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O2-Mangel - warum nur so kurze Zeit?
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9. August 2022 14:21 Uhr: Von Thomas Dietrich an Pat Lean hard! Bewertung: +1.00 [1]

Ich habe festgestellt daß durch Umstellung der Atmung auf Zwerchfellatmung der O2 Gehalt im Blut deutlich steigt. Wenigstens in Höhen von 14-16 T Ft. Einfach mal mit dem O2 Fingerklip probieren.

10. August 2022 09:08 Uhr: Von Nicolas Nickisch an Nicolas Nickisch Bewertung: +1.00 [1]

Vielen Dank an alle.

Eine durchaus erhellende Diskussion; ich habe viel dazu gelernt. Und noch dazu ausgesprcohen sachlich.

Mir war nicht bewusst, daß die max. Flughöhen der Airliner durch die limitierten Fähigkeiten der Häschen innen drin begrenzt sind und nicht technisch oder ökonomisch

10. August 2022 10:17 Uhr: Von Christopher Neuhaus an Thomas Dietrich Bewertung: +4.00 [4]

Liebe Alle,

da schon fast alles gesagt wurde, nur eine kleine Ergänzung: Wenn man "zwerchfellatmet", d.h. bewusst tiefer atmet, passieren zwei Dinge:

1. Man rekrutiert Lungenbereiche, in denen bei "normaler" Atmung, d. h. kleineren Atemzugvolumina, weniger Gasaustausch stattfindet. Dadurch erhöht man die Lungenoberfläche, über die O2 ins Blut diffundieren kann und erreicht so kurzzeitig eine bessere Oxygenierung, d.h. Sauerstoffaufsättigung. (Für alle, die sich brennend für die Physiologie interessieren: Sauerstoffaufnahme über die alveolo-kapilläre Membran wird mit dem Fick'schen Gesetz beschrieben, darin ist die Diffusionsfläche neben Druckgradient, Membrandicke und -durchlässigkeit ein Faktor)

2. Durch das erhöhte Atemzugvolumen wird sinkt der CO2-Gehalt in der Lunge, somit ist mehr "Platz" für O2. Formal korrekt müssen wir hier über Partialdrücke sprechen, anwendbar ist dabei das Gasgesetz von Dalton: Der Gesamtdruck eines Gasegemischs entspricht der Summe der Partialdrücke. Somit ist der Atmosphärendruck = Summe der Partialdrücke von Sauerstoff (pO2), Kohlendioxid (pCO2), Stickstoff (pN2) und Edelgase (die sind hier vernachlässigbar). In der Lunge ist noch die Besonderheit, dass es sich um ein feuchtes Gasgemisch handelt - die Atemluft wird in den oberen Luftwegen auf Körpertemperatur erwärmt und mit Wasserdampf gesättigt, dies führt zu einer Volumenexpansion und (leider) zu einer Abnahme der verfügbaren Sauerstoffkonzentration um den Wasserdampfdruck (rund 47mmHg). Trotzdem - wenn man mehr und tiefer atmet (=hyperventiliert) und der alveoläre pCO2 abnimmt, kann bei entsprechendem Angebot der alveoläre pO2 leicht steigen. Physiologisch kann man beobachten, dass der Körper ab ca 8000-10000 ft kompensatorisch mit einer Hyperventilation beginnt.

Leider ist auch das nicht nur gut - durch den geringeren CO2-Gehalt im Blut verengen sich die zuführenden Hirngefäße und die Durchblutung des Gehirns nimmt ab. Das erklärt dann auch einiges in Bezug auf die kognitive Leistungseinschränkung bei Hypoxie. Der Sauerstoff muss ja nicht nur ins Blut, sondern auch dann vom Blut im Zielgewebe ankommen.

Jetzt kann man den Gedanken weiterspinnen und von Atmungs- zur Kreislaufphysiologie kommen, gerade wenn man über Lastvielfache im Flug etc. nachdenkt...aber dann kriegt man irgendwann Kopfweh :)

Für alle, die mehr wissen wollen: Ernsting's Aviation Medicine, 4th ed. Eine "Bibel" der Flugmedizin...

vg

Christopher

10. August 2022 22:41 Uhr: Von Wolfgang Winkler an Joachim P. Bewertung: +2.00 [2]
„ In der Druckkabine geht ja nicht der O2 alleine weg, sondern der gesamte Druck. Und dann kann man pysisch nicht mehr die Luft anhalten, die Lunge leert sich zwangsläufig in den umgebenden niedrigeren Druck. So hab ich das immer aufgefasst...“

Zum Nachrechnen: Laut verschiedenen Quellen beträgt die „maximum expiratory pressure“ bei erwachsenen Männern bis zu 250 hPa. Ist der Druckverlust größer, dann ist auch beim besten Willen nix mehr mit „Luftanhalten“.

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