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IFR & ATC | Wann muss wer ausweichen?  
18. Februar 2021 22:14 Uhr: Von Dominic L_________ 

Letztens war ein Artikel im PuF, in dem, soweit ich mich erinnere, ein gängiges Szenario bechrieben wurde: Ein Flugzeug macht IFR/VMC einen Anflug auf einen kleineren Platz und fliegt jetzt gerade in Luftraum E. Dann fliegt da noch ein mehr oder weniger schlauer VFR-Flieger rum und der kommt dem nun in die Quere.

Grundsätzlich sollte nun der Lotse im Auge haben, was da an VFR-Verkehr rumfliegt, aber angenommen, das klappt nicht und es kommt dann also zum See-and-Avoid.

Für den Lotsen ist es einfach, die Abstände zu sehen. Der kann genau sagen, wie weit die Flugzeuge voneinander entfernt sind und man kann nachher genau nachschauen, ob das jetzt alles kein Problem war oder ein schwerer Vorfall. Aber was machen die Piloten? Es gibt eigentlich kein objektives Maß, wann man ausweichen muss. Der eine kann das ganz locker sehen, zischt mit seinem Jet noch gerade vor der 172er durch - schneller werden kann sie ja nicht, da passiert schon nichts. Oder knapp drüber oder was auch immer. Der andere fliegt lieber einen großen Bogen drumherum.

Für den VFR-Flieger gibt es doch meines Wissens gar keinen Mindestabstand zu anderen Fliegern. Also extremes Beispiel: Beide Piloten tiefenentspannt, 10 Meter aneinander vorbei, beide zufrieden, passt doch. Dass das nicht sehr schlau ist, ist klar, aber wann ist es objektiv und rechtlich ein Problem und gelten für beide unterschiedliche Regeln?

19. Februar 2021 15:17 Uhr: Von Björn W_____ an Dominic L_________

Hallo Dominic,

sobald man sich unwohl fühlt bzw etwas als unsicher empfindet, kann man einen Airprox aufgeben, so dass dieses untersucht wird.
Einen Mindestabstand rein rechtlich zwischen VFR Luftfahrzeugen gibt es meiner Meinung nach nicht, aber alles unter 150m(500ft), so wie in SERA5005f für die Mindesthöhe festgelegt, würde ich als interessant ansehen.
Das unter IFR betriebene Luftfahrzeug in Luftraum E hat natürlich kein Vorflugsrecht und muss die Ausweichregeln genauso ausführen - und da bitte als IFR Pilot nicht zu 100% auf den Lotsen vertrauen !
Und auf dem Radarschirm sind bereits Abstände unter 2NM als sehr, sehr eng anzusehen....
Schöne Grüße Björn

19. Februar 2021 17:44 Uhr: Von Dominic L_________ an Björn W_____

Das ist alles richtig. Aber man weiß ja, wie weit in der Realität die theoretische Überlegung, lieber einen GoAround zu fliegen, wenn irgendwas schief geht, von der Praxis abweicht, wo alle möglichen Ablagen irgendwie noch korrigierbar sind und so weiter. Da gibt es ja auch diesen Interessenkonflikt zwischen Asuweichen oder lieber weiter fliegen. Für den VFR-Piloten ist das nichts besonderes. Der macht halt eine kleine Kurskorrektur und die Sache ist gebacken. Für den IFR-Piloten bedeutet es erst einmal 10 Minuten Ehrenrunde fliegen.

Ich wundere mich nur, dass man den Wolkenabstand so genau definiert hat, obwohl er natürlich nur ungefähr schätzbar ist, und das zwischen Flugzeugen und für Piloten nicht geregelt hat. Für den Lotsen gibt es ja sehr genaue Vorgaben, was er erwirken soll.

22. Februar 2021 20:28 Uhr: Von Udo Rauch an Dominic L_________

Warum sollte man im Sichtflug Mindestabstände definieren wollen? Das ist für Segelflieger doof, die im Bart kreisen. Oder im Formationsflug ist das auch ungeschickt. Auch in der Platzrunde sind Abstände manchmal sehr gering. Wie sollte man das einhalten können?

Und wie sollte der Radarlotse die Staffelung einhalten können? Bei einem Gleitschirm z.B., der überraschend ohne Transponder in 7000ft auftaucht. Der taucht nicht einmal als Primärziel auf.

In VMC hat der IFR-Flieger exakt genauso nach draußen zu schauen wie der Sichtflieger. Der Sichtflieger weiß ja nicht einmal, ob der andere nach IFR oder VFR fliegt, also müssen die Regeln in dem Luftraum für alle gleich sein.

Jedenfalls in den Lufträumen E und G (F gibt's ja nicht mehr bei uns) wird nicht zwischen IFR/VFR unterschieden.

Grüße, Udo


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