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10. Juli 2026 08:13 Uhr: Von Michael Huber an Flieger Max Loitfelder Bewertung: +1.00 [1]

Das mit dem Mess-Röhrchen / Stab ist bei meiner / allen Malibu problematisch.

Wenn man dort 20 GAL oder weniger im Tank hat kann man nämlich überhaupt nichts messen.

Ich weiß dann also nicht ob 0 oder 19,5 GAL im Tank sind.

Die Avionik Hilfsmittel und Rechnereien sind gut, würde mich aber auch nie darauf verlassen.

Ebenso gibt es genügend Probleme in der Luft welche die "das wird schon reichen" Kalkulation zunichte machen.

Starker Gegenwind, Fahrwerk fährt nicht mehr ein, ATC Routing, Notam nicht gekesenn und Platz hat schon zu oder Pistensperrung weil jemand auf der Bahn liegt.

10. Juli 2026 08:29 Uhr: Von Joachim P. an Rockhopper Flyer Bewertung: +0.67 [1]

ja, der Verbrauch wird in Masse/h gemessen, denn die Energie ist pro Masse,nicht pro Volumen enthalten. Das hat aber erst mal nix mit der Messung im Tank zu tun. Ein Schwimmer misst Volumen, ein kapazitiver Sensor Masse.

10. Juli 2026 08:30 Uhr: Von Patrick Leanhard an Rockhopper Flyer Bewertung: +1.00 [1]

TBM rechnet in Volumen (GAL/h).

10. Juli 2026 08:31 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Michael Huber Bewertung: +2.00 [2]

mein "aha-Erlebnis" vor Jahren:

Drain Ventil tropft... OK... ist wohl Dreck im Ventil ... paar Mal geöffnet und Sprit gedraint... es tropft weiter und weiter... in ziemlich hoher Tropfrate.

Nach längerem Rumprobieren ... mein Arm und Jacke war mittlerweile "Avgas-soaked" einen Kanister und Trichter besorgt.

Am nächsten morgen war der Kanister voll und die netten Mitarbeiter hatten schon einen neuen Kanister untergestellt.

Ursache: defekter O-Ring (ca. 5 mm Durchmesser) im Drainventil.

Erkenntnis: wenn Dir das unterwegs passiert (am Boden) steht man saudumm da, du kannst das nicht aufhalten.

Wenn Dir das in der Luft passiert ist der Tank womöglich plötzlich leer und Du weißt nicht warum.

Hier Gott sei Dank an der Homebase passiert und durch die Avgas-Pfütze am Hallenboden erkannt.

Seit dem: sorgsames Augenmerk für die Fuel Drains, vor allem beim Drainen zB. nicht verkanten...

10. Juli 2026 08:31 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

Leider waren die Flüge nie lang genug um vollständig auszudiskutieren wie es sein kann das in BCN noch 100 Tonnen an Bord waren, bei 30° West aber 1 Tonne fehlt?

Kerosin hat einen Ausdehnungskoeffizienten von ca. 0,085 % pro Grad Celsius.

Wenn man 100 Tonnen Sprit tankt und dieser im Tank um 15 °C abkühlt, schrumpft sein Volumen um etwa 1,3 %.

Bei einer Anzeige, die nur das Volumen misst und das Schrumpfen nicht kapiert, würde sie tatsächlich anzeigen, dass dir auf einmal über eine Tonne "fehlt" – obwohl die Energie und das tatsächliche Gewicht immer noch vollzählig im Tank schwappen.

Wird etwa Masse angezeigt aber Volumen gemessen?

10. Juli 2026 09:01 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard

Airbus misst definitiv (kapazitiv) Masse. Auch alle Verbrauchs- und Durchflussanzeigen von Triebwerk (oder auch Air Conditioning Packs) erfolgen nach Masse, nicht Volumen.

