Login: 
Passwort: 
Neuanmeldung 
Passwort vergessen



Das neue Heft erscheint am 1. Juli
Rente mit 90 – für das Hauptflugbuch
Pilot Training: Zero Sideslip Condition
Wie kommt man zur FAA-Lizenz?
Vorsicht bei Flügen nach Italien!
IFR-Approach in Speyer
Flight Risk Assessment Tool
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Sortieren nach:  Datum - neue zuerst |  Datum - alte zuerst |  Bewertung

Luftrecht und Behörden | Mithilfe bei der Abschaffung des Hauptflugbuches dringend benötigt!  
6. Juli 2026 10:49 Uhr: Von Guido Frey  Bewertung: +18.00 [18]

Der eine oder andere hat vermutlich schon den Artikel zum Hauptflugbuch in Pilot und Flugzeug gelesen. Für alle anderen hier (stark verkürzt) der Hintergrund der aktuellen Aktion:

Das Hauptflugbuch hat dieses Jahr 90-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass hat mich interessiert, wie das Hauptflugbuch bei Behörden derzeit genutzt wird. Dazu habe ich mittels Informationsfreiheitsanfragen eine kleine Studie erstellt, die hier abgerufen werden kann.

Das Ergebnis: Das Hauptflugbuch wird entweder gar nicht genutzt bzw. wo es genutzt wird, sind die Ergebnisse "eher überschaubar"...

Nun gab es auf Grund dieser Untersuchung eine Initiative der Verbände, das Hauptflugbuch abzuschaffen. Diese ist leider am Widerstand der Bundesländer gescheitert.

Statt die Flinte ins Korn zu werfen, hilft uns jetzt nur noch Graswurzeldruck. M. E. ist das Hauptflugbuch nach dieser Untersuchung auch im Hinblick auf die DSGVO rechtlich nur noch schwer haltbar. Um das rechtssicher festzustellen, gibt es die Möglichkeit einer Beschwerde bei den zuständigen Datenschutzbeauftragten (Das ist kostenfrei und weniger risikobehaftet als eine direkte Klage.). Da die Hauptflugbuchpflicht mit der Anordnung in der Flugplatzgenehmigung entsteht, sind hier die Landesluftfahrtbehörden zuständig für die Beachtung der DSGVO in diesem Bereich.

Beschwerden können aber nur Leute einreichen, die persönlich von dieser Regelung betroffen sind. Dazu suche ich jetzt Pilotinnen und Piloten, die ein Luftfahrzeug bewegen, das nur von einer oder wenigen Personen geflogen wird. Idealerweise haben diese in der letzten Zeit Landungen oder Starts außerhalb von Verkehrsflughäfen in mindestens einem der folgenden Bundesländer absolviert:

- Berlin oder Brandenburg

- Hessen Nord (Reg.-Bezirk Kassel)

- Mecklenburg-Vorpommern

- Saarland

- Sachsen-Anhalt

- Thüringen

Dabei sind alle Arten von Luftfahrzeugen willkommen (Motorflugzeuge, Segelflugzeuge, Motorsegler, Hubschrauber, Ultraleicht, Drachen etc.)!

Ich versuche derzeit, die Beschwerden über möglichst viele Bundesländer zu verteilen und pro Landesluftfahrtbehörde maximal zwei Beschwerden einzureichen.

Wer in dieses Raster passt, möge sich bitte bei mir melden unter newsletter@fliegenohneflugleiter.org oder +49-178-4044332.

Ich benötige für die Beschwerde jeweils den Namen und die Postadresse der Pilotin oder des Piloten, sowie Kennzeichen und Typ des benutzten Luftfahrzeuges. Ich formuliere damit die Beschwerde so, dass sie nur noch per E-mail versandt werden muss. Bei Rückfragen seitens der Behörden übernehme ich auch die Formulierung der entsprechenden Antworten.

Über eine rege Beteiligung würde ich mich sehr freuen! Bei weiteren Rückfragen stehe ich gerne hier als auch unter den o. a. Kontaktdaten zur Verfügung!

Bei der Gelegenheit kann ich noch auf eine weitere "Mitmachaktion" für alle verweisen:

Die Bundesregierung möchte, mal wieder, die Rechte aus dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) einschränken. Gerade diese Rechte waren essentiell für die Erstellung meiner Studie! Die Plattform fragdenstaat.de war ein extrem hilfreiches Mittel!

Insofern kann ich nur dazu aufrufen, die zugehörige Petition zum Erhalt des IFG, zumindestens in der jetzigen Form, zu unterstützen! Wer mithelfen möchte, kann die Petition hier digital unterzeichnen.

Ich danke schon mal allen, die hier in der ein oder anderen Form mithelfen oder unterstützen!

