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11. Juni 2018 Angelika Sonnenschein

Leserreise: Tag 10


Krasnojarsk: Wir haben den Schuss gehört!

Am 11. Juni hatte Jan Brill planmäßig die Ostgruppe von Krasnojarsk aus in Richtung Frankfurt verlassen um ab 12.6. auf der Westroute nach Anchorage zu fliegen und dort die Russland-Crews wieder zu treffen. Arnim und Marissa Stief leiten in der Zwischenzeit die Ostgruppe und Angelika Sonnenschein verfasst die Berichte für das Reisetagebuch. Unsere gestrige Etappe führte uns nach Krasnojarsk, eine Millionenstadt am Fluss Jenissei und an der transsibirischen Eisenbahn. Der Jenissei bildet die Grenze zwischen West- und Ost-Sibirien.


Die Zwölf-Uhr-Kanone ist eine alte Tradition.
Die Stadt verfügt über zwei Flughäfen, einen nationalen und einen internationalen, die sinnigerweise versetzt parallel direkt neben einander liegen, beide haben Landebahnen 11/29. Ohne gründliche Flugvorbereitung könnte man meinen, es handele sich um einen Flugplatz mit zwei Landebahnen.

Heute haben wir eine russisch-sprachige Stadtführerin, die eine Übersetzerin mitgebracht hat. Nachdem wir ihr erzählt haben, dass wir eine Gruppe von Piloten sind, versorgt sie uns mit interessanten Details zur Fliegerei in Krasnojarsk. Beispielsweise befanden sich anstelle der unser Hotel eingrenzenden zwei Strassen früher die Landebahnen des ersten Flughafens. Von hier startete der Pilot Wassili Molokow im Februar 1934 zusammen mit 6 anderen Piloten zur Rettung der schiffbrüchigen Besatzung eines im Polarmeer gesunkenen Dampfers von einer Eisscholle. Er führte dabei insgesamt neun Flüge unter zum Teil widrigsten Wetterbedingungen durch und flog insgesamt 39 Menschen in einem zweisitzigen (!) Flugzeug aus.

Höhepunkt unseres Besichtigungsprogrammes ist der Besuch eines Hügels oberhalb von Krasnojarsk, der von einer Kapelle gekrönt wird, die sogar auf den 10 Rubel Scheinen abgebildet ist. Unterhalb der Kapelle hat man vor einigen Jahren eine Kanone wieder aufgestellt, mit der in Zeiten, in denen Uhren noch ein Luxusgut waren, den Bewohnern durch einen Schuss signalisiert wurde, wann es 12 Uhr war. Dieser Brauch wurde vor einigen Jahren wieder eingeführt, und wir waren zur passenden Zeit vor Ort. Überrascht hat uns nicht nur die enorme Lautstärke des Schusses sondern auch das vielfältige Echo, das von den Bergen ringsum zu uns zurück kam.


Anflug mit den beiden unterschiedlichen Flughäfen. Vorne rechts der nationale Airport nur für russische Nutzer, voraus der internationale Airport, der vor allem ein Frachtumschlagplatz ist.
Insgesamt macht Krasnojarsk einen weniger modernen und wohlhabenden Eindruck als die anderen Städte, die wir bislang besucht haben. Viele Plattenbauten aus den 50-er und 60-er Jahren sehen heruntergekommen aus, und zwischen Neubauten stehen immer wieder ärmliche kleine Häuser oder Bauruinen. Die Menschen sind uns gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert.


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