10. Juli 2026 10:16 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

Auch die aktuelle Gesamtmasse? Müsste dann mit Volumen und Dichte berechnet werden, oder? Wiegen wird ja nicht gehen :)

10. Juli 2026 10:57 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Patrick Leanhard Bewertung: +1.00 [1]

Bei der kapazitiven Treibstoffmessung wird der Sensor an der Tankwand montiert. Er hat - wie ein Kontensator - 2 Sonden/Platten/Elektroden. Der Treibstoff wirkt als Dielektrikum und hat eine andere Dielektrizitätszahl als die Luft. Somit ist die Kapazitätsänderung dises Kondensators aufgrund des Treibstoff-Füllstandes direkt auswertbar für die Kraftstoffanzeige (ich weis aber nicht mehr, ob direkt proportional oder umgekehrt proportional). Die Kompensation der Treibstoffdichte erfolgt dadurch, dass sich die Dielektrizitätszahl des Treibstoffs mit dessen Dichte (diese ist wiederum temperaturabhängig) ändert. Lang ist´s her ;-)

10. Juli 2026 11:08 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard

Reinhard hat es wohl ganz richtig erklärt.

Wir haben auch eine Anzeige des (errechneten) aktuellen Gross Weight im Flug, durch Vergleich von gespeicherten Daten im Abgleich mit aktuellem Schub, Trim, Anstellwinkel, Speed, etc.

10. Juli 2026 14:55 Uhr: Von Bernd Schmalfuss an Reinhard Haselwanter Bewertung: +22.67 [23]

Hier wird durcheinander geworfen, was Messung und Anzeige angeht und es scheinen grob falsche Vorstellungen zu geben, was und wie gemessen wird und wie daraus eine Anzeige für unsere Interpretation erzeugt wird.

Aussagen wie: "ein Airbus misst Masse", "ein Schimmer misst Volumen" oder "eine kapazitive Messung misst Masse" ist zu vereinfacht und SO nicht korrekt, denn hier werden der vermeintliche Weg der Messung mit dem präsentiertem Ergebnis verwechselt.

Eine Messung mittels Schwimmer misst in erster Linie nur eine Füllhöhe über einen Drehwinkel eines Potentiometers (bei Oldtimern auch oft nur einen vertikalen Hub eines Stabes, das direkt vom Schwimmer angehoben wird bei erhöhtem Füllstand). Dieses Potentiometer regelt einen elektrischen Widerstand, der dann von Instrumenten oder elektronischen Komponenten zum Erzeugen einer Anzeige genutzt wird. Diese Messungen unterliegt allerlei Fehlern, da Kraftstoff sich in Tanks bei Bewegung gerne auch bewegt und dann schwankende Anzeigen produziert... das Gleiche entsteht, wenn das Flugzeug bei der Messung nicht waagerecht steht oder nicht lotrecht fliegt.

Der Drehwinkel des Poti, das meist durch einen zurechtgebogenen Metalldraht bewegt wird, an dessen Ende ein Schimmer befestigt ist, wird dann bestimmt durch verschiedene Füllstände (=Volumen) und muss, um damit halbwegs verwertbare Anzeigen zu erzeugen, kompensiert werden, da bei den in Flugzeugen eingebauten Tanks in Form deutlich von einer einfachen geometrischen Form abgewichen wird und die Schwimmerhöhe nicht linear dem Füllstand des Tanks entsprechen kann.

Ein Schwimmer misst also nicht Volumen, sondern wie hoch ein Schwimmer seitlich außen am Tank und innen am Tank nach oben Ausschlägt und wie der Mittelwert dieser Messungen ist. Ob der Schwimmer überhaupt richtig ausschlägt oder nur klemmt, hängt, festklebt oder fehlt, sagt einem das Messergebnis dann nicht. Daher sollte man nach jeder Betankung mit solchen Systemen eine Sichtkontrolle machen bzw sicherstellen, dass die getankte Menge alleine schon einen sicheren Flug zulässt.

Eine typische kapazitive Sonde ist auch kein Allheilmittel, misst nicht direkt eine Masse und macht auch nichts anderes, als lokal eine Füllhöhe zu messen, nur auf andere Weise. Sie kann nur weniger oft klemmen oder rosten, aber auch diese Sonden fallen aus und sind langfristig auch von Korrosion betroffen, wenn Wasser im Tank ist.

