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24. Februar 2016 Jan Brill

Luftrecht: Third Country Lizenzen


Frist für Third-Country-Lizenzen bis 2017 verlängert

EASA und EU-Kommission haben die Übergangsfrist für Inhaber einer Lizenz aus einem Nicht-EASA-Staat nochmals bis April 2017 verlängert. Das erfuhr Pilot und Flugzeug am Rande der EBASCON am 23. Februar.

Inhaber einer US-Lizenz mit Wohnsitz in der EU können damit die Rechte ihrer Piloten­lizenz noch bis April 2017 ausüben. Unklar ist zurzeit noch, ob die Frist bis 2017 als allgemein gültige Verlängerung für alle EASA-Staaten beschlossen wurde oder ob – wie in den letzten Jahren – jeder EASA-Staat einzeln die sogenannte Derogation auswählen und mitmachen muss.

Nach den uns vorliegenden Informationen war die Entscheidung im zuständigen Gremium sehr knapp. Laut Aussage von Beteiligten ist mit einer weiteren Fristverlängerung über den April 2017 hinaus nicht zu rechnen.

Dabei scheint man sich übrigens herzlich wenig um die vielen betroffenen Privatpiloten mit US-Certificate zu scheren. Ausschlaggebend für die Verlän­gerung der Frist war dem Vernehmen nach der geringe Konversionsanteil bei den Werks­flugbetrieben mit großen Maschinen (M-, N-, VP- etc.) in Europa.

Wie sich daran in nur einem Jahr etwas ändern soll, ist nicht ganz leicht zu erkennen. Das geht wohl nur mit einer umfassenden Implementierung des bilateralen Abkommens zwischen der EASA und der FAA zur Lizenzierung.


Bewertung: +1.00 [1]  
 




30. März 2016: Von Thomas Dietrich an Jan Brill

Sorry, aber wo finde ich nochmnal den Gesetzestext zu den third County Lizenzen? Tx Tom

1. April 2016: Von Pat Wie an Thomas Dietrich

Hier der Entwurf der Verordnung und hier die Annahme durch das Europäische Parlament.

4. April 2016: Von Thomas Dietrich an Pat Wie

Besten Dank!

Nach lnagen Suchen stellt sich bei mir immer noch die Frage, ob bei einem Flug mit FAA Lizenz und Medical eine EASA Lizenz & Medical ausreicht, oder ob diese auch alle für den Flug nötigen Ratings beinhalten muss.

4. April 2016: Von Jan Brill an Thomas Dietrich

Das ergibt sich aus dem Artikel 4(1) c) der Basic Regulation EU VO 216/2008. Dem ist zu entnehmen, dass alle Auflagen für Lizenzierung und Betrieb auf Third-Country-Operator die in der EU ansässig sind ("established or residing") anzuwenden sind.

Daher ist klar, dass alle für den Flug nötigen Ratings etc. auch in der EASA-Lizenz gehalten werden müssen. Ebenso ist z.B. OPS.NCO etc. einzuhalten.

viele Grüße
Jan Brill

5. April 2016: Von Achim H. an Jan Brill

Was macht man, wenn man mit FAA-Lizenz z.B. eine Twin Turboprop fliegt, die dort kein Type Rating benötigt (< 12000 lbs), es für EASA jedoch entweder kein Type Rating oder keine ATO mit Zulassung für das Typerating gibt?

Da sollte es doch einige so gelagerte Fälle geben. Hat man sich bei den europäischen Behörden schon nähere Gedanken gemacht?

5. April 2016: Von Andreas Müller an Achim H.

Man fliegt auf der FAA-Lizenz soviele Stunden (150 bei mir) , dass man lediglich eine EASA-Prüfung machen muss. Und Prüfer für diesen Typ wird es ja geben. So habe ich es mit meiner Silver Eagle gemacht.

2. Juli 2016: Von Markus Werthen an Andreas Müller

Hat jemand die Info, ob die Frist bis 2017 als allgemein gültige Verlängerung für alle EASA-Staaten beschlossen wurde oder ob die EASA-Staaten einzeln eintscheiden müssen? Gibt es im Falle der Einzelentscheidung eine Übersicht, wie in den einzelnen Staaten entschieden wurde? Ich habe diese Fragen vor zwei Wochen per Mail an EASA und LBA gestellt. Bisher keine Rückmeldung ...

29. September 2016 21:42 Uhr: Von Jacob van Short an Markus Werthen

Wenn ich mich richtig erinnere gibt es da eine Übersicht über Third Country Opt-Out auf der EASA Homepage, einfach mal suchen dort... und ja, das dürfte mWn jedes Mitgliedsland selber bestimmen ob bzw wie lange Drittlandlizenzen anerkannt werden...


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