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Ich weiß nicht, was Sie haben. Da hat der Seehofer doch den Stoiber extra nach Brüssel entsorgt, damit Letzterer dort mit dem Vorschriften- und Regelungsdschungel aufräumt. Da hat man vor Kurzem den Edi letzthin überall im dt. Fernsehen herumgereicht, und er hat erzählt, wie erfolgreich er bislang mit seiner Arbeit gewesen sei. Man merkt den Effekt allenthalben [irony off], die Gurken sind inzwischen nach dem Vorbild der Wadln bayerischer Dirndlträgerinnen schon wieder um einiges krümmer geworden. Ist es denn die Möglichkeit, dass er bei seinen Bemühungen die EASA auf seiner Agenda einfach sowas von total übergangen haben kann?
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Ich bin nicht der Meinung, dass wir die Regelungswut nur den Politikern zuschreiben dürfen. Die haben kein inhärentes Regelungsinteresse in der GA. Wenn ich mich an den irren Motorseglerpiloten erinnere - "das Volk" erwartete doch förmlich eine Reaktion der Politik auf solche Vorkommnisse, sonst entzieht es ihr das Vertrauen und bestraft es bei Wahlen. Die Vermittlung gegenüber den Bürgern dieses Landes scheint mir im Vergleich zum Lobbying also mindestens ebenso wichtig. Und das hat nun wirklich jeder in der Hand.
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Klar ist das Volk auch beteiligt, allerdings je länger je weniger. Es ist unter Politikern einfach Mode geworden, jedes Vorkomnis mit einem neuen Gesetz oder zumindest einer Verschärfung bestehender Gesetze zu quittieren. Kein Schwein reagiert mehr auf den oftmals berechtigten Einwurf, dass kein Regelungs- bzw. Gesetzesdefizit besteht, sondern allenfalls ein Vollzugsdefizit. Es wollen eben alle Politiker sich als Initianten eines oder mehrer Gesetze feiern lassen, macht sich gut auf der Homepage, anstatt wie Stoiber's Edi ihre politischen Meriten im Abschaffen von längst unnütz gewordenen Gesetzen und Vorschriften zu suchen.
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hier wird immer wieder ein Motorsegler für die ZÜP verantwortlich gemacht.
ich erinnere hiermit noch einmal an das inhärente regelungsinteresse des genossen schröder, der damals lauthals, wortwörtlich, und persönlich sich gelobt hat, er werde "eine milliarde für die sicherheit" in der fliegerei springen lassen.
und dies kam u a dabei heraus (mit u a meine ich, dass ich relativ gleich im anschluss in augsburg jeweils von 3 netten damen gleichzeitig abgetastet wurde, egal ob beim erstbetreten, oder 5 min nachher, weil ich den schlüssel im auto vergessen hatte - bomben durften nur noch aus dem 5 flugminuten entfernten donauwörth eingeschmuggelt werden):
https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafensicherheit
Nach den Ereignissen vom 11. September 2001 wurde die Verordnung (EG) 2320/2002 eingeführt. ... In Deutschland sind die Maßnahmen zur Luftsicherheit durch Bundesgesetz geregelt. Seit dem 15. Januar 2005 gilt ein spezielles Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG). ... § 7 LuftSiG regelt das Verfahren der Zuverlässigkeitsüberprüfung, dem sich jede Person unterziehen muss, die aktiv am Luftverkehr teilnehmen will und zusätzlich alle, die sich in sicherheitsrelevanten Flughafenarealen bewegen wollen. Die Zuverlässigkeitsüberprüfung ist auf Kosten der beantragenden Person jährlich zu wiederholen. ...
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Oh, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt oder Sie haben mich falsch verstanden: Nicht den Motorsegler habe ich verantwortlich gemacht, sondern den Wähler, der sich in der breiten Masse - gerade in Deutschland - Regelungen aller Art wünscht. Es ist absolut absurd anzunehmen, Sie Deutsche seien ein freiheitsliebendes Volk, das von einer politischen Klasse gegängelt und unterdrückt wird. In meiner Beobachtung und im direkten Vergleich ist das Gegenteil der Fall. Mag sein, das es jeden Einzelnen stört, wo er mit beschneidenden Regelungen konfrontiert ist, aber im grossen und ganzen lieben die Deutschen eine môglichst weitgehende Verregelung ihrer Lebensumwelt und fordern dies regelmässig ein. Dort wo es keine Reggelung gab und Zwischenfälle geschehen, die andernorts als leidige Ausnahme, Unfall oder absurdes Einzelereignis gewürdigt werden, werden in Deutschland sofort die Köpfe politisch Verantwortlicher gefordert, wenn durch solche Vorkommnisse Regelungslücken aufgedeckt werden. Schöne Grüsse von OB Sauerland.