Auch kann man in integralen Flugzeugtanks nicht einfach einen Sondenstab einbauen und dann Widerstände zur Tankwand messen. Das würde nur in einem zylindrischen Gefäß funktionieren. Die üblicherweise in Flugzeugtanks verbauten Sonden bestehen aus einem eigenen metallischen Außenrohr und man misst zwischen Sondenstab und dem Außenrohr in ca 5-10 mm Entfernung. Das Außenrohr ist zum Tank hin mit Öffnungen versehen, sodass der Füllstand im Rohr der Sonde, dem Füllstand des Tanks an gleicher Stelle entspricht.

Die Signale dieser Sonden (wie auch bei Schwimmermessung sind immer mehrere Sonden pro Tankeinheit verbaut) werden dann bei allem, was dann mit solchen Systemen fliegt, mit einer Form eines Fuel Computer ausgelesen und zur Berechnung einer Anzeige benutzt. Ob man dann Volumen direkt (bringt einem in einem Jet Cockpit nicht viel, da man Massen benötigt) oder direkt Masse anzeigt, ist theoretisch egal und nur eine Softwarefrage. Auch in welcher Einheit man das Anzeigen möchte. Kilo, Pfund, Tonnen ist nur eine Änderung in Softwaresettings


Damit "der Airbus misst Masse" funktioniert, muss man dem Airbus noch verraten, welchen Kraftstoff man getankt hat (meist festes Setting, da außer JET-A1 nicht große Vielfalt herrscht) und wie die Temperatur im Tank ist. Dazu gibt es dann Temperatursonden nicht nur für die Außenluft, sondern halt in den Tanks (viele Flugzeuge messen diese Temperatur aber nur in EINEM Tank)

Damit berechnet der Computer dann die aktuelle Dichte und korrigiert den Volumenwert, den er aus den verschiedenen Füllstandswerten an verschiedenen Positionen im Tank errechnet. Da sich ein Flugzeug im Betrieb bewegt und man den armen Airbuspiloten nicht erschrecken möchte :) , wird die Anzeige nicht nur gedämpft, sondern rechnerisch auch an die Bewegung des Flugzeugs angepasst. Typische Fuel computer bekommen daher auch input aus den IRS, AHS, AHARS, ADIRU (oder wie halt die Kreiselsysteme beim jeweiligen Muster heißen) und passen die gemessen Werte an Pitch, Schiebewinkel und horizontale Beschleunigung an...sonst würde man bei jedem Start mit halbleerem Tank plötzlich eine Warnung bekommen, dass der Tank fast leer ist, wenn sich der Großteil des Kerosins Richtung Rückwand verschiebt und die vorderen Sonden im Trockenen stehen. Also: auch ein Airbus "misst" nicht Masse, sondern zeigt einen errechneten Wert an, der ungefähr der Masse enspricht, die an Bord ist, basierend auf Temperatur, Lage, Füllhöhen und Fehlern.


Es gibt also kein System, was direkt Masse messen kann, ausser man würde das Flugzeug bei unveränderten anderen Variablen auf die Waage stellen. Die Darstellungen von Kraftstoffvorräten an Bord sind somit immer nur mehr oder weniger überzeugende Zahlenwerte, gewonnen aus Messungen von Füllhöhen, Temperaturen und Lagen. Zu viel Vertrauen auf die präsentierte Zahl kann auch hier gefährlich werden. Denn wie auch die Füllstandsmessungen kann auch die Temperaturmessung Ungenauigkeiten unterliegen und auch Sensoren können (in gewissen Grenzen) falsche Werte liefern, bevor sie von der Software als -out of range- erkannt und ausgefiltert werden.

Da bei kleineren Flugzeugen meist keine Fuel Computer benutzt werden, ist die Interpretation der Tankanzeigen noch eine echte Aufgabe. Oft stehen in AFM/POH in den entsprechenden Kapiteln leicht zu übersehen auch Hinweise wie "Die Tankanzeige zeigt nur am Boden bei waagerechtem Untergrund genau an"...

