Denke, dass die Diskussion zwischen uns beiden zu sehr in das Eingemachte geht. Was hier im Forum langweilig ist, auf kein Interesse stößt und letztlich keine wirkliche Information für die Leser bietet. Anders, wenn wir zu einem brauchbaren Ergebnis kommen, welches hier präsentiert werden kann.
Aber so viel sei schon gesagt, dass es interessant werden kann. Denn jeder schaut Probleme aus seiner Richtung, Notwendigkeit und Erfahrung an.
So wie ich die Videos gesehen habe, muss sich jeder Halter, Prüfer durch den Berg an Dateien durcharbeiten. Kommt für den Prüfer ein anderes oder gleiche Modell „auf den Tisch“ fängt die Arbeit noch einmal an. Dies scheint mir sehr Zeitraubend und für den Kunden teuer zu sein. So habe ich meine Prüferpraxis auch angefangen, aber weiter gelernt.
Dazu hier ein Beispiel (älteren Datums):
62 LTA gibt es für ein bekanntes Schulflugzeug,
dazu 165 LTA für das Triebwerk,
dazu 81 LTA für den Propeller.
Das ist, meint man im Allgemeinen, ist alles.
Aber nein, es geht mit anderen Herstellern weiter!
Dazu 42 LTA für Anschnallgurte,
dazu 43 LTA für Feuerschutz,
dazu 51 LTA für die Zündung,
dazu 18 LTA für Triebwerküberwachung und Schlauchleitungen,
dazu 28 LTA für Triebwerk-Öl, -Luft und –Abgassystem,
dazu 69 LTA für die Kraftstoffanlage,
dazu 89 LTA für die elektrische Anlage,
dazu 42 LTA für Fahrwerk, Reifen und Bremsen,
dazu 81 LTA sollten Sauerstoff, Heizung und weitere Kabineneinrichtung vorhanden sein,
dazu 38 LTA, wenn Arbeitsausrüstung vorhanden,
dazu 288 LTA für Flugüberwachung, -Regelung, Navigation und Avionik,
dazu 112 LTA für Rettungseinrichtung und Fallschirm,
dazu 19 LTA, wenn Enteisungsanlage vorhanden,
usw. ….
dazu alle SB, SL …usw. …
Schließlich hat man nicht nur technische Praxis und nicht umsonst in verschiedenen Fachbereichen studiert. Dort auch die Kostenrechnung gelernt. Also warum diesen Aufwand 990.936 (GA) einzelne Dateien durchzulesen? Um dann Hersteller, Modell, Baureihe, Werknummer, Überholjahr und wo (im Werk oder außerhalb) überholt … auf die Werknummer genau für das in Arbeit stehende Luftfahrzeug herauszufiltern. Was kostet das für jedes einzelne Luftfahrzeug, wenn der Betrieb, Prüfer seine Arbeit akkurat durchführt? Unbezahlbar!!!
Daher einmal (Jahrelang) gelesen und Daten erfasst. Damit kann man jedes einzelne Luftfahrzeug und zugehörige Komponenten auf die Werknummer genau herausfiltern. Also anders als die auf dem Markt verfügbaren Programme, die dem Prüfer vor Ort Eimerweise Informationen auf den Tisch schütten. Diese dann zu selektieren sehr viel Zeit und dem Kunden Geld kosten. Die Trefferquote kann man in Frage stellen. Dabei auch nicht zu vergessen. Heute bezieht man alles aus dem Internet. Dort sind aber weniger als die Hälfte der LTA, AD veröffentlicht. Den Rest muss man sich mühevoll durch Papier mit tausenden Druckfehlern erarbeiten.
Verständlich, dass man Kosten sparen, alles selbst machen möchte. Geht, geht aber aus Kostengründen nicht. Denn für dieses Datenvolumen sind einer, mehrere Großrechner notwendig. Die Kapazität er PC in den Büros, reichen bei dem Datenvolumen und notwendigen (patentierten) Programmen nicht aus.
Dann sind natürlich auch in unserem Paket auch alle Formblätter wie in den Videos gezeigt vorhanden. Alle Fälligkeiten in ECHTZEIT. Man kann also jederzeit einsehen, wann welche Maßnahme fällig ist. Dabei natürlich auch sehen, welche Punkte bei den nachfolgenden Kontrollen oder JNP fällig sind. Dient der entsprechenden Bevorratung von Austauschteilen. Oder auch der Wägebericht, der vom Piloten an Bord der wirklichen Beladung entsprechend ausgefüllt werden kann. Das aber nicht wie üblich für die Startkonfiguration. Sondern genauso wichtig der Schwerpunkt für die Landung.
Könnte hier noch viel mehr schreiben, was aber die Masse nicht interessiert.
Daher bitte ich die vorher angegebene E-Mail für weiteren Gedankenaustausch zu benutzen. Dann kann ich auch weiteres über Thomas, den ich einige Jahre lang kennengelernt hatte, berichten.