Edit: Ich bin gerade sehr glücklich! Es kommen reihenweise e-mails, so dass die ersten Bundesländern schon "versorgt" sind. Danke schon mal an alle Beteiligten! Wer in den noch offenen Bundesländern noch Landungen hatte und sich beteiligen möchte, bitte weiter gerne melden!

P. S.: Jetzt fehlt, wenn alle, die sich bisher bereit erklärt haben, ihre Beschwerde abschicken, nur noch das Saarland.

6. Juli 2026 18:13 Uhr: Von Timm H. an Guido Frey

Hab dir ne mail geschickt.

6. Juli 2026 18:40 Uhr: Von Guido Frey an Timm H.

Ist angekommen! Vielen Dank! Ich arbeite gerade daran.

6. Juli 2026 19:41 Uhr: Von Guido Frey an Guido Frey

Sollte jetzt alles da sein.

7. Juli 2026 06:52 Uhr: Von Timo Cz an Guido Frey

Tolle Aktion Guido. Danke für deinen Einsatz.

Zum Saarland will sich wieder keiner bekennen. :-)

7. Juli 2026 10:12 Uhr: Von Timm H. an Guido Frey

Alles erledigt Inkl Petition.

Hoffentlich bewegt sich etwas.

Vielen Dank für deine tolle Arbeit!!!

7. Juli 2026 18:21 Uhr: Von Manni Fold an Timm H.

In Berlin/Brandenburg bei der LUBB tut sich auch was. Bei einem Audit vor einigen Wochen wollten die noch den Ordner sehen, aber wollen wohl in Zukunft ( ab 2027?) Elektronisches wie Vereinsflieger o.ä. akzeptieren. Gewährleistet muss wohl sein, daß alle Flugbewegungen am Platz zuverlässig erfasst werden.

7. Juli 2026 18:27 Uhr: Von Peter Thomas an Manni Fold Bewertung: +6.00 [6]

...vor einigen Wochen wollten die noch den Ordner sehen, aber wollen wohl in Zukunft ( ab 2027?) Elektronisches wie Vereinsflieger o.ä. akzeptieren. ...

Hallo,

das Hauptflugbuch, auch wenn es ein Auszug aus dem Vereinsflieger ist, ist komplett überflüssig. Analog oder digital: abschaffen.

LG aus dem Taunus

Peter

7. Juli 2026 19:15 Uhr: Von Manni Fold an Peter Thomas

Sehen wir "luftsportler" alle so. Aber die Behörden wollen wissen wer wann wo.. Und i.Ü. auch einige Flugplatzeigner, haben sie doch Angst, daß ihnen Lande- und Abstellgebühren entgehen. ( Starte ich um 07 local, lande um 21:00 lokal und bin nicht ehrlich fehlen in der Kasse 15,-€..)

8. Juli 2026 07:14 Uhr: Von Johannes König an Manni Fold

Und zur Sicherstellung, dass du auch ja deine 15€ abdrückst wird dann 14h ein Mitarbeiter vorgehalten?

8. Juli 2026 07:28 Uhr: Von Guido Frey an Manni Fold Bewertung: +7.00 [7]

Auch nach der Abschaffung eines Hauptflugbuches können die Flugplatzhalterinnen und -halter weiter die für die Abrechnung nötigen Daten erfassen und verarbteiten. Allerdings wird das m. E. nach einiges vereinfachen. Z. B. haben wir am Haxterberg oft das Problem, dass Piloten beim Fliegen ohne Flugleiter brav Ihre Landegebühren bezahlen, aber vergessen, die anschließende Startzeit nach dem Abflug nach Hause einzutragen. Da muss jetzt jemand hinterherrennen... In Zukunft würde dann die Notiz "Ich bin heute x-mal bei Euch gelandet." für die Abrechnung völlig ausreichen.

8. Juli 2026 09:24 Uhr: Von Manni Fold an Johannes König

Natürlich wäre das Vorhalten von Personal wegen der paar € Gebühren Tomaten mit der Kettensäge schneiden..Wie macht Ihr das in Melle? Ideal wäre natürlich eine Landepauschale. Aber wie isses bei Fremden? Kommen dann während der Woche gar keine Gebühren rein?

8. Juli 2026 12:11 Uhr: Von ch ess an Manni Fold Bewertung: +2.00 [2]

Eine mittlere webcam mit selbst (=KI) codierter Kennzeicherkennung erstellt mit minimalem Aufwand eine Liste zum Quercheck der Abrechnungen.

Airops hilft auch, sonst self-service via webseite/vereinsflieger ?

LDG kann ggf nachgewiesen werden über Aufzeichnung.

Kann alles gecheckt werden und oft dürften es eh Flieger aus der Umgebung sein.