Oft bei Unfällen hinterher dann zu beobachten, wie letztendlich nicht bloß etwas ungenaue Anzeigen der Grund des Unfalls waren, sondern überwiegend die Entscheidung des PIC, mit zweifelhafter Restmenge oder mangelnden Reserven zu starten, das ausschlaggebende Problem waren. Wer immer eigene Standards einhält wie "ich starte nie mit weniger als Äquivalent 1h Kraftstoff an Bord, selbst wenn es nur ein 10 Minuten Rundflug ist" hat relativ gute Chancen, nie wegen Kraftstoffmangel den Motor abgestellt zu bekommen.

10. Juli 2026 18:38 Uhr: Von Markus S. an Bernd Schmalfuss

Danke Bernd, besser kann man es nicht beschreiben, wieder was gelernt.

10. Juli 2026 20:38 Uhr: Von Patrick Leanhard an Bernd Schmalfuss

Danke! Ich habe vermutet, dass "Anzeigen, Messen, Wiegen und Rechnen" nicht immer so klar ist wie man im ersten Moment annimmt.

Und bei einem Verkehrsflugzeug ist es sowieso sehr ausgefeilt und in die Avionik integriert. Wenn man zB im CDU/FMS den cruise CG/MAC ändert, ändert sich die "maneuvering margin" am PFD Fahrtband ("speed tape") signifikant, muss sie ja auch!

Noch ein Beispiel dafür was diese Flieger so alles "messen":

Beim Airbus gibts einen Fall wo im Cruise auf einmal die "landing page" am MFD aufpoppt. Wie kann das sein? Max weiß es sicherlich.

10. Juli 2026 20:58 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard

Nein, weiß ich nicht da es bei uns keine "landing page" gibt. Vielleicht meinst Du die Performance Approach Page?

10. Juli 2026 22:42 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

SD (System Display?) Page Shift: If the RA briefly drops below 2,000 ft, the Electronic Centralized Aircraft Monitor (ECAM) system may automatically trigger the WHEEL page or the LANDING MEMO and memo display.

Wenn ana unten durch fliagt ;)

11. Juli 2026 03:45 Uhr: Von F. S. an Bernd Schmalfuss

Danke für die ausführliche Erklärung. Vielleicht noch ergänzend: Im Gegensatz zu Massefüllstand kann man Massedurchfluss auch direkt messen. Da die Sensoren aber etwas grösser/schwerer sind, als Volumenflusssensoren, bin ich nicht sicher, ob man das in Flugzeuge einbaut. Wäre mal spannend, von denen zu hören, die so was fliegen.

Was die Diskussion in jedem Fall zeigt, ist, wie wichtig bei der heutigen Elektonik sehr tiefe Systemkenntnisse sind. Was passiert mit den Daten wirklich? Wenn man z.B. im FMS irgenwo bewusst eine falsche Temperatur eingibt (auf dem heutigen Stand der Computertechnik ohnehin ein sehr dummes Design), dann muss man absolut sicher wissen, welche "Nebenwirkungen" das haben kann ... ist man wirklich sicher, dass dann die Tankanzeige noch stimmt ?!?

11. Juli 2026 09:07 Uhr: Von Michael Geringer an Roland Schmidt Bewertung: +1.00 [1]

Nach "Planung" schaut es jedenfalls nicht aus. Offiziell gibt es in Medulin keinen Sprit. Wenn man ohne da ankommt, wie will man wieder weg? (wobei man natürlich nicht ausschließen kann, dass jemand, der ein Boot da hat und öfter da ist, von Herrn Delic ein paar Liter abbekommt).

11. Juli 2026 09:11 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard Bewertung: +1.00 [1]

Das hatte ich in 30 Jahren vielleicht 2 Mal, ist ein Non-event. Es wird ja nur die System Page des Fahrwerks für ein paar Sekunden angezeigt (und das ist da tunlichst eingefahren).

Viel unangenehmer ist ein "Terrain, pull up" in FL370 um 2 Uhr früh, das verdanken wir GPS jamming und spoofing weil gewisse Menschen keine Ruhe geben wollen.

