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So ein riesiges Drama ist so ein Flug nicht, und auch nicht so teuer wie Du andeutest. Es sind ca 9000 NM, das sind einfach 10 Tankfüllungen, bei $3,50 pro Liter ... also ca, $ 20,000 für Sprit, lass es 25,000 sein. Dazu Landegebühren, die aber in vielen der Länder nicht dramatisch sind.
Kostenmäßig sehe ich die Triebstoffkosten ebenfalls nicht als entscheidenden Faktor. Ich würde für den Trip (Hin- und zurück) eher in Richtung 100.000 USD für Gebühren (Landegebühren, Handling, Ein-/Überfluggenehmigungen, ...) schätzen, ohne dass man dafür etwas materielles "in der Hand" hält, weil in einigen Ländern auf der Strecke einfach jeder "die Hand aufhält".
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RTW mit ~20 Stops mit einem 5t-Ölbrenner hat 2019 etwa $35k für Sprit und $35k für Handling, Landung, Hotels etc. gekostet.
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Da denke ich, dass bei einer <2t MTOW das Verhältnis eher dahin geht, dass die Spritkosten im Verhältnis kleiner sind, aber aufgrund der größeren Zahl der zu erwartenden Stopps Handling & Landegebühren einen wesentlich größeren Posten ausmachen, oder liege ich da falsch ? Und nicht zu vergessen die allgemeine, weltweite Teuerung seit 2019... Gold kostete damals so US$ 1.300,-- je Unze, heute 5.000,-- ... und manchmal habe ich das Gefühl, die Fliegerei ist preislich ans Gold gekoppelt :-/...
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Das kommt etwas darauf an, der zweiten Aussage würde ich zustimmen, der ersten nicht unbedingt -- wir haben im Schnitt über alles nur etwa $1.40/l für Jet-A gezahlt, das ist bei (extra eingeschifftem) Avgas sicher anders.
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Also wenn man so die Berichte zu ATWs und anderen Langstreckenreisen der letzten paar Jahre liest, dann muss man Richtung Fernost denke ich schon einige Male mit ca. 5 Euro/l rechnen. 10 Euro/l sind es wohl eher nur in Teilen Afrikas. Zu bedenken ist auch, dass man oft ja ganze Fässer kaufen muss und auch deshalb noch Verluste hat, die den Literpreis weiter nach oben treiben. Es sei denn man plant es so perfekt und klug wie Kollege Haug, der bei seinen beiden letzten großen Reisen glaube ich praktisch nirgendwo Sprit zurücklassen musste.
https://www.euroga.org/forums/trips-airports/16651-heading-east-the-whole-story
https://www.euroga.org/forums/trips-airports/15530-down-to-oz-and-back-again-the-whole-story
1000 Meilen ist heutzutage mit Avgas kaum noch praktikabel denke ich. 1500-2000 sollten es schon sein, gerade ja auch dann für die pazifischen Legs, egal ob oben rum oder unten rum. Und selbst dann braucht man auf gewissen Strecken unbedingt Rückenwind. Auf earthrounders.com werden gelegenlich geeignete Maschinen (die es schon geschafft haben) zum Kauf angeboten.
Bei den Gebühren ist man sowieso "in god's hands". Ich könnte mir vorstellen, den richtigen Permit Agent zu haben hilft schon, um vor Ort nicht komplett abgezogen zu werden. Wobei es auch dann gelegentlich 2-5k sein werden.
Das mit dem Geld ist aber nur das Eine. Es ist planerisch ein extrem aufwändiges Vorhaben. Und man muss schon sehr strukturiert vorgehen, was einem eben gegeben sein muss.
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>>> 1000 Meilen ist heutzutage mit Avgas kaum noch praktikabel denke ich.
Die 1000 Meilen als längstes Leg zwischen zwei Avgas-Tankstellen habe ich von Gunter Haug! Aber, wie gesagt, dazu wäre ein 100-200-Liter "Turtle Pack" anstelle der Rückbank gut. Ich habe aber (noch) keine Ahnung, wie man das (in der SR22) anschließt. DASS es geht weiß ich.
