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17. Januar 2005: Von Alexander Bubenik an Jan Brill
Lieber Jan Brill!

Der Artikel zum Auftreten des DAeC-Präsidenten in Braunschweig beschreibt in letzter Konsequenz das traurige Ergebnis einer seit langem bestehenden Strukturkrise der Lufsportverbände im DAeC. Diese heben heute nach wie vor auf "Ehrenamtlichkeit" in Schlüsselpositionen ab und geben sich darüber hinaus eine regionale Aufteilung, die im Ergebnis leider sehr kontraproduktiv - ja "fast" schädlich - ist.

Das Ehrenamt so schön und sinnvoll es an vielen Stellen auch sein mag, hat in der Verbandsvertretung heute nichts mehr verloren. Verbände müssen, um wirkungsvoll agieren können, von Personen vertreten werden, die sowohl über ein Höchstmaß an Fach-, Methoden- und sozialer Kompetenz verfügen. Ohne dies hier in allen Details ausleuchten zu wollen, darf ich repräsentativ die US AOPA als beispielhaft anführen - mit Phil Boyer (einem begeisterten Flieger und ehemaligem Spitzenmanager aus dem Mediengeschäft) an der Spitze. Personen dieser Qualifikation, die letztendlich die Qualität eines Verbandes ausmachen, bekommt man aber weder ehrenamtlich noch zu den Bedingungen des BAT. Hier muss sich jeder Flieger mal ernsthaft die Frage stellen, wie viel er bereit ist, an Verbandsbeiträgen zu zahlen, dass ein entsprechendes Budget vorhanden ist, um einen Verband organisieren zu können. Aus meinen Erfahrungen als ehemaliger Präsident eines Aero Clubs, bin ich bin an dieser Stelle nur sehr gedämpft optimistisch.

Die regionale "Kleinstaaterei" der verschiedenen Landesluftsportverbände ist ebenfalls ausgesprochen ineffektiv. Sie wird in keinster Weise der "Europäisierung" unser staatlichen Strukturen gerecht und sorgt darüber hinaus für interne Reibungsverluste. Dies führt dazu, dass Kapazitäten im "Verbandskleinkrieg" verplempert werden, anstatt mit diesen im Außenverhältnis Aktivitäten zu entfalten. Hier ist unbedingt Reformbedarf. Die Überregionalität ist das Gebot der Stunde. Wie erfolgreich so etwas sein kann, kann sich jeder beim ADAC anschauen. Hier wird Lobbyarbeit gemacht, die mehr als respektabel ist.

Der Einschätzung von PuF, dass es dringend erforderlich ist, die Luftsportverbände und die AOPA unter ein Dach zusammenzuführen d.h. GA als Transportmittel (privat und gewerblich) und GA als Luftsport (Breitensport in den Vereinen und Spitzensport im Individuellen), ist aus meiner Sicht unbedingt zuzustimmen - ich befürchte, es wird sogar zur Überlebensfrage werden. Die Notwendigkeit dies als Plattform auf europäischer Ebene zu organisieren, ergibt sich dann quasi von selbst. Anregungen und Rat, wie dies gelingen kann, können wir uns bestimmt bei Leuten holen, die mit so etwas Erfahrung haben. Ich denke hier wieder an Phil Boyer, der ja auch Präsident der IAOPA ist.

Wie dieser Prozess ausgelöst werden kann, weiß ich allerdings im Augenblick nicht so recht. Ich fürchte, dass bei vielen Fliegern das Problembewusstsein fehlt und somit die Revolution von unten ausbleibt. Vielleicht haben andere Forumsteilnehmer eine Idee, wie dies gelingen kann?

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