11. Juli 2026 10:35 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Michael Geringer

EIne durchschnittliche G36 hat lt. web ca. 2.600 lbs. empty weight, das MTOW ist 3.650 lbs. Da bleiben 1.050 lbs. payload, also 476 kg. In praktisch allen Fliegern, die ich so kenne, sind 10-15 kg davon "must-have-items", die so herumkugeln (Rangierstange, 2L Öl, Zündkerzenschlüssel, anderes kleiens Werkzeug etc. ... dann bleiben ungefähr 460 kg für den Rest. 4 ordentliche Männer, Gepäck, da bleibt nicht mehr üppig viel für Sprit. Und LOKL hat formal nur 500 m TORA. Relativ warm war es auch an dem Tag... Do the math ...

11. Juli 2026 12:26 Uhr: Von Dr. Thomas Kretzschmar an Michael Geringer

Wer ist eigentlich dieser Delic. Ich bin mal in Dubrovnic mit einer Cessna 182 Kennung D-ELIC gelandet und das hat die Leute vom Flugplatz sehr amüsiert

11. Juli 2026 14:13 Uhr: Von Michael Geringer an Dr. Thomas Kretzschmar

Der Delic bietet Rundflùge von Medulin aus an. Der Flugplatz gehört den Eltern.

11. Juli 2026 18:23 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

War mal am Jump und habs zufällig gesehen. Klar ein non event aber zeigt schön die Komplexität/Integration/Verkettung der Systeme.

12. Juli 2026 10:13 Uhr: Von Chris _____ an Bernd Schmalfuss

Fast alle Messgeräte messen indirekt und zeigen verarbeitete oder interpretierte Daten an.

Besonders prominent dafür ist der Airspeed indicator. Was der eigentlich misst ist der Staudruck, 1/2 rho v^2. Keine Gewchindigkeit. Er zeigt den Messwert nur als (äquivalente) Geschwindigkeit an.

12. Juli 2026 14:31 Uhr: Von Wolfgang Winkler an Chris _____ Bewertung: +2.00 [2]

Dann müssen wir das Haar jetzt aber auch vollends zu Ende spalten:

Der (klassische) Fahrtmesser misst die Verformung seiner Aneroiddose, womit über deren biegemechanischen Eigenschaften auf die Krafteinwirkung, verursacht durch die Differenz zwischen dem Gesamtdruck vom Pitotrohr und statischem Druck der Umgebungsluft, geschlossen wird. Der dadurch errechnete Differenzdruck gibt wiederum Aufschluss über die unkorrigierte Geschwindigkeit gegenüber der Luft (IAS).

Das Beispiel des "einfachen" Fahrtmessers bestätigt aber die oben bereits erwähnte These, dass so gut wie alle "gemessenen" Werte das Ergebnis mehrerer Zwischenschritte und damit nur abgeleitete "Mess"-werte darstellen.

Alte Weisheit in der messtechnischen Praxis: "Wer misst misst Mist". Zumindest gelegentlich.

13. Juli 2026 12:04 Uhr: Von F. S. an Wolfgang Winkler Bewertung: +1.00 [1]

Will man wirklich Haare spalten, dann misst man auch nicht die Verformung der Dose, sondern eine axiale Bewegung eines Messpunktes an der Dose ;-)

Die entscheidende Frage ist ja aber eine andere: Kann das Messystem als abgeschlossenes System den gewünschten Parameter eigenständig ermitteln oder braucht es dazu Informationen von Aussen (z.B. eine Temperatur, die Dichte des Mediums, ...)?
Bei der Airspeed hat man sich es ja "einfach gemacht", indem man mit der IAS schlicht den Wert nimmt, den ein Airspeed-Indikator über Staudruck anzeigt. Eigentlich wäre die EAS deutlich sinnvoller, aber die ist (zumal mit nicht digitaler Technik) viel schwieriger zu ermitteln und bei unseren Geschwindigkeiten nicht so wahnsinnig verschieden...

13. Juli 2026 15:39 Uhr: Von Heiko Sauer an F. S. Bewertung: +3.00 [3]

Die entscheidende Frage ist ja aber eine andere

Die entscheidende Frage wäre eigentlich: Hat die fehlende Menge Sprit am Mess-System gelegen? Antwort: Wohl kaum!


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