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Luftrecht und Behörden | Medical Class 1 - Single Pilot op.  
7. Dezember 2022 09:49 Uhr: Von Ingo Schmittner 

Hallo.

Eine Frage zum Medical Class 1:

Wie genau definiert sich "Medical Klasse 1 gewerbsmäßiger Betrieb mit Personenbeförderung auf Luftfahrzeugen, die mit nur einem Piloten betrieben werden...", das ja nur 6 Monate gültig ist? Gilt dies nur für AOC Betrieb - oder für jeden Cessna 150 Rundflugbetreiber oder aber auch "normalen" PPL Fluglehrer?

7. Dezember 2022 09:58 Uhr: Von Tobias Schnell an Ingo Schmittner
AOC-Rundflüge mit einer C150 brauchen SP-Ops-Medical, FI-Tätigkeiten sind keine Commercial-Operations und gehen sogar mit einem Klasse-2-Medical.
7. Dezember 2022 10:10 Uhr: Von Ingo Schmittner an Tobias Schnell

Ok, Danke. Und was ist mit gewerblichen Rundflügen ohne LBA AOC sondern mit Luftverkehrsbetreiberzeugnis einer Landesluftfahrtbehörde?

7. Dezember 2022 10:13 Uhr: Von Tobias Schnell an Ingo Schmittner
Wie der Name schon sagt, ist das gewerblicher Betrieb und erfordert ein SP-Ops-Medical.
7. Dezember 2022 10:19 Uhr: Von T. Magin an Tobias Schnell
Ich dachte es gäbe nur Medical Class 1, 2 und LAPL. Aber was ist ein „SP-Ops-Medical“?
7. Dezember 2022 10:33 Uhr: Von Horst Metzig an T. Magin

Auf diese Frage möchte ich mich anschliessen. Es wird zu oft mit Abkürzungen und Fachausdrücke herumgeworfen, für Neulinge mit Informationsinteresse nicht förderlich.

7. Dezember 2022 10:46 Uhr: Von Johannes K. an Horst Metzig Bewertung: +3.00 [3]

SP-ops = Single Pilot Operations
MP-ops = Multi Pilot Operations

Bei Medicals der Klasse 1 wird hier noch einmal unterschieden. Relevant ist das für Piloten zwischen 40 und 60. Bei diesen ist SP-ops nur 6 Monate gültig, MP-ops hingegen 12 Monate.

vgl. https://www.rudolf-fischl.de/jarfcl3.htm

7. Dezember 2022 11:04 Uhr: Von Joachim P. an Johannes K. Bewertung: +2.00 [2]

sollte ja bei Klasse 2 dasselbe Formular sein. Da sieht man die unterschiedlichen Daten.



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20221207_110205.jpg

7. Dezember 2022 11:16 Uhr: Von Horst Metzig an Johannes K.

Danke für die Erklärung, nicht nur für mich .

Es ist aus flugmedizinischer Betrachtung schon ein Unterschied, ob jemand alleine im Cockpit sitzt, oder eine gleichwertige zweite Person. Wenn Einer medizinisch ausfällt, haben wir eine Redundanz. Dieser Grundsatz sehe ich bei allen flugmedizinischen Klassen, die Fliegerärzte tun gutes, auch bei LAPL medical bei flugmedizinischen Risiken eine Auflage mit zweiten Piloten einzutragen.

Bei einem gewerblichen Flug mit dem Pilatus Porter und 8 Fallschirmspringer ist Klasse 1 mit nur einen Piloten ein noch gesellschaftlich vertretbares Ausfallrisiko bei flugmedizinischen Ausfällen, bei einen Airbus A 380 mit nur einen fliegenden Piloten vorne links, der rechte Sitz bleibt frei, hat der Normengeber Nein gesagt. So viel Vertrauen auf die flugmerdizinische Ausfallwarscheinlichkeit überträgt man keinen Menschen. ( Stichwort Andreas Lubitz! - Germanwings )

Meine Definition der Ausfallwarscheinlichkeit bezieht sich auch auf psychologische Ausfälle ab einen bestimmten Grat an Komplexität. ( Autisten bitte vortreten ) Management im Cockpit, das ist auch für SPL Segelflugpiloten ein Argument, im Doppelsitzer zu zweit zu fliegen, einer fliegt und trifft segelflugtaktische Entscheidungen, der Hintere macht Navigation und Funk. Aber auch hier muss das Management im Segelflugcockpit verstanden und durchgeführt werden. Das nenne ich Aufgabenteilung. Crew management resource. https://www.google.com/search?q=crew+management+resource&client=firefox-b-d&sxsrf=ALiCzsbxbQFjNyaRFqKaMGMYPV2GJaLnqg:1670409265381&tbm=isch&source=iu&ictx=1&vet=1&fir=Vbr0bW-j6OUnkM%252CI9A0aSFukESnkM%252C%252Fm%252F04gz_1%253BlK9K1aa0ie_wIM%252CsGJXbMBH0x31VM%252C_%253BeFTf9jH7j2UYPM%252C4wnKSkLYnQ33lM%252C_%253BeSsLS85JGwumIM%252CXt_BrcK9Axpf1M%252C_%253Br-VwY90JM9owVM%252CyZl79u6z0z6O4M%252C_&usg=AI4_-kTbD0QZgijhUk37h3poYo_6f8_jxg&sa=X&ved=2ahUKEwiry5G3p-f7AhW8SPEDHdvmDJIQ_B16BAhmEAE#imgrc=Vbr0bW-j6OUnkM

