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Funkaufzeichnung / Textnachricht aus dem Cockpit
Fotostrecke: Über dem Pazifik
Einträge im Logbuch: 27
Über den Äquator zum Henderson Field
 
14. Oktober 2017 Jan Brill

Leserreise: Tag 11


Pohnpei!

Am 14. Oktober setzten wir unseren Weg nach Südosten fort. Die Departure in Saipan verlief ATS-seitig US-amerikanisch problemlos. Der philippinische Handling-Agent brachte sich in Form der Handling-Preise aber offenbar ein Stück Heimat mit auf die Insel: $ 1.100 US-Dollar rief POI-Aviation für eine weitgehende Nicht-Leistung auf. Die Firma ist zweifellos ein Beispiel für den von der US-AOPA kürzlich angeprangerten Wucher bei FBOs in den USA. Eine Alternative zu PGSN gab es für uns auf diese Route allerdings nicht.


Der Anflug auf Pohnpei/PTPN ist der erste echte IFR-Approach der Reise.
Beim Abflug fragte der Controller ob wir die vier Flugzeuge irgendwo hin liefern würden. Unsere Antwort “no, we’re just on vacation to New Zealand” beschied er dann mit einem herzlichen und überraschten “wow, that is great! Have fun!”

Für alle vier Flugzeuge führte der Weg nach Pohnpei/PTPN. Unser eigentliches Ziel Chuuk/PTKK konnten wir nicht ansteuern, das der Flughafen aufgrund von Bauarbeiten nur eingeschränkt benutzbar ist. Aber einen Zwischenstopp benötigen wir noch auf dem Weg zu den Salomoneninseln. Also fiel die Wahl auf Pohnpei in Mikronesien. Ein Leg von gut 900 NM.

Die Insel gilt als der “nasseste Ort der Welt” und tatsächlich herrschen bei unserer Ankunft heftige Schauer, die bis in die Nacht anhielten. Allerdings schön warm!

Das ganze Gebiet wird von Oakland Oceanic kontrolliert. Der Flugplatz Pohnpei ist allerdings unkontrolliert. So unkontrolliert, dass die CTAF-Stelle nicht einmal Landemeldungen der Maschinen an Oakland weitergeben konnte. Folglich war intensive Arbeit mit dem Satcom gefragt. Jede Einzelheit musste telefonisch oder per HF an Oarkland bzw. ARINC Oceanic weitergegeben werden.

Das klappte über Satcom übrigens hervorragend, auch in die Gegenrichtung. Häufig rief Oakland bei uns im Cockpit an um Freigaben zu erteilen oder Positionen abzufragen.

Zwei Maschinen aus unserer Gruppe verzichteten auf die Übernachtung in Pohnpei und flogen direkt nach Henderson Field in Honiara auf den Salomonen weiter. Citation und Cheyenne beließen es bei einem Leg pro Tag und übernachteten. Für beide Crews ein einmaliges, wenn auch durchaus rustikales Erlebnis im einzigen verfügbaren Hotel in Flughafennähe.


Blick vom Hotel aus. Wenn nicht gerade Regenschauer den Himmel dominieren ist die nördliche Lagune mit der markanten Klipper wunderschön anzusehen.
Die zu den Karolinen gehörige Insel mit 34.000 Einwohnern liegt selbst für pazifische Verhältnisse ziemlich weit ab vom Schuss. Der Flugplatz liegt malerisch auf der Nordseite auf einer vorgelagerten kleineren Insel. Der Anflug auf die Piste 09 wird von einer markanten Klippe dominiert, die die Minima in dieser Anflugrichtung bestimmt. Hier machen wir den ersten echten IFR-Anflug der Reise.

Die Einreise ist problemlos, die Inselbewohner erleben wir als ausgesprochen freundlich, wenn auch alles hier eher langsam vonstatten geht. Zur Entschleunigung trägt auch bei, dass unsere Mobiltelefone hier nicht funktionieren. Ein eng eingegrenzter WIFI-Hotspot mit gelegentlicher Verbindung zur Außenwelt (wenn nicht gerade wieder ein Gecko über die Tasten läuft) in der Hotel-Rezeption… sonst nur unendlich viel Grün und Sonne.

Die Insel war von 1899 bis 1914 eine deutsche Kolonie. Hier, wirklich am Ende der Welt, fragen wir uns: Was um Himmels Willen wollte Kaiser Wilhelm mit dieser Insel?

Morgen wollen wir versuchen vor den alltäglichen Regenschauern aus Pohnpei wegzukommen.



  
 
 





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