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4. März 2004 Joachim Adomatis

Events: ILA 2004


Zwischen Hoffen und Bangen

Die Schönefelder Luftfahrtschau im Mai wird kürzer, aber um einen Fachbesuchertag länger werden. Trotz Branchenkrise gibt sich die deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie optimistisch. Wieder einmal hoffen die Veranstalter auf Boeing, setzen aber auf Rußland, den größten ILA-Aussteller. Mit weniger Gästen rechnet die Messeleitung, hat aber ihr Programm erweitert. Ausgedehnt auf zwölf Messehallen wurde auch die Ausstellungskapazität. Die Preise wurden nicht erhöht. Aus dem seit den zwanziger Jahren traditionellen Namen Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) soll künftig "Berlin Air Show" werden. "Das wird langsam aber sicher umgeswitcht", kündigte Stefan Grave, ILA-Projektleiter bei der Berliner Messegesellschaft in diesen Tagen an. Weil mit dem Kürzel ILA im Ausland niemand etwas anzufangen weiß, soll der neue Name bei der globalen Vermarktung der Großveranstaltung helfen.

Mit rund 1000 Ausstellern aus aller Welt wird die ILA-2004 vom 10. bis 16. Mai wieder im Südteil des Flughafens Schönefeld stattfinden. Rund drei Millionen Euro zahlten Berlin und Brandenburg 2002 in der Vergangenheit, um die jeweiligen Verluste auszugleichen. Bei einem volkswirtschaftlichem Nutzen für die Region von rund 237 Millionen Euro seien die drei Millionen Euro Landeszuschüsse aber eine eher geringe Summe, betonen die Veranstalter von der Messe Berlin und dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI).

Erwartet werden in diesem Jahr wieder knapp 100.000 Gäste, die Aufträge von rund 125 Millionen Euro in die Region vergeben, sagte Wolfgang Rogall von der Messe Berlin. Dazu kommen rund 112 Millionen Auftragsvolumen für Zuliefer- und Dienstleistungsfirmen. So sichere die ILA aufs Jahr umgerechnet etwa 1375 regionale Arbeitsplätze.

Anlässe zum Jammern bei den Großen

Trotz der Krise seiner Branche gab sich Hans-Joachim Gante vom BDLI optimistisch. "In schlechten Zeiten werden die Geschäfte für den Aufschwung vorbereitet", meint er, denn tatsächlich habe die Branche einigen Anlaß zu jammern: Die zivile Luftfahrt dümpelt mehr schlecht als recht auf dem Niveau des Vorjahres herum, die militärische Sparte hofft auf Folgeaufträge für den Eurofighter, die Raumfahrt leidet unter Rückschlägen beim Ariane-Programms.
Und: Alle Hoffnungen richten sich auf das Satellitensystem Galilei. (sic.!)

Airbus wird wieder mit all seinem fliegenden Gerät dabei sein. Mit dem US-Flugzeugbauer Boeing gebe es derzeit intensive Gespräche darüber, ob die Amerikaner erstmals mit einem eigenen Stand teilnehmen. Die ILA sei eine gute Plattform, das neue Passagierflugzeug 7E7 vorzustellen, sagte Gante.

"Wir sind mit Boeing in konstruktiven Gesprächen und zuversichtlich, dass der Konzern in Berlin ausstellen wird", sagte Gante. Sicher ist, dass Boeing erneut bei der Konkurrenzmesse im britischen Farnborough vertreten sein wird, die kurz nach der ILA stattfindet.


Die Russen sind wieder voll dabei

Rußland werde wieder größter ausländischer Messeteilnehmer sein.
Im Gegensatz zu 2002 haben die Russen diesmal keine Pfändung zu befürchten. 2002 hatte der Kampfflugzeughersteller Mig in letzter Minute seinen Auftritt in Berlin zurückgezogen, weil das Schweizer Handelsunternehmen NOGA, wie zuvor schon beim Pariser Aero-Salon in Le Bourget, angedroht hatte, die Maschinen pfänden zu lassen. NOGA hat Schuldtitel gegenüber dem russischen Staat in Höhe von 62 Millionen Dollar. "Wir haben diesmal im voraus alles so geklärt, daß es nicht erneut zu Pfändungsdrohungen kommen kann", sagte Gante vor der Presse.

Am Wochenende (14. bis 16. Mai) wird wieder eine internationale Flugshow geboten, dazu gibt es ein Showprogramm. Neu ist die Maxi-Familienkarte für zwei Erwachsene und beliebig viele Kinder für 35 Euro, der Preis der Einzelkarte von 15 Euro wurde gegenüber 2002 nicht erhöht.

