Moin,
vielleicht war das anteilig unklar bei mir, ich hätte "anteilig" ergänzen sollen, aber dir Kernvoraussetzungen sind...
Regulation: EASA FCL.320 & FCL.325 (CPL Flight Training & Experience)
✈ Requirements:
✔ Total 200 flight hours before CPL skills test
✔ 150 hours as Pilot-in-Command (PIC)
✔ CPL Flight Training: 15 hours minimum, including:
10 hours instrument training
5 hours on a complex aircraft (variable pitch propeller & retractable landing gear)
�� ATPL Theory Must Be Passed Before CPL Skills Test
Der Zeitpunkt ist da zunächst irrelevant. Du bist da natürlich am Puls der Zeit und fachlich viel näher dran als ich es bin, aber didaktisch kannst du alles mögliche sinnvoll jeweils dahin basteln, was zulässig und sinnvoll ist.
Du kannst die Mission morgens mit Fluglehrer fliegen und nachmittags nochmal solo mit Flugauftrag nachfliegen lassen.
Wenn Prüfer rar sind, die Flotte der Flugschule besser auslasten und optimales Flugwetter nutzen.
Der Schüler zahlt am Ende das Gleiche oder weniger, wenn es frisch im Kopf bleibt und kompakt durchgezogen wird, aber das ist natürlich eine Binsenweisheit. Was man hat, das hat man. (Was man nicht hat, ist mehr Freiheit nach PPL-Erhalt, um dann in Eigenregie die Stunden sinnvoll abzuschrubben. Auch das kann didaktische Vorteile haben - aber auch Nachteile, Fehler können sich einschleifen ohne Aufsicht.)
Ich widerspreche ausschließlich dem Argument, dass 80 h bis PPL-Erhalt das valideste Qualitätskriterium sein solten. Eins der größten Asse der USAF im zwoten Weltkrieg flog nach 200 h solo; andere nach 7 h. Bekanntester Testpilot der Welt ist Chuck Yeager, der hat keinen Hochschulabschluss, aber war ausgebildeter Fluggerätemechaniker mit reichlich Praxis außerhalb bereits in seinen Teenagerjahren, als er seinem Vater bei der Installation von Gasleitungen assistierte. Beste erwachsene Segelflugschüler meines Fluglehrers aus Lübeck waren Profimusiker in Sinfonieorchestern (leuchtet ein bei dem Transferwissen, Sensibilität, Feinmotorik und Denke), bester Simulatorschüler bei mir in der Schweiz war ein Allgemeinmediziner (der hatte aber eine Motoryacht und kam deshalb mit Massenträgheit und Antizipiation technischen Geräts, was keine Bremsen hat, in den Sim; knapp hinter ihm waren komplett Schweizer LKW-Fahrer von 40-Tonnern. Keiner von denen konnte sich natürlich mit Heranwachsenden messen, aber das Transferwissen und Auge-Hand-Koordination lassen im Regelfall Erklärungen für Talent zu...).
Das Einzige, was ich wirklich sagen will, der Knoten platzt zu unterschiedlichen Zeitpunkten. 45 h oder 80 h PPL können für die fliegerische Qualifikation unter Druck komplett wertlos sein.
Andererseits kenne ich auch einen erfahrenen Fluggerätemechaniker mit eigener Bonanza und 700 h dual, dem kein einziger CFI für solo die Freigabe erteilte. Da war dann wohl dauerhaft klar, der kann es nicht.
Ich wäre nur arg vorsichtig mit Vorurteilen gegenüber 80 h - PPLern, mit denen man nicht selbst geflogen ist.