Interessante Geschichte! Ich bin überrascht, dass man darüber nichts in den einschlägigen Pilotenforen findet.
Liegt vielleicht auch an der Größe der Maschine?
Mir scheint, dass die beiden sich etwas unvorbereitet in ihr Afrika-Abenteuer gestürzt haben. Die Routenplanung ist an sich schon etwas merkwürdig. Wenn ich von Surinam nach Dubai fliegen wollte, wäre das mit Sicherheit über Agadir oder Marrakesch. Conakry macht da überhaupt keinen Sinn.
Versicherungsschutz, Überfluggebühren, Fuel Release noch vorhanden, ich komme auch nicht drauf. Wetter können wir vermutlich bei Material & Jahreszeit ausschließen, aber die Datenlage für eine Ferndiagnose ist arg dürftig. Auch, warum Uncle Sam da wohl bislang eher passiv ist. Ich vermute mal, dass es sehr gute Erklärungen gibt, diese aber bewusst nicht in der Öffentlichkeit kursieren. Wie damals bei den Kanadiern, die in der DomRep festgehalten wurden; bzgl. der Crew für mich komplett unverständlich, die hatten ja sogar iirc die Behörden selbst informiert, aber bgzl. der Passagiere... wer weiß.
Kann aber auch etwas komplett Harmloses sein, wie RocketRoute mal was gelesen von "ist unkompliziert", vorher schonmal da gewesen auf einem anderen Flug etc. Selbst wenn jetzt Skopje viel flotter und günstiger Avgas auffüllen würde als Belgrad, die Macht der Gewohnheit etc. können einen immer wieder zum einen oder anderen Stopp verleiten. Menschliche Trägheit und so.
Laut einem Zeitungsartikel war es angeblich ein "Paperwork Issue" während des Stops. So etwas lässt sich normalerweise mit einem Bündel Geldscheinen lösen.
Vielleicht wollten sie gerade das vermeiden, um sich nicht zu exponieren...?
Erinnert mich an den Ex-Kollegen der seinerzeit in Nairobi von einem Local angequatscht und zum Kaffee eingeladen wurde, nur um kurze Zeit später im Café von zwei Polizisten verhaftet zu werden unter dem Vorwand, er habe sich mit einem polizeibekannten Drogenhändler getroffen. Das hat dann lediglich 1.000,- USD gekostet...
Genau SOWAS gehört konstant publiziert. Es gibt ja Fallen, die offenkundig sind, wenn man ein bisschen Lebenserfahrung hat. Bei anderen ist man immer noch baff, selbst wenn man sich (in meinem Fall Wirtschaftsstrafrecht) lange getümmelt hat.