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Das neue Heft erscheint am 2. Dezember
Erneute Änderungen beim Teil-FCL
Test: Kollisionsvermeidung von AIR Avionics
Die Sache mit der Mass and Balance
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Erinnerungen an einen Raumfahrer der ersten Stunde
Funkenflug – Die Motorzündung
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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26. August 2004: Von Thomas Schmidt an Frank Lauter
Hallo Iceman,

Zitat:
"Bitte? Oder besser Erbitte? :-) Das höre ich jetzt aber zum ersten mal!"

Tja, dann würde ich mal nen ausführlichen Blick in die AIP GEN 3.4-7 (Grundlage NfL I-248/02) werfen...

###-MYBR-###Zitat:
"Gerade das request ist eine Anfrage für eine Clearance und Erbitte hat die gleiche Bedeutung."

Eben nicht! Ein Blick in die Anlage 8 " Redewendungen" o.g. Vorschrift sagt:

Request: "I should like to know / I wish to obtain"
Erbitte: "Ich möchte wissen / Ich beantrage"

Der jeweils hintere Teil (kann) eine Freigabe anfordern (kontrollierte Flüge), der vordere Teil stellt eine Anfrage dar!!!

Beispiel für Anfrage:
Lfz: "Langen Radar, DE-??? Request!"
LR: "DE-???, Go ahead!
Lfz: "DE-???, requesting latest MET-Information of EDDF!"
Das ist wohl kaum eine Freigabe, oder?
Im Übrigen sind Freigaben grundsätzlich (wortwörtlich) zurückzulesen, requests im Sinne einer Anfrage dagegen nicht.
Nachzulesen unter AIP GEN 3.4-10 und 11 Nr. 8 "Bestätigen von Meldungen"

Zitat:
"Request climb to FL 120 ist keine höfliche Anfrage! Daraufhin erhalte ich eine Clearance."

Richtig! Denn es handelt sich um die Änderung der Flughöhe.
Siehe: AIP GEN 3.4-10 Nr 8, Abs.1,f.
###-MYBR-###Flugverkehrskontrollfreigaben werden für Flüge gemäß §26 LuftVO erteilt. Hier taucht auch nochmals das Wort "beantragen" auf.

Was speziell neben Freigaben noch wörtlich zu wiederholen ist (wobei man sagen kann, das diese Angaben meist Bestandteil einer Freigabe sind), kann man ebenfalls in der AIP GEN 3.4-10 Nr 8 Abs. 1 nachlesen!

Also, wenn man hier schon (englische) Sprechfunkverfahren und entsprechend andere Änderungen zu den Verfahren fordert, sollte man sich vielleicht auch zunächst mal mit den bestehenden auskennen...
###-MYBR-###
Grüße,
TS
26. August 2004: Von Gerhard Uhlhorn an Thomas Schmidt
Hallo Herr Schmidt, hallo Herr Lauter,

dreschen Sie doch nicht so aufeinander ein ;-)
Man kann nicht immer alles wissen. Ich stelle auch gelegentlich fest, dass ich mit einer Ansicht falsch liege. Aber das kann man korrigieren.

Aber das ist doch interessant, wie unterschiedlich die Ansichten sind. Fragen wir noch zwei Piloten, bekommen wir weitere drei Ansichten.

Zu dem englischen Sprachgebrauch:
Ich denke, dass man ruhig öfter in englisch funken sollte, zumindest wenn Fremde mit im Funk sind. Ich weiss auch, dass einige Piloten kein englisch können. Da ist es besser in einem guten Deutsch, statt in einem schlechten Englisch. Ausserdem trainiert es, wenn man englisch funkt. (Und gegenüber den Fluggästen macht es einen besseren Eindruck ;-)

Die Sachen mit dem "request/erbitte" werde ich mir auch noch mal zu Gemüte führen.

Guten Abend aus Hamburg
Gerhard Uhlhorn
27. August 2004: Von Wolfgang Schlegel an Thomas Schmidt
Also, wenn mich nicht alles täuscht, "ich möchte wissen" sollte man vielleicht doch doch besser mit "I would like to know" übersetzen (nicht "should"). Wohl nur ein Lapsus im Eifer des Gefechtes aber es geht ja auch ums Prinzip.
Euer aller Freund
H.
27. August 2004: Von RotorHead an Wolfgang Schlegel
Bei "I" und "we" heißt es im Englischen "should" und nicht "would".
27. August 2004: Von Gerhard Uhlhorn an RotorHead
Hmm...
Ich weiss, mein Englisch ist nicht so gut, aber "I would..." heisst doch "Ich wollte..." oder "Ich würde...". Und "I should..." heisst "Ich sollte...".
Oder irre ich hier?
28. August 2004: Von RotorHead an Gerhard Uhlhorn
Es heißt "I shall" statt "I will" und "I should" statt "I would". Sprache ist nicht immer eindeutig. Das Englische Wort "set" hat z.B. wenigstens 26 verschiedene Bedeutungen. Mathematische Logik darf man von einer Sprache auch nicht erwarten, z.B. ändert sich im Deutschen der Wortsinn von "dürfen" und "müssen" bei Negierung ins Gegenteil. Derartige Ungereimtheiten gibt es wohl in jeder Sprache zu Hauf.

