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Heute 13:38 Uhr: Von Alexander Patt an Kein Pilot Bewertung: +2.00 [4]

Mehr als Glauben hast Du aber auch nicht zur Hand. Woher kommt diese unfassbare Realitätsverweigerung? Niemand, der auch nur halbwegs bei Trost ist, könnte unseren Einfluss auf das Klima leugnen. Dazu sind, bei nüchterner Betrachtung, fast alle Maßnahmen zum Schutz des Klimas mittelfristig wirtschaftlich erfolgreich.

Heute 16:25 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Alexander Patt Bewertung: +2.00 [2]

Dazu sind, bei nüchterner Betrachtung, fast alle Maßnahmen zum Schutz des Klimas mittelfristig wirtschaftlich erfolgreich.

Das gilt aber nur, sofern diese Maßnahmen von einer überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung der Erde gleichermaßen durchgeführt werden. Das ist ein schöner Gedanke und sicher auch erstrebenswert, aber die geopolitische Realität sieht anders aus.

Realistisch betrachtet sinkt seit etwa 20 Jahren die Bedeutung großer Bündnisse zum Wohle Vieler oder Aller. UN, ISGH, NATO, Abkommen zum Umweltschutz, Pressefreiheit und Menschenrechte auch in wohlhabenden Staaten, geringe Zölle, Verlässlichkeit von Abkommen - alles deutlich weniger wichtig, global betrachtet.

Wir können die Welt nicht missionieren. Siehe Afghanistan.

Die Abschaffung des Militärs wäre auch toll zum Wohle aller. Wollten ja bestimmte Parteien auch sehr lange. Wenn das aber nicht alle Länder machen, dann funktioiniert das nicht. Das mussten dann die Grünen auch erkennen. Die Linken leben da immer noch in ihrer Blase. Statt Abschaffung des Militärs werden immer neue Methoden erfunden, wie wir uns noch effizienter gegenseitig umbringen.

Wir recyceln hier Plastik und in der Ukraine beschäftigt die dortige Umweltkatastrophe die Menschen erst garf nicht, weil es um das nackte Überleben geht. Und da wollen wir an selbstlose Abkommen und deren Beständigkeit glauben?

Ich habe erhebliche Zweifel, dass wirksame globale Abkommen zum Klimaschutz möglich sind - geschweige denn, dass diese dann auch eingehalten würden. China und die USA überlassen uns da sehr gerne die kostenintensive Vorreiterrolle. Auch das ist Realität. Wie der Klimawandel.

Heute 19:24 Uhr: Von Manni Fold an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [1]

Deutschland hat sehr wohl extremen Einfluß. Es ist das drittreichste Land der Welt. Es ist die einflussreichste Volkwirtschaft der EU. Deutschland hat mittlerweile viele Schlüsselindustrien der USA besetzt. China übernimmt schon seit 20 Jahren die Umweltstandard, wenn auch mangelhaft. Grüner Stahl wird dort vorangetrieben wie nie zuvor.

Ganz davon abgesehen: Das bekannte Argument, "wir sind ja soo klein", wird immer wieder als Ausrede benutzt, von denen, welchen Nachhaltigkeit und Umweltschutz so wesensfremd sind wie die Glasscherbe für den Luftballon.

Heute 20:11 Uhr: Von Alexander Patt an Andreas KuNovemberZi Bewertung: +1.00 [1]

Klimaschutzmaßnahmen sind alles andere als selbstlos. Die blanken Zahlen zeigen, dass uns recht viele Länder um Jahre voraus sind und uns damit nicht nur ökologisch, sondern eben auch ökonomisch abgehängt haben (oder dabei sind es zu tun). Das Märchen von unseren wirkungslosen 2 % ist schon derart lange wiederlegt, dass ich tatsächlich überrascht bin, es 2026 von einem gebildeten Menschen zu lesen.

Heute 21:31 Uhr: Von Andreas KuNovemberZi an Alexander Patt

Wieso sollte der Erfolg eines Landes im Kampf gegen den Klimawandel sich wirtschaftlich als Erfolg genau in diesem Land auswirken?

Du hast mein Argument nicht verstanden:
Maßnahmen mit Kosten: lokal
versus
Auswirkungen: global

Deine Argumentatioin, dass Klimaschutz mit Wirtschaftsstärke, geschweige denn mit Wirtschaftswachstum korreliert, ist auch belegbar falsch: siehe Anhänge
(Die in unserem Land exklusiv verteufelte Atomkraft ist übrigens Grund für manch niedrigen Wert für CO2/Kopf. Ist das dann der grüne Weg zum Wirtschaftswachstum durch Klimapolitik?)

Im übrigen hört man von gebildeten Leuten gelegentlich auch mal andere Meinungen als die eigene. Das nennt sich Diskurs.

Die Welt ist kein Ponyhof.



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Heute 22:01 Uhr: Von Alexander Patt an Andreas KuNovemberZi

Atomkraftwerke sind ein eher bizarres Beispiel für Deine Argumente. Keine uns bekannte Art der Energiegewinnung ist (auch nach Meinung der Betreiber) teurer und mit größeren Unwägbarkeiten in Betrieb und Entsorgung verknüpft. Deshalb werden ja generell Gewinne privatisiert und Risiken samt Ewigkeitskosten von der Gemeinschaft getragen.

Differierende Meinungen sind spannend, gut verstandene, dadurch aufgeklärte Fehlinformationen dagegen sinnlos. Darüber lässt sich zwar diskutieren, aber vorhersehbar ohne jeden Nutzen.


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