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Das neue Heft erscheint am 1. Dezember
Streichung von IFR-Verfahren: Bürokratie in Höchstform
Lizenz-Rückkehr nach UK - die letzte Chance!
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Simulatortraining in der Grundausbildung
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Von der Notlandeübung zur Notlage
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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12. Januar 2005: Von Siegfried Götz an Wolff Ehrhardt
o.k., lieber Herr Werhard,
ich hab's kapiert, aber ich bin nun mal in erster Linie Segel- MOSE-und UL-Flieger incl. der entspr. FI- Lizenzen.
Das gehört im Oberbegriff sicherlich zur AL/GA, im Unterbegriff meine ich aber, dass es sich dabei um "sportliche" Fliegerei handelt.
Und was ist bei diesem Begriff nun disskriminierend?
Von diesen (Sport)-Fliegern sind nun mal etwas über 100.000, in Worten: Einhundert-Tausend über die 16 Landesverbände, der Föderalismus lässt grüssen, im DAeC organisiert.
Mit ihren Mitgliedsbeiträgen in Höhe von ca. 5 Millionen €/anno, könnten sie sich einen wirklich schlagkräftigen Dachverband leisten, an dessen Spitze eine sachkundige, repräsentative Person steht, die für die Belange unserer "Fliegerei" in der Öffentlichkeit und vor allem bei Behörden und Politik eintritt.
Dann käme es erst garnicht zu so beschämenden Auftritten, wie von Jan Brill beschrieben.
Die Satzungen der Länder-Luftfahrt-Verbände in Verbindung mit der von ihnen gemachten Satzung des sogenannten Dachverbandes "DAeC", lässt aber, wie in "DAeC-Struktur 2000" beschrieben, das nicht zu.
Und niemand, auch nicht die 4-te Macht im Staate nimmt sich dieses Problems an.
Damit wird dieser Teil der Luftfahrt, ob Sie ihn nun GA, AL, oder Sportfliegerei nennen, von Behörden und Politik nicht ernst genommen. JAR-FCL3-Deutsch und noch einige andere "Regularien" der jüngsten Zeit sind typische Beispiele dafür!

Gruss: Siegfried Götz
13. Januar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Siegfried Götz
Hallo Siggi,

ich wollte keinem auf den Schlips treten, weder Segelflieger noch sonst Jemandem. Wenn ich was in den letzten Jahren gelernt habe, ist es, dass man sein Tun so neutral wie möglich darstellen sollte. Es kommt einfach besser an. Dazu gehört auch die Fliegerei. Es gibt da einen sehr blöden Witz, der leider viel Wahrheit beinhaltet. Du bist auf einer Fete mit ca 20 Leuten. Woran merkst du, ob ein Pilot dabei ist? Ganz einfach, er sagt es dir! So lustig wie das klingt, ist es aber nicht immer. Da heißt es immer gleich:"Man, das ist doch so teuer; oder da muss man doch eine bestimmte Stundenzahl fliegen, kommst du überhaupt auf diese usw."

Alles irgendwo richtig aber nicht ganz. Der nichtfliegende Bürger hat von dem Fliegendem ein völlig verzehrtes Bild und wird automatisch auf ein Podest gestellt oder als Jemand, der in einer anderen Liga spielt, was dann in der Allgemeinheit dann auch den Beigeschmack von Millionärsspielzeug bekommt. Ich habe viele Freunde, die auch fliegen und sich die Flugstunde fast vom Munde absparen, nur um in die Luft zu kommen. Und das sieht der nichtfliegende Bürger leider meistens nicht. Die, die Geld haben, fluchen zwar auch hier und da über die Missstände in der Fliegerei, aber haben eigentlich andere Sorgen (Betriebsrat schießt quer, Kunde springt ab oder). Und mal ehrlich, von wieviel Flügen geht den ernsthaft ein sportlicher Ehrgeiz hervor ? 5 % 10 % ?
14. Januar 2005: Von Häupler Karl an Siegfried Götz
Hallo Herr Götz

Bei dem Begriff "Sportflieger" habe ich immer Bauchgrimmen.
Sportarten kann man mögen oder nicht, man kann sie bekämpfen und verbieten. Denken Sie an Tennis in Wohngebieten, an Fußballplätze in Städten, an Reitwege in Wäldern, an Skipisten oder Motorradfahren auf verschiedenen Strecken, ganz zu schweigen von Motorbooten auf Seen.
Sportfliegen bedeutet Kaffeeflüge und unnütze Lärmbelästigung; zu reiche Menschen geben viel Geld aus, nur um andere Menschen mit ihrem "Sport" zu tyrannisieren.
Beim Auto sieht es jeder als sein gutes Recht an, mit der Oma am Sonntag ins Grüne zu fahren, mit der Freundin die Disco zu besuchen oder ganz einfach bei schönem Wetter ohne Ziel durch die Gegend zu fahren.
Der Besitzer eines Zweisitzers nennt sich aber auch nicht Sportfahrer, denn Automobilsport wird auf abgesperrten Strecken betrieben.
Wir in der Fliegerei müssen also klar machen, dass Flugzeuge Beförderungsmittel sind, wie viele andere auch und deshalb auch mit der gleichen Selbstverständlichkeit genutzt werden dürfen!

