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31. August 2004 Jan Brill

Behörden: Eurocontrolgebühren


Es geht ums Geld: Ihr Feedback zur Single European Sky Gebührenordnung

Single European Sky heißt eine Initiative von Eurocontrol, die am 20. April diesen Jahres in der EU Gesetzeskraft erlangte. Das Ziel von SES ist die Harmonisierung der nationalen Flugsicherungen, die Strukturierung des europäischen Luftraums anhand der Verkehrsströme und nicht der Nationalgrenzen und die erhöhte Kompatibilität der nationalen Flugsicherungen auf technischer und organisatorischer Ebene. Jetzt geht es bei dieser Initiative ums Geld - und zwar knallhart.

Ein typischer EU-Kompromiss ist diese SES-Initiative, viel Papier, wenig wird gewagt. Natürlich behalten die nationalen Flugsicherungsorganisationen die Oberhoheit, man wird auch weiterhin auf einem Flug von Rom nach Brüssel mit neun (9) verschiedenen Regionalzentralen und fünf (5) verschiedenen Flugsicherungsorganisationen zu tun haben, aber so isses halt in der EU. Immerhin: Einheitliche Luftraumstruktur, einheitliche Transition Altitudes sind erste Schritte. Betrachtet man sich allerdings die Waypont und Exception-Orgie, die die Einführung EAM4 im Airway-System über Zentraleuropa angerichtet hat, sind die Erwartungen
Die Interessen der Fluglinien stehen hier ganz klar im Vordergrund, aber das kann eigentlich auch niemanden überraschen.

Ein Gesetzesentwurf, der die schire Existenz der Allgemeinen Luftfahrt ignoriert

Jetzt kommt allerdings die Rechnung. Denn nicht nur der Luftraum soll harmonisiert werden, auch das Rechnungswesen und die Aufteilung der Kosten. Harmonisierung ist allerdings kaum ein passender Begriff, das zu beschreiben, was auf Flugzeughalter und private Piloten zukommen kann: Nach einem unendlich komplizierten Schlüssel (was auch sonst!) soll da berechnet werden, welche Kosten ein Flug – irgendein Flug – für Navigationsdienstleistungen, Wetterberatung und sonstige „Leistungen“ verursacht. Unmöglich ist es im Moment abzuschätzen was dies in absoluten Zahlen bedeutet, aber dem Kenner der EU ist klar: Billig arbeitet diese Bürokratie nicht. Dabei werden alle, aber auch wirklich alle zur Kasse gebeten. IFR< 2 to. und sogar VFR-Flüge!! Momentan wäre sogar ein lokaler Segelflug von diesen Gebühren betroffen.
Unserer Ansicht nach entsteht hier ein weiteres bürokratisches Monster, das im Klartext nur eines bedeutet: Eine weitere Steuer auf die Benutzung des Flugzeuges. Denn niemand wird wohl ernstlich erwarten, dass DWD und DFS mit Rücksicht auf die Eurocontrol-Charges ihre Gebührenordnungen überarbeiten (= senken!).

Ihr Feedback ist gefordert!

Bis zum 17. September gibt uns die EU Zeit auf diese „Notice of Proposed Rule Making“ (NPRM) zu reagieren. Das bedeutet, dass Feedback auf diese Vorschläge (so vage sie im Moment auch sind) bis zum 17.09. per Email, Fax oder Post bei Eurocontrol eingegangen sein müssen.

Jean-Luc Garnier,
Head of Regulatory Unit,
EUROCONTROL,
Rue de la Fusée, 96,
B - 1130 BRUSSELS,
Belgium

ru@eurocontrol.int
Fax: +322 729 5190

Hier finden Sie das Antwortformular von Eurocontrol, einige Beispielkommentare und den originalen Gesetzentwurf der EU.

Weitere Informationen: www.eurocontrol.int/enprm


  
 
 




1. September 2004: Von airklaus an Jan Brill
Hallo an Alle,

jetzt aber los und das Formular ausfüllen. Überhäuft die Bürokraten mit Eingaben.

