Wenn man sich die täglichen Stückzahlen an SEP-Einwegs-Leichtbaufluggeräten mit explosiver Nutzlast, Aeroprakt ist ja nur einer unter ganz ganz vielen, das Lohnniveau sowie die Westorientierung der Ukraine anschaut, wäre dies ein potentieller Hoffnungsschimmer für die GA?
Best case scenario: So wie im zwoten WK die USA und das Commonwealth von Alu- bis Holzbau unfassbare Stückzahlen produzierten, auch bzgl. Instrumenten, Infrastruktur etc., und nach dem Krieg Piper, Cessna, Grumman, Beechcraft und ein paar kleinere Produzenten noch bis in die 80er extreme Stückzahlen erreichten, werden bei Angriffen mehrfach die Woche derzeit bis zu 600+ Kleinflugzeuge mit der Nutzlast eines Erwachsenen über hunderte bis tausende Kilometer befördert.
Nach dem Krieg werden die noch eine Weile auf Halde und Vorrat produzieren, aber was wird dann mit der Produktionskapazität passieren?
Wie erwähnt, best case: Blaupausen rüber, Qualitätsanspruch rauf von Einwegdrohne zu manntragendem UL/ Eigenbaukomponenten/ GA zertifiziert und dann wird weitergebaut. Die A22 kostete mWn so ca. 60 k EUR und ist ein robuster Schulungsdoppelsitzer. Das war hausgemachte Hausmannskost. Aber wer sich mal die Dichte an Mustern auf der Aero in Erinnerung ruft, könnte mal ins Grübeln kommen, ob der Manufakturbetrieb nicht auf Kleinserie im Near-shore-Land ausgelagert werden könnte.
Glaube ich, dass Elixir, Piper oder Cessna das machen? Nope. Aber Zweisitzer als Hochdecker oder Tiefdecker, mit dem unvermeidlichen Rrrrrotax, da gibt es genug Hersteller, die vielleicht schwach werden.
Knackpunkt ist die Finanzierung und der Bedarf. Einerseits. Andererseits könnte das eine historische Chance sein, auch wenn wir von PKW-Preisen nicht zu träumen brauchen. Aber beim Neupreis einer PA28-100i, C172 etc. kommt man da schon ins Grübeln.