Wenn im Segelflugzeug der vordere fliegende Pilot eine Herzbaracke bekommt, muss der hintere, navigierende Pilot das Kommando dieses Segelflugzeug vollumfänglich und jeder Fluglage und Flugsituation gerecht werden. Das ist Redundanz.

( Fragestellung: Jeder Passagier im Segelflugzeug tut gut, vorher eine Segelflugpilotenausbildung zu machen, um der Redundanz gerecht zu werden )



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7. Dezember 2022 13:14 Uhr: Von Johannes K. an Horst Metzig
„ Jeder Passagier im Segelflugzeug tut gut, vorher eine Segelflugpilotenausbildung zu machen, um der Redundanz gerecht zu werden“

Nein
7. Dezember 2022 13:28 Uhr: Von Thomas R. an Johannes K. Bewertung: +4.00 [4]

„ Jeder Passagier im Segelflugzeug tut gut, vorher eine Segelflugpilotenausbildung zu machen, um der Redundanz gerecht zu werden“

Nein

Hach. Das ist, was ich an diesem Forum so liebe. Sprachgewaltige Diskussionen von argumentativer Brillanz.

7. Dezember 2022 14:01 Uhr: Von F. S. an Horst Metzig Bewertung: +2.00 [2]

Jeder Passagier im Segelflugzeug tut gut, vorher eine Segelflugpilotenausbildung zu machen, um der Redundanz gerecht zu werden

Da stellt sich doch spontan die Frage: In welchem Dreisitzer-Segelflugzeug kann man diese Ausbildung machen?
Bei einem handelsüblichen Doppelsitzer war ich ja in meiner ersten Schulstunde nicht mehr als genau dieser Passagier, der völlig redundanzlos mit einem einzige FI der das konnte geflogen ist.

Das führt dann zu dem feinen Paradoxon, dass nach Deiner Aussage eine Segelflugausbildung nur für solche Piloten ein vertretbares Risiko darstellt, die bereits eine Segelflugausbildung abgeschlossen haben ....

7. Dezember 2022 14:13 Uhr: Von Horst Metzig an Johannes K.
7. Dezember 2022 17:15 Uhr: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Joachim P.

Was ist denn hier ungewöhnlich?

7. Dezember 2022 17:35 Uhr: Von Gerald Heinig an Thomas R.

„ Jeder Passagier im Segelflugzeug tut gut, vorher eine Segelflugpilotenausbildung zu machen, um der Redundanz gerecht zu werden“

Nein

Hach. Das ist, was ich an diesem Forum so liebe. Sprachgewaltige Diskussionen von argumentativer Brillanz.

Das 'e' in dem 'Nein' hat mich besonders überzeugt... :)

7. Dezember 2022 17:38 Uhr: Von Tobias Schnell an Dr. Thomas Kretzschmar Bewertung: +1.00 [1]
Wer sagt, dass etwas ungewöhnlich sei?
7. Dezember 2022 20:25 Uhr: Von Joachim P. an Tobias Schnell Bewertung: +1.00 [1]
Ungewöhnlichkeit kam mir wirklich nicht in den Sinn, ich wollte lediglich eine Illustration zur laufenden Diskussion liefern, was auch von einem Diskussionsteilnehmer goutiert wurde. Ein Bild sagt mehr als 1024 Worte.
8. Dezember 2022 13:07 Uhr: Von Götz K____ an Johannes K.

Ist es richtig, dass -postive med Untersuchung vorrausgesetzt - gewerbliche SP-Ops mit dem 60zigsten Lebensjahr endet (z.B. Rettungshubschrauber) während gewerbliche MP-OPS erst mit 65 endet, wobei die Summe des Lebensalters der beiden Piloten 120 nicht überschreiten darf ?

8. Dezember 2022 14:02 Uhr: Von Mich.ael Brün.ing an Götz K____ Bewertung: +2.00 [2]
Korrekt.

Außerhalb AOC darf man aber unbegrenzt vom Alter her fliegen und zB als angestellter Pilot im Werksverkehr fliegen. Berufspiloten kann es also auch noch jenseits der 65 geben..

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