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29. Dezember 2007: Von Klaus-P. Sternemann an Phillip Amadus
Zur Kommunalwahlzeit (Termin März 2008) geht die Posse natürlich immer weiter:
Die Gegner erfinden alle möglichen "Gefahren", die bei einer Ausweitung der Betriebsgenehmigung eintreten: Einfall von Billigfluglinien, Postverteilzentrum mit Nachtbetrieb uvam. Das Trinkwasser ist durch den Flugbetrieb gefährdet, hat doch vor 20 Jahren mal ein Mitarbeiter einer Flugwerft - tatsächlich - eine verbotene Chemikalie in einen Regenwasserkanal geschüttet. Von der nahe vorbei führenden Autobahn mit ihren Gefahrguttransportern geht die gleiche Gefahr offenbar nicht aus - zumindest kümmert das niemanden. Die Immobilienpreise werden selbstverständlich (?) ins bodenlose fallen. Das ganze erinnert sehr an George Bush und die vorgeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak.

Da selbst die Gegner den Vorteil durch qualifizierte Arbeitsplätze am Flugplatz nicht ganz ignorieren können, möchten sie die Bewegungszahlen auf dem Niveau von heute festschreiben, damit "... die Forscher weiter in Ruhe arbeiten können." So stellt man sich die Arbeitswelt in High-Tech-Betrieben vor. Aber wer zahlt am Ende das Defizit, das der Platz bei den heutigen Bewegungszahlen erwirtschaftet?

Der wahltaktische Vorteil dieser "Argumente" ist offensichtlich: Kommt die erweiterte Betriebgenehmigung nicht: Ein Sieg für die Gegner! Kommt sie doch: Ein Sieg für die Gegner, denn sie haben das schlimmste verhindert!







###-MYBR-###
30. Dezember 2007: Von Phillip Amadus an Klaus-P. Sternemann
Naja, sicher benutzen Kommunalpolitiker das Vehikel, um ihr eigenes Süppchen zu kochen. Und sicher auch, dass manches, was die Flugplatzgegner bringen, an den Haaren herbeigezogen ist.
Da gebe ich Ihnen recht. Aber was ist die Ursache dafür? Ich glaube, man hat es versäumt, die Bevölkerung umfassend und offen darüber zu informieren, was man vor hat. Stattdessen konnte (müssen Sie zugeben) eine Art "Salamitaktik" festgestellt werden, das verunsichert die Leute natürlich. Der EDMO GmbH als verlängertem Arm der EADS traue ich persönlich auch nicht über den Weg. Was die EADS gerade mit den deutschen Werken macht, ist nicht in Ordnung. Letztlich werden qualifizierte Mitarbeiter für Managementfehler büssen müssen.
Die EADS Real Estate hat den Flugplatz Oberpfaffenhofen aus der Zeit von Dornier "geerbt" und verkauft ihn seither scheibchenweise. Das ist legitim. Irgendwann wird auch die Runway und drum herum verkauft werden, meistbietend, versteht sich. Das Betreiben eines Flugplatzes gehört schliesslich nicht zum Kerngeschäft der EADS, und selber ist sie dort auch nicht präsent (sondern der Mitbewerber RUAG). Wer weiss, was dann mit dem Flughafen weiter geschieht. Aber das müssen wir halt abwarten.

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