Und zum Schimpf auf die EU: Was glauben Sie, wer in Brüssel der Haupttreiber derartiger Regulierungen ist. Sicher nicht die Briten, Finnen, Niederländer, Belgier oder Griechen.
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>>Nach den Ereignissen vom 11. September 2001 wurde die Verordnung (EG) 2320/2002 eingeführt. Seit dem 15. Januar 2005 gilt ein spezielles Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG)."<<
Oh, da waren ja 4 Jahre (!) "Unsicherheit" dazwischen... Sowas!
>>Und zum Schimpf auf die EU: Was glauben Sie, wer in Brüssel der Haupttreiber derartiger Regulierungen ist. Sicher nicht die Briten, Finnen, Niederländer, Belgier oder Griechen. <<
Stimmt ! "Das Haus Europa" ging auch nicht von denen aus. Hatte eigentlich damals wirklich zuversichtlich auf ein einfacheres,besseres Europa gehofft... Es war eigentlich ja schon eine gute Chance. Wurde aber mit der Zeit immer enttäuschter. Auf Anhieb fällt mir in der Fliegerei im positiven Sinne auf Anhieb eigentlich nur der Wegfall der Zollflugplatzpflicht ein (das hatte auch lange gedauert),im negativen Sinne aber leider viel mehr Beispiele...
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Der Irrglaube, die ZÜP beziehe sich auf Piloten in Kleinflugzeugen, besteht anscheinend nach wie vor.
Die ZÜP ist geschaffen worden, um die Personen überprüfen zu können, die ZUGANG zum Vorfeld eines Verkehrsflughafens haben. Ebenso wie Reinigungs- und Wachpersonal. Es soll damit der Zugang zu Passagierflugzeugen erschwert / kontrolliert werden. Der Handlingzwang spricht dieselbe Sprache. Die Politik misst Kleinflugzeugen weit weniger Bedeutung zu als viele hier glauben.
Nochmal zum mitmeißeln: Die Kleinfliegerei (VFR, einmotorig, unter 2 to) ist in deren Augen gänzlich irrelevant. Sowohl als Wirtschaftsfaktor als auch als Bedrohungpotential. Alle Regelungen, die geschaffen Werden sind lediglich Reaktionen, damit mal was getan wurde. Handlungsbedarf wird da nicht gesehen. Deshalb wird auch eine besondere Regelung für diese Klasse auch nicht ernsthaft verfolgt, weil es in diesem Land nun wirklich wichtigeres gibt (Rentenreform, Haushaltssanierung, etc.). Die paar Hansel, die unbedingt fliegen müssen, die können sich gerne an die Regeln für die großen halten.
Nicht meine Meinung, aber mein Eindruck bei Gesprächen mit Politikern, Referenten und anderen Gesprächspartnern.
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Das klingt für mich ausgesprochen plausibel.
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es wäre sinnvoller gewesen, wenn nur die Piloten, die tatsächlich einen Grossflughafen anfliegen wollte, den ZÜP machen musste und bei sich trägt... damit wären nur die Piloten betroffen, die auf dem Vorfeld von Nürnberg, Stuttgart, etc. ankommen. Wer nur kleinere Flugplätze anfliegt wäre damit gar nicht betroffen!
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Wollen wir uns darauf einigen, dass die ZÜP dann vielleicht ein bisschen weniger sinnlos wäre? ;)
Ich habe mal mit einer Dame vom Regierungspräsidium in Düsseldorf gesprochen, die mir ganz ernsthaft sagte, die ZÜP sei in gewisser Weise schon sinnvoll, weil in den letzten Jahren dadurch alleine in ihrem Bezirk 2 Leute wegen eklatanter Sicherheitsbedenken diese nicht bestanden hätten und heute somit keine Piloten wären...
Das ist an Skurrilität kaum zu überbieten.
Entweder sitzen die Beiden jetzt in Guantanamo, oder gefesselt in ihren Wohnungen, damit sie nun nicht etwa ihrer potentiellen fliegerischen Möglichkeiten beraubt die nahe liegende Idee durchführen, sowas wie einen Tanklaster zu kidnappen, um mit diesem einen echten Schaden anzurichten. Natürlich nur, sofern sie das Fliegen nicht einfach woanders erlernt haben.
###-MYBR-###
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Irrtum!
Die ZÜP für Beschäftigte am Flughafen etc. gab es schon vor dem LuftSiG. Auf Privatpiloten wurde sie jedoch erst mit diesem Gesetz ausgedehnt. Die haben uns schon genau im Visier...
Mir sagte übrigens mal ein Mitglied des Bundestags-Innenausschusses, er sehe die Sinnlosigkeit durchaus, aber "jetzt, wo wir sie haben, werden wir sie wohl nicht mehr abschaffen können".
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Verzeihung, kein Irrtum. Die Piloten sind mit einbezogen worden, um eine Lücke zu schließen.
Lösung: ausflaggen.
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