-390 Triebwerk einführen (4 Zylinder, 210-220 PS), FADEC-Steuerung für den 540er implementieren und mit dem IO-233 im LSA-Markt erfolgreich sein. Zugelassen oder verfügbar ist jedoch bislang keines dieser angekündigten Produkte.


PiperJet fliegt

Die letzte Schlagzeile kam indes nicht aus Wisconsin, sondern aus Vero Beach, Florida: Der PiperJet flog am Mittwoch zum ersten Mal! Eine Stunde war der Prototyp des auf der PA46 basierenden Single-Jets in der Luft, es wurden grundlegende Tests, insbesondere zur Pitch-Stabilität des Flugzeuges durchgeführt.


Lesen Sie unseren ausführlichen Bericht zu den kleinen und großen Neuerungen auf dem AirVenture in der Septemberausgabe von Pilot und Flugzeug.


  
 




2. August 2008: Von  an Jan Brill
und trotzdem haben die amis nicht das fliegen erfunden.....

gruese auch aus KOSH...

ingo fuhrmeister

2 Beiträge Seite 1 von 1

 

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