Ob es was nützt?

Ein Versuch ist es allemal wert. Es geht um unser Geld und unsere fliegerische Freiheit.

Gruß vom AirKlaus aus Haburch
6. September 2004: Von Wolff Ehrhardt an airklaus
Jeder der das Formular ausfüllt, sollte sich hier kurz eintragen, damit wir wissen, wieviel sich gemeldet haben. Man sollte jetzt auch alte "feindschaften" vergessen und mit DAEC und Aopa, Aerokurier Fliegermagazin usw. zusammen arbeiten. Denkt daran, gemeinsam sind wir stark. Die Montagsdemos hatten auch nur deshalb eine Wirkung, weil es viele, sehr viele durch ihre Anwesenheit unterstützt haben.

Ich schmeisse jetzt das Schreiben in den Fax. Bitte macht es auch so.....
7. September 2004: Von Michael Münch an Wolff Ehrhardt
Ich habe das Formular bereits letzte Woche losgeschickt und innerhalb 2 Tagen eine E-Mail Bestätigung über den Eingang erhalten.
8. September 2004: Von dolhaine an Jan Brill
Ich habe soeben eine Kommentar-mail abgeschickt.

Mit freundlichen Grüssen
13. September 2004: Von quax an Wolff Ehrhardt
Fax ging gerade raus.
15. September 2004: Von Thomas Schmidt an Jan Brill
Hallo zusammen,

neben der aktiven Seite, nämlich das Fax zu senden, empfehle ich auch gelegentlich mal die aktuelle Entwicklung im Auge zu behalten, speziell den letzten Satz im 2. Absatz.

Quelle: www.aopa.de / Auszug:
Zitat:
"Natürlich haben die AOPA-Germany und die europäische IAOPA als Interessenvertretung der Allgemeinen Luftfahrt gegen alle Versuche uns zusätzlich zu belasten deutlich Stellung bezogen. Gemeinsam mit unseren europäischen Kollegen haben wir ein Positionspapier erarbeitet, in dem wir wie bisher die Gebührenfreiheit für IFR-Flüge unter 2 t und für VFR generell fordern. Schließlich zahlen wir schon genug Steuern auf unseren Sprit, die kommerzielle Linienluftfahrt nicht. Von diesen Steuern wollen wir etwas zurück, genau wie Autofahrer über ihre Spritsteuern ihre Straßennutzung bezahlen.

Auf AOPA-Nachfragen hat Eurocontrol erklärt, daß sich grundsätzlich aber am bisherigen System nichts ändern soll. Das wird uns auch von den nationalen Flugsicherern bestätigt, die von den jeweiligen nationalen AOPAs entsprechend gebrieft wurden. Die Nationalstaaten könnten auch heute schon Gebühren erheben für VFR und IFR< 2t, verzichten aber darauf (bis auf Schweden, dafür ist da der Sprit billiger).

Das Risiko scheint im Wesentlichen gebannt: Das sog. "Enlarged Committee" aus Vertretern der nationalen Flugsicherer bei Eurocontrol hat in den letzten Tagen ebenfalls in diesem Sinne Position bezogen und das grundsätzliche Charging für VFR abgelehnt, eine entsprechende Klarstellung im Text des o.g. Artikels 6 Paragraph 4 angemahnt.

„Exemption of VFR flights.

The enlarged Committee wishes to insist that the implementing rule should foresee the possibility for States to continue the optional exemption of VFR flights. The drafting of paragraph 4 appears to be ambiguous and may have to be modified. This may also concern Article 14.”

Natürlich wird die AOPA sich weiter energisch dafür einsetzen, daß auch die AL von den Harmonisierungen und Effizienzsteigerungen im Bereich der Flugsicherung in Europa profitiert, und daß sie nicht nach einem europaweiten Standardverfahren stranguliert wird!"
Zitat Ende

In diesem Sinne: Alles wird gut!!!! ;-)

Grüße,
Th. Schmidt

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