Dazu sind, bei nüchterner Betrachtung, fast alle Maßnahmen zum Schutz des Klimas mittelfristig wirtschaftlich erfolgreich.
Das gilt aber nur, sofern diese Maßnahmen von einer überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung der Erde gleichermaßen durchgeführt werden. Das ist ein schöner Gedanke und sicher auch erstrebenswert, aber die geopolitische Realität sieht anders aus.
Realistisch betrachtet sinkt seit etwa 20 Jahren die Bedeutung großer Bündnisse zum Wohle Vieler oder Aller. UN, ISGH, NATO, Abkommen zum Umweltschutz, Pressefreiheit und Menschenrechte auch in wohlhabenden Staaten, geringe Zölle, Verlässlichkeit von Abkommen - alles deutlich weniger wichtig, global betrachtet.
Wir können die Welt nicht missionieren. Siehe Afghanistan.
Die Abschaffung des Militärs wäre auch toll zum Wohle aller. Wollten ja bestimmte Parteien auch sehr lange. Wenn das aber nicht alle Länder machen, dann funktioiniert das nicht. Das mussten dann die Grünen auch erkennen. Die Linken leben da immer noch in ihrer Blase. Statt Abschaffung des Militärs werden immer neue Methoden erfunden, wie wir uns noch effizienter gegenseitig umbringen.
Wir recyceln hier Plastik und in der Ukraine beschäftigt die dortige Umweltkatastrophe die Menschen erst garf nicht, weil es um das nackte Überleben geht. Und da wollen wir an selbstlose Abkommen und deren Beständigkeit glauben?
Ich habe erhebliche Zweifel, dass wirksame globale Abkommen zum Klimaschutz möglich sind - geschweige denn, dass diese dann auch eingehalten würden. China und die USA überlassen uns da sehr gerne die kostenintensive Vorreiterrolle. Auch das ist Realität. Wie der Klimawandel.