Lieber Herr Brill, gerade erst vor wenigen Tagen habe ich in einem Thread in XING ausführlich Mitpiloten die von dem Auftritt der DFS in "Tannkosh" berichtet haben, begeistert aufgefordert, mit der DFS / Info zu kommunizieren und auch ohne zu zögern mitzuteilen, wenn man in Schwierigkeiten ist. Bisher hatte ich nie den Eindruck, dass es ein Fehler ist, offen zu kommunzieren, wenn man Hilfe benötigt. Was sich hier allerdings abspielt, schadet der DFS insgesamt, schadet dem Ansehen dieses Dienstleisters und dem Verhältnis zu den Piloten. Die Quintessenz aus dem Vorgehen der Verantwortlichen ist doch schlicht, dass der Pilot den Mund hält und vielleicht mit 7000 ohne Kontakt dem GPS, der Terrain Warning und dem AP traut. Wer weiss, was sich hier hinter den Kulissen abgespielt hat, wer weiss, welche Triebfeder hinter solch einem kontraproduktiven Verhalten steht. Das LBA täte gut daran, das Verfahren schnell einzustellen um das Vertrauen der Kunden in den Dienstleister wieder herzustellen (wenn das überhaupt geht, nach so einem Verhalten). Als international tätiger Sicherheitsberater predige ich den Vorständen und Kunden gebetsmühlenartig, dass nur eine Kultur der Fehlertoleranz dazu führt, dass Fehler rechtzeitig und meist folgenlos erkannt und geeignet abgestellt werden können. Wer das nicht kann und Führung by punishment als ultima ratio annimmt, der hat auf Führungssesseln nichts verloren und sollte sich überlegen, ob der Job der Überwachung des ruhenden Verkehr nicht eher seiner Mentalität entspricht. Jeder mag seine eigenen Schlüsse aus dem Vorgang ziehen, ob sie der Sicherheit dienen, wage ich zu bezweifeln. Ich fürchte der Vorgang wird Schweigen auslösen und damit die schlimmsten Vorurteile bestätigen, die manche Piloten gegen die DFS und das LBA haben. Damit tut man den dutzenden guten, freundlichen und serviceorientierten Mitarbeitern der DFS und den praxisorientierten Mitarbeitern des LBA, denen so etwas nicht einfallen würde, unrecht und das ist schade. In diesem Sinne Klaus Leiner
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