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Volle Zustimmung, bei einem Punkte aber differenzierter:
Bei den Gebühren ist man sowieso "in god's hands". Ich könnte mir vorstellen, den richtigen Permit Agent zu haben hilft schon, um vor Ort nicht komplett abgezogen zu werden. Wobei es auch dann gelegentlich 2-5k sein werden.
Der Agent wird die Abzocke nur für die Möglichkeit anderer Planung der Strecke verhindern, nach unserer Erfahrung. Wir hatten nicht einen einzigen Fall echter Korruption, außer der legalen durch die Gebührenstruktur. Wenn nach "angeschnittener Tonne MTOM" kalkuliert wird, ist es unfassbar günstig wie in Dakar. Nur, das ist fast nirgends der Fall, eine Airline, die mit einer ATR 42 oder A380 irgendwo landet legt den einen Pauschalbetrag halt etwas anders um pro Passagier als der fliegende Eigner/ Abenteurer. Dann wird wieder der "Zirkelschluss" (bzw. sich wechselseitig beeinflussende Stellgrößen) zu Avgas vs. Jet A1 draus, bei Letzterem plus Ferrytank hat man auf einmal ganz andere Optionen.
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Ging uns auch so, alles immer "offiziell" aber eben im k$ Bereich. Und überall jeweils etwas anderes. Wir wissen jetzt, dass man auf den Seychellen nicht am Karfreitag landen sollte und auf den Malediven das parken das teure ist, nicht das Handling. etc. etc.
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Erfahrung aus einigen Reisen in Länder ausserhalb Europas:
- unsere "deutsche Ordnungsliebe", dass alles irgendwo geregelt und in offiziellen Preisangaben niedergeschreiben ist, kann man vergessen
- Preisangaben können schon Mal stark variieren, zB. "vergisst" man bei Spritpreisen die Steuer
- Handling (oder wie immer man es nennt) eröffnet "kreative Spielräume": so zB in Asien erlebt, dass wir für "Airport-Lighting" bezahlen sollten, obwohl An- und Abflug tagsüber stattfanden. Antwort des Agenten "von irgendwas muss ich ja auch leben" (die Antwort war wenigstens ehrlich)
- unerwartete Probleme mit Permissions und/oder Regelungen: nicht immer erkennbar, oft nicht vorhersehbar, kurzfristige Änderungen, die die Planung "zerstören" etc. - neben der finanziellen eine mittlerweile größere Herausforderung.
Aber die Berichte im hier zu grunde liegenden Magazin der letzten Jahre geben m. E. einen ganz guten Einblick in die Fliegerwelt ausserhalb Europas; auch wenn hier überwiegend JET-fuel Flieger gegenständlich sind, so ist das Problem bei AVGAS eher schwerwiegender - und "kleine" SEP machen auf den Flughäfen tatsächlich mehr "Probleme" als man denkt, weil man damit einfach nicht umgehehn kann. Die resevieren für eine kleine SET/MET schon Mal gerne den gleichen Platz wie für einen A380 ...
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"Die resevieren für eine kleine SET/MET schon Mal gerne den gleichen Platz wie für einen A380 ..."
Wohl wahr; naja, nicht ganz ;-)
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"Die resevieren für eine kleine SET/MET schon Mal gerne den gleichen Platz wie für einen A380 ..."
1994 hab ich in Göteborg Landvetter tanken müssen, weil Säve grad kein AvGas hatte. Wir wurden mit unserer Piper Cub an einen Platz am Terminal gelotst, den Finger konnten sie leider nicht andocken. Dann kam der Tanker mit AvGas, wir haben ihm 30 Liter abgekauft; der Tank fasst 45 Liter. Push back hamma gar ned braucht, ein Rad gebremst, auf der Stelle gewendet und weiter ging's in den skandinavischen Traumsommer.
Ein unvergessliches Airlebnis.
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