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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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12. Januar 2026 14:55 Uhr: Von Tobias Schnell an Ernst-Peter Nawothnig Bewertung: +5.00 [5]

Eine konstruktive Diskussion über hinnehmbare Winkel kann ja hier durchaus noch kommen. Vor Gericht wäre sie sinnlos gewesen

Vielleicht habe ich da mehr, vielleicht auch einfach zu viel Vertrauen in unser Rechtssystem - aber wenn ich der betroffene Pilot gewesen wäre, hätte ich schon versucht, hier oder im Vorfeld des Prozesses meinen Standpunkt darzulegen und zu verteidigen. Und aus eigener Erfahrung mit Behörden kann ich sagen, dass das sehr wohl von Erfolg gekrönt sein kann.

Den Aspekt erkenne ich hier nirgendwo: Wo und in welcher Form hat der Pilot versucht, seinen "case" zu machen?

12. Januar 2026 15:08 Uhr: Von Johannes König an Tobias Schnell

Wie dem Artikel zu entnehmen gab es zumindest einen Einspruch, vermutlich auch anwaltlich begleitet.

Leider wird im Artikel ja kein Aktenzeichen erwähnt. Gibt es das Urteil irgendwo zum nachlesen?

12. Januar 2026 16:56 Uhr: Von Jan Brill an Johannes König Bewertung: +2.00 [2]

AZ 31 OWi 100 Js 39759/23 (6/23). Urteil angehängt.



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Urteilsausfertigung.pdf
Adobe PDF | 389.0 kb | Details




13. Januar 2026 08:21 Uhr: Von Georg Hansbauer an Jan Brill Bewertung: +2.00 [2]

Wenn man das Urteil ins Englische übersetzt und einem amerikanischen Piloten, CFI, Examiner oder wen auch immer aus der Branche zeigt, halten die das für Satire. Kann es ja nur sein ;)

Schiefgegangener Anflug kann gefährlich werden keine Frage, passiert aber jeden von uns in unterschiedlichen Schweregraden. Vernünftiges Debriefing, Schulung usw. aber wieso ist das eine Ordnungswidrigkeit?! Mit etwas Abstand betrachtet ist das absurd und erfüllt viele Klischees die man über Deutschland haben kann. Traurig.

13. Januar 2026 09:47 Uhr: Von Michael Söchtig an Georg Hansbauer

Wie wird so etwas eigentlich in den USA gehandhabt? Bei Vasaviation und co findet man ja öfter Beiträge über "possible pilot deviation, have a phone number", aber eigentlich geht es da immer um so Sachen wie Runway Incursions usw.

13. Januar 2026 09:53 Uhr: Von Christoph Stock an Jan Brill

Ohje wenn man sich das Urteil genauer durchliest stehen einem die Haare zu Berge. Hätte hier nicht wenigstens einer mit Luftfahrtverständnis Korrekturlesen können ?

13. Januar 2026 12:41 Uhr: Von Guido Frey an Michael Söchtig Bewertung: +1.00 [1]

Das ist hier unter Punkt 12.3 beschrieben:

https://asrs.arc.nasa.gov/overview/immunity.html

14. Januar 2026 09:08 Uhr: Von Georg Hansbauer an Michael Söchtig Bewertung: +2.00 [2]

Meist kommt es nicht soweit. Die Kommunikation davor ist meines Achtens direkter und "ruppiger", es gibt die Phrase "yelled at by ATC". Aber das löst solche Sachverhalte in >95% der Fälle denke ich. SoCal sagt einem sehr direkt die Meinung wenn man die 172er am FAF nach Burbank in volle Landekonfiguration bringt und 200ft unterm Gleitpfad ist...don't ask me how I know ;) In Großteil der Fälle schalten die Controller aber auch einen Gang zurück wenn sie merken das sie es noch schlimmer machen. Aber mit Controllern habe ich in Deutschland/Europa eigentlich auch fast nur positive Eindrücke und umfassende Hilfsbereitschaft, egal ob IFR oder VFR? Auch ein FIS weist einem ja doch meist drauf hin wenn man da auf etwas zusteuert wo man ggf. nicht hin soll. Aber ja auch so ein Unterschied...mal in der Hitze des Gefechts den B Airspace von LAX 30s penetrieren - da wird es (kurz) laut aber dafür in letzter Konsequenz Strafe zu bezahlen was soll das bringen? Ist ja controlled airspace, der Controller sieht ja das man da ist, auch wenn man nicht da sein sollte ;)
Die berühmte Nummer anzurufen habe ich tatsächlich selbst nur "miterlebt" und da waren es aus meiner Sicht entweder gravierendere Fälle wie Aufrollen ohne Freigabe (und der anfliegende Verkehr ist durchgestartet). Oder, man will die "Heat" rausnehmen, kann auch vom Piloten kommen. Wenn es soweit ist, ruft man dann tatsächlich aber erst mal "nur" direkt ATC an, meist gibt es dann ein klärendes Gespräch, ich denke dann ist in den restlichen 5% zu 95% alles erledigt. Wenn es dann total eskalieren sollte, dann geht eine Meldung an die FAA. Die Wahrscheinlichkeit das die etwas macht ist vorhanden, aber auch eher gering denke ich. Eine Geldstrafe ist aber auch dann als Reaktion extrem unwahrscheinlich, ich denke da wird eher die Lizenz (temporär) eingezogen bzw. zur Schulung verdonnert. Einen Fehler eingestehen und nachvollziehbar daraus zu lernen führt (fast) immer dazu, das es keine weiteren Konsequenzen gibt. Vor allem wenn es - wie da im Urteil steht - der erste dokumentierte Vorfall ist. Das ist Just Culture.

Davon abgegrenzt sind wilde Dingen insb. die mit Vorsatz (TFR einfliegen, sich nicht abfangen lassen ;), Alkohol, Drogen, keine Lizenz (das ist gar nicht soo selten) andere "reckless" Aktionen) die werden Konsequenzen haben. Wobei auch ein unbeabsichtigtes Einfliegen in eine TFR mit zeitnaher Reaktion zwar dazu führt das man irgendwo landen darf, aber nach Anschiss, Einsehen, Papierkram ist es dann auch gut.

14. Januar 2026 09:41 Uhr: Von A. S. an Georg Hansbauer
Beitrag vom Autor gelöscht

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