Wenn ich heute noch mal den Führerschein machen müsste, würde ich auch eine Fahrschule mit einer Flotte aus 0-3 Jahre alten Hybrid-Hyundais einer solchen mit 40 Jahre alten D-Kadetts vorziehen.
Nein, das sagt nichts über die Sicherheit der Autos (die sich im Stadtverkehr nicht unterscheidet) und erst recht nichts über die Qualität der Fahrlehrer. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass viele von uns sogar auf einem Käfer fahren gelernt haben und deswegen auch keine schlechten Autofahrer sind.
Aber es geht eben beim Fahren Lernen nicht nur um den objektiven Nutzwert, sondern auch um das subjektive Gefühl dabei. Und dazu gehört ein modernes Äußeres - wie übrigens ein moderner Web-auftritt, professionelles beantworten von Kundenanfragen, etc. die auch alle nix über die Qualifikation der Fluglehrer sagen - eben auch dazu. Zudem würde ich auch ganz subjektiv durchaus Zweifel haben, ob es eine Fahrschule, die wirtschaftlich so eng da steht, dass sie mit 40 Jahre altem Fuhrpark operieren muss, bis zum Ende meiner Ausbildung überhaupt gibt - immerhin schaffen es andere Fahrschulen ja, mit immer einigermassen aktuellen Autos durch die Gegend zu fahren.
Und natürlich kann man - wie bei Allem was Fahrschulen betrifft - daraus schon auch ein Sicherheitsargument machen: Fahrschüler, die „gezwungen sind“, in Autos zu lernen die sie eigentlich nicht fahren wollen, werden deutlich wahrscheinlicher versuchen, den Führerschein in den absoluten Mindeststunden zu machen.
Solche, die in der Fahrschule ein Auto fahren, dass sie später ohnehin fahren würden, haben eher den Ansatz „Fahrschule ist ja auch Fahren“ und deswegen eher weniger ein Problem damit, etwas mehr und länger mit Fahrlehrer ihr Können noch zu verbessern.
Ich kann mir vorstellen, dass manche Menschen, die nach einer Flugschule suchen, ganz subjektiv ganz ähnlich nachdenken. Manche sind dabei beim Anblick von 40 Jahre alten Fluggerät sogar wortwörtlich so verunsichert, dass sie soghar in Internetforen fragen, ob das denn sicher sein könne...