8. Juli 2026 13:03 Uhr: Von Michael Söchtig an ch ess

Im Zeiten von Flightradar und co ist das Argument der Überwachung auch nicht mehr wirklich relevant.

Legitime Interessen des Staates sehe ich noch bei der Erfassung von Statistiken. Aber dafür braucht man kein Flugbuch.

Wäre wirklich mal eine gute Idee für Bürokratieabbau.

8. Juli 2026 13:20 Uhr: Von Guido Frey an Michael Söchtig Bewertung: +1.00 [1]

Die Statistik ist m. E. auch kein gutes Argument mehr. Ich habe in meiner Studie das statistische Bundesamt nach einem Verteiler für die Luftfverkehrsstatistik gefragt. Es gibt ihn schlicht nicht... Die Statistik wird ausschließlich in Form einer Excel-Tabelle auf der Webseite von DeStatis veröffentlicht. Dort gab es in 2024 lediglich 96 Abrufe. Davon waren vier von mir...

Die Tabelle erfasst alle Flugplätze in Deutschland. Also auch die Verkehrsflughäfen. Über die Statistik der Verkehrsflughäfen wird regelmäßig bei Veröffentlichung in der Tagesschau und anderen nationalen Medien berichtet. Daher vermute ich, dass der allergrößte Teil der Abrufe von Interessenten an den Zahlen für die Verkehrsflughäfen stammt...

Die Belege dazu finden sich hier in Kapitel 9.10.

8. Juli 2026 13:30 Uhr: Von Guido Frey an Michael Söchtig

Wäre wirklich mal eine gute Idee für Bürokratieabbau.

Das dachte ich auch, aber nach Protesten der Landesluftfahrtbehörden wurde der Entwurf zur Abschaffung des Hauptflugbuches aus dem Bürokratierückbaugesetz Verkehr gestrichen...

8. Juli 2026 14:16 Uhr: Von Sven Walter an Guido Frey Bewertung: +1.00 [1]

In der Sitzung wäre ich gerne dabei gewesen und hätte die Herrschaften nach ihren Meinungen zum historischen Hintergrund der Reichsjudenfluchtverhinderungsordnung sowie der letzten Studie von de Maizière, Steinbrück und Jäckel (?) gefragt.

Typisch Beamtenärsche, in diesem Punkte.

8. Juli 2026 20:27 Uhr: Von Andreas Trainer an Guido Frey

Könnte man von Frankreich lernen?
Wie machen die das mit der Landegebühr? Die Clubplätze verlangen vermutlich nix ... werden vielleicht aber von der Kommune in irgendeiner Form unterstützt?
Das Gelände ist meist größer als bei uns und die Liegenschaften sind üppiger als bei uns - irgendwie schaffen die das doch auch?

12. Juli 2026 12:21 Uhr: Von Guido Frey an Andreas Trainer Bewertung: +2.00 [2]

Welche Finanzquellen in Frankreich hauptsächlich genutzt werden, weiß ich nicht.

In D sind Flugplätze jedoch oft recht unterschiedlich strukturiert:

- Manche Vereinsplätze werden hauptsächlich komplett von den Mitgliedern betrieben und unterhalten (oft mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement). Da sind "Fremdlandegebühren" eine vernachlässigbare Größe, weil das meiste schon über den "internen Betrieb" bezahlt wird.

- Andere Flugplätze leben hauptsächlich von den Kraftstoffverkäufen und den Hallemieten. Auch hier sind Landegebühren oft "nebensächlich".

- Wieder andere Plätze (gerade mit hohem Schulungsaufkommen) bestreiten hingegen einen sehr signifikanten ihres Budegets durch Landegebühren.

Insofern gibt es hier sehr viele Unterschiede in der Struktur, was sich dann oft auch in sehr unterschiedlichen Gebührenstrukturen niederschlägt. Hier gäbe die Abschaffung des Hauptflugbuches aber wesentlich mehr Flexibilität:

Dezeit muss noch PPR erteilt werden und eine Infrastruktur zur Erfassung der notwendigen Daten unterhalten werden. Wenn das wegfällt, sind die Grenzkosten für eine weitere Landung nahe Null. Damit könnten andere Geschäftsmodelle an manchen Plätzen interessant werden (z. B. eine Landegebührenpauschale für Vielnutzer oder eine reine Finanzierung über Kraftstoffverkauf und Hallenvermietung ohne jegliche Landegebühren).


19 Beiträge Seite 1 von 1

 

Home
Impressum
© 2004-2026 Airwork Press GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Airwork Press GmbH. Die Nutzung des Pilot und Flugzeug Internet-Forums unterliegt den allgemeinen Nutzungsbedingungen (hier). Es gelten unsere Datenschutzerklärung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (hier). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) Hub Version 14.29.06
Zur mobilen Ansicht wechseln
Seitenanfang