Nur eine gute Woche vor Eröffnung der Schau, am 1. Mai, wird die Nato- und EU-Osterweiterung Wirklichkeit. Die ILA-2004 soll zum Top-Ereignis in Europa zu diesem Anlaß werden. Polen, Tschechien, Ungarn, und voraussichtlich Rumänien werden mit nationalen Gemeinschaftsständen erwartet.

Für die Business und Corporate Aviation ist Deutschland der größte Markt in Europa. Keine andere Veranstaltung bietet einen besseren Zugang zu diesem Markt als die ILA.

HPA mit TT-62 präsentiert ihren Erprobungsträger

Die High Performance Aircraft GmbH bietet Neues auf vergrößerter Präsentationsfläche im Freigelände auf der "General Aviation Avenue". Am Stand 614 zwischen Pilatus und Röder-Päzision, schräg gegenüber von Diamond Industries, präsentiert sich der Produktionsfortschritt von TT-62 ”Alekto” mit dem Erprobungsträger dem kritischen Auge des Fachpublikums.

Mit der "General Aviation Avenue" schafft die ILA-2004 gute Bedingungen für die Ausstellung von Fluggerät der Allgemeinen Luftfahrt. Fachbesucher finden zu beiden Seiten der mehrere hundert Meter langen "GA Avenue" neueste Angebote der Industrie und des Luftfahrt-Mittelstandes.

Mit der GA Avenue und dem Heli-Center bietet die ILA-2004 attraktive Verkaufschancen für die Hersteller von kleinerem Fluggerät wie auch für Ausrüster und Zulieferer.

Die Ausweitung der europäischen Märkte durch die EU-Erweiterung und die wirtschaftliche Entwicklung in Mittel- und Osteuropa verleiht der Business- und Corporate-Aviation in der Europäischen Union zusätzliche Impulse. Als führender Marktplatz der Geschäftsluftfahrt innerhalb der EU möchte die ILA-2004 bevorzugte Möglichkeiten für das Marketing der Business Aviation aller Kategorien wie auch für die Marktbereiche Completion, Maintenance und Technical Services bieten.

Zur ILA-2004 werden wieder die weltweit wichtigsten Anbieter von Hubschraubern, Ausrüstung und Dienstleistungen in Berlin erwartet. Besondere thematische Schwerpunkte sind Luftrettung, Polizei- und Sicherheitsdienste, SAR und Lufttransport. Dank des separaten Heliports kann das ILA Heli-Center unabhängig vom sonstigen Flugbetrieb angeflogen werden.

Für Flieger: Schönefeld, Schönhagen oder Strausberg

Wie auch bei früheren Berliner Luftfahrtmessen kann die ILA direkt mit dem Geschäfts- oder Privatflugzeug angeflogen werden. Das richtet sich, auch wie in der Vergangenheit nach den vorhandenen Slots. Das heißt, in Stoßzeiten wird nicht jeder die von ihm gewünschte Landezeit bestätigt bekommen.
Aus organisatorischen Gründen gibt es diesmal auch das Walk-In-Terminal für die Piloten und Fluggäste der Allgemeinen Luftfahrt nicht mehr. Fliegende ILA-Besucher müssen Ihr Flugzeug auf der Nordseite des Flughafens abstellen und sich einem Shuttle-Dienst anvertrauen. Das ist zeitaufwendig. Sonderkonditionen an Lande- und Abstellgebühren gibt es nicht, und die Anfluggebühren der DFS fallen auch an.

Billiger ist es darum, gleich auf einem Flugplatz im Land Brandenburg wie beispielsweise Schönhagen zu landen. Die Flugplatzleitung ist bemüht, einen Shuttle mit Kleinbussen zum Bahnhof Trebbin und zum Messegelände zu organisieren.

Eingeweihte aber landen auf dem an der östlichen Stadtgrenze der Hauptstadt gelegenen Flugplatz Berlin-Strausberg (EDAY). Dieser Verkehrslandeplatz ist der einzige im Umfeld von Berlin mit einem S-Bahnhof am Vorfeld. Damit besteht eine direkte Bahnverbindung vom Flugplatz zum Messebahnhof am Eingang der ILA.

Der Satellit-Flugplatz Berlin-Strausberg ist hindernisfrei anfliegbar, hat eine 1200 Meter lange Asphaltbahn, ist zugelassen für Flugzeuge bis 8,5 Tonnen MTOW und von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr LT geöffnet. Fliegende Besucher landen in EDAY umsonst und brauchen auch für die Flugzeugabstellung nichts zu bezahlen. Zelten auf dem Flugplatzgelände wird ermöglicht. Unterkünfte können besorgt werden.

Den aktualisierten Vorbericht zur ILA-2004 lesen Sie im Heft 04/2004 von Pilot und Flugzeug


  
 
 





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