Zurück zum Sprechfunk: Auch ich nutze lieber Englisch. Nur ist das an vielen Plätzen nutzlos, da oft nur Deutsch gesprochen und verstanden wird.

Übrigens scheint die ICAO einen Englisch-Sprachtest ab 2008 einführen zu wollen, mit einer Abstufung von 1 (schlecht) bis 6 (Muttersprachenqualität). Bei einer Einstufung unter 4 darf dann nicht mehr ins Ausland geflogen werden, bei Stufe 4 muss der Test alle 3 Jahre und bei Stufe 5 alle 6 Jahre wiederholt werden. Wenn das tatsächlich so umgesetzt wird, gibt es wohl nur noch wenig grenzüberschreitenden Luftverkehr.

Infos z.B. unter https://www.aopa.de/NEWS/2004August/icao.html und https://www.icao.int/icao/en/trivia/peltrgFAQ.htm#q12
28. August 2004: Von Thomas Schmidt an RotorHead
Hallo,

*lach* wie richtig gesagt will die ICAO Sprachüberprüfungen einführen, wobei dies schon lange in der Schublade liegt.

Wie man sieht fangen wir ja schon mit dem "Unterricht" an...

Was die Unterschiede zwischen "shall", "should" u.s.w. betrifft, so sind diese mir wohl bekannt, ich möchte aber hinzufügen, falls dies nicht klargeworden ist, dass ich lediglich wortwörtlich die AIP bzw. das NfL zitiert habe.

Grüße
28. August 2004: Von Weber an Thomas Schmidt
Ich lese amüsiert Ihre so netten und manchmal bissigen Beiträge. Und ich wundere mich über die eigenartigen Ansichten. Am Funk deutsch sprechen, das machen doch Leute in den Segelfliegern und in den Ultralights. Die fliegen immer schön brav um den eigenen Kirchturm. Wie liebe Leute wollt Ihr mit ungeübten Englisch Kenntnissen nach Spanien, Italien, Frankreich??. Ich bewege mich in Europa, mit dem Flieger. Dann ist es doch wunderbar wenn ich in Spanien im Anflug keine Ahnung habe, was da noch auf der Platzrunde ist, weil alle spanisch reden, das gleich in Frankreich,Schweden, Holland.
Ich schätze es natürlich, wenn dann, wenn ich Longfinal ( auf englisch) melde, sofort alle Platz machen, weil da ein grosser Flieger, IFR und schnell kommt.
Aber eigentlich hätte ich keine Mühe mich regelgerecht in die Platzrunden einzureihen, was ich an einem der meistbeflogenen unkontrollierten Plätze (dem Birrfeld) auch tun muss.
Also bitte, sprecht am Funk doch in einer Sprache die auch Leute die nicht aus dem gleichen Dorf kommen, auch verstehen. Eigentlich sollte das überall gelten und hat mit amerikanismus nichts zu tun. Eher mit Sicherheit und Völkerverständigung in Europa.
Gruss aus der viersprachigen Schweiz.
28. August 2004: Von Wolfgang Schlegel an RotorHead
also meinen Amis war mein should oder would immer ziemlich Schnuppe. Letzteres erschien mir eben weniger hackelig. So bleibe ich halt beim "I wonder if..", da kann nichts schief gehen.
Grüße
H.
1. Oktober 2004: Von Stefan Weisshaar an Weber
Hans,
genau so ist es.
Deshalb gab es ja im Passagierbereich auch irgendwann mal die gleichen Regeln, nach denen Tickets ausgestellt, Cargo Container verladen und allgemein Verfahren durchgeführt werden.

Gruß,

Kusi
4. Oktober 2004: Von Edgard L. Fuß an Stefan Weisshaar
Gleiche Regeln und Verfahren, das wäre schön (einfach)!
Mal andersrum gefragt:
Warum haben wir mal internationale Maßeinheiten festgelegt, bein denen z.B. Längen im metrischen System und nicht mit Meilen oder ft, Kräfte in N und nicht in lbs und Gewichtskräfte in Kg; Flüssigkeitsmengen in l statt in Gal. angegeben werden?

Warum muß ich mir (teuer) "zöllisches" Werkzeug beschaffen, damit ich an einer EXTRA auch das Triebwerk "bearbeiten" kann?

Die Briten und Amis scheren sich einen Sch.. um internationale Abkommen, weil irgendwann genug anglophile da sind, die mich zwingen, meinen Höhenmesser gegen einen "füssigen" auszutauschchen - Danke dafür!

Edgard

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