Grüße
Häupler###-MYBR-###
14. Januar 2005: Von Siegfried Götz an Häupler Karl
Lieber Herr Häupler,

leider ist die Diskussion mit einer Begriffs-Definition auf einen sog. "Neben-Kriegs-Schauplatz" abgerutscht.
Es ging mir bei meinem Beitrag um die Lobby, die uns: Kleine, Leise, Langsame, manchmal auch Schnelle, ect. gegenüber Behörden und Politik zu vertreten hätte, und die die Mitglieder, ca. 100.000, die über die 16 Landes-Luftfahrtverbände im "DAeC" organisiert sind, durch ihre Beiträge finanzieren.
Leider arbeitet dieses "System" völlig ineffizient. Das kann man in der schonungslosen Selbstanalyse: DAeC-Struktur 2000, auf der hp des DAeC nachlesen. Darin werden längst fällige Reformen zur Effizienz-Verbesserungen eingefordert.
Leider sind die Verantwortlichen, und das sind die Präsidien der 16 Landes-Luftfahrt-Verbände nicht bereit, diese Aufforderung aufzugreifen. Gründe, wesshalb sie es nicht tun kann man nur vermuten- sie werden von ihnen nicht öffentlich genannt.
Vieleicht gelingt es einem weitgehend unabhängigen Luftfahrt-Journalisten/in, mal "Licht in das Dunkel" zu bringen.
Ob die von mir o.g. Klientel nun GA, AL, oder eine Untergruppe davon nun "Sportfliegerei" genannt wird, ist m.E. dabei von geringfügiger Bedeutung!

Gruss: Siegfried Götz
14. Januar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Siegfried Götz
Gut, das andere auch meiner Meinung sind, das der Begriff Sportfliegerei nicht zeitgemäß ist..............................
15. Januar 2005: Von Häupler Karl an Siegfried Götz
Hallo Herr Götz

ich glaube nicht, dass es eine Nebensähchlichkeit ist, wie man sich bei der PR-Arbeit verkauft.
Nach dem Krieg waren es alte Weltkriegs-II-Piloten die uns vertraten und deren Hauptlebenszweck darin bestand über längst vergessene Schlachten am Stammtisch zu schwadronieren und deren größtes Glück darin bestend, wenn ihnen ein Ministerpräsident die Hand schüttelte - ein Orden war die Krönung ihres Lebenswerks.
Dieses Image hängt uns heute noch an und unsere Vertreter haben es sich redlich verdient! Die Gründergeneration hat (natürlich) Nachfolger gefördert, deren Egomanie über die Bedürnisse der Mitglieder triumphiert.
Wären unsere Verbände Wirtschaftsunternehmen, die Eigner würden die Firmen auflösen und eine Neugründung versuchen - leider geht das bei unseren Verbänden wohl nicht. Einige haben es versucht die Verbände zu reformieren und sind gescheitert an den Ortshonoratioren, den Kreisherren, den Landesherren und vor allem an den Verbandssekretären, den einzigen die überhaupt eine Ahnung haben von was sie reden: nämlich von dem Geld, das sie von den Mitgliedern zum Ausgeben erhalten.
Schuld an dem ganzen Desaster aber sind wir Mitglieder: wir haben die Repräsentanten die wir verdienen. Solange man uns in Ruhe lässt und es die Fliegerklause gibt, ist die Welt in Ordnung.
Vielleicht haben Außenstehende die Chance das ganze System aufzubrechen - Ich glaube zwar nicht daran, aber packen wir es an.

Grüße
Häupler
16. Januar 2005: Von Wolfgang Schlegel an Häupler Karl
Diesen Ausführungen muß man leider vollumfänglich zustimmen. nachdem nun das Kind im Brunnen liegt, wird getöst und mit salbungsvoller Drohgebärde Ordnung angemahnt. Polemik bringt nichts heißt es, ja was denn? Ein Präsident mit gepflegt devoter Krümmungshaltung, in den Verbandspostillen ein Rudel Subalterner mit teils wohl gestaltetem Interessenbackground, die den "Randalierern" die rote Kelle zeigen. Der offizielle Aktionismus mit der Taskforce Medical wäre doch absolut überflüssig, hätte man nicht vorher alles verschlafen. Welche vernünftigen Argumente lassen sich für derartige Pennerei denn anführen? Selbst die Ärzteverbände hätten angeblich nicht gewusst was auf sie und uns zu kommt! Welch ein Unsinn. Die Aufmüpfer werden als Gestrige tituliert, die unfähig sind den Trend zur Europäisierung nach zu vollziehen! Aha! Wir müssen uns eben erst mal daran gewöhnen, dass wir zwar mit 14 das Segelfliegen anfangen dürfen, aber erst mit 15,5 ein Medical Klasse 2 erhalten können. Man fragt sich unwillkürlich, wieviel Unsinn man noch schlucken muss, bevor die breite Fliegermasse mobil wird und sich gegen diese Art Interessenvertretung wirkungsvoll zur Wehr setzt. Abwählen oder austreten und neu organisieren, was sonst?

Hals und Beinbruch!
Henning
22. Januar 2005: Von Stefan Joost an Wolff Ehrhardt
Wir könnten uns ja auch Hobbypiloten nennen!;-)

Gruß Stefan
27. Januar 2005: Von Wolff Ehrhardt an Stefan Joost
Klingt auch nicht viel besser. Warum sagen wir nicht einfach, das wir alle fliegen. Das ist allgemein und unverfänglich, der, der es genauer wissen möchte, fragt dann schon. Das ist bestimmt besser als : Sportflieger, Hobbypilot oder Kaffeeflieger. Wobei viele sich auch mehr auf das Tresenfliegen beschränken. Aber das gibt es überall, vor allem in vielen Vereinen, deren zweite Aufgabe nach dem eigentlichen Vereinszweck leider all zu oft das Schikanieren und Wichtigtun ist, ganz abgesehen von den Feiern, die leider öfters mit allzu hohem Alkoholgenuß enden. Wirft kein gutes Licht auf die Vereine.....

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