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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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10. Februar 2004 Joachim Adomatis

Technik: Beechcraft Berlin


Ein kleines Unternehmen umspannt die Welt

Die Zentrale von Beechcraft Berlin Aviation im Gebäude des Flughafens Tempelhof, das sind drei bescheidenen Büroräume und ein Wartungshangar. Zehn Leute sind dort zusammen mit Wolfgang Müller tätig. Und dennoch ist dieses Unternehmen über die Länder Westeuropas hinaus weltweit aktiv. Von Riga über Moskau bis nach Zentralasien organisiert Beech Berlin den Vertrieb von Raytheon Flugzeugen. Jetzt aber dehnt sich das kleine Tempelhofer Unternehmen über die Südhalbkugel unserer Welt aus: Afrika, Mittlerer Osten, Fernost und Australien.


Durchbruch in Dubai: Horst Heinicke und Dr. Mubarak Al-Doub
Dies ist das Ergebnis einer inzwischen zweijährigen Zusammenarbeit von Beechcraft Berlin mit der amerikanischen Spectrum Aeromed, Inc. im Bereich des Vertriebs von Ambulanz-Ausrüstungen für Flugzeuge und Hubschrauber.

Mit bislang über 600 installierten Systemen weltweit hat sich Spectrum Aeromed in den vergangenen 13 Jahren ihres Bestehens als Marktführer für Ambulanz-Systeme etabliert.

Märchenhafte Erfolge in Dubai

Ende letzten Jahres beteiligten sich Beechcraft Berlin und Spectrum Aeromed erstmals gemeinschaftlich an einer Luftfahrtmesse - der Dubai Airshow 2003, die am International Airport in Dubai stattfand.

Auf dieser Messe erzielten beide Unternehmen einen geschäftlichen Durchbruch. Denn während der Show nutzten Dr. Mubarak Al-Doub aus Kuwait, Spectrum´s Berater im Bereich der Medizintechnik, zusammen mit Horst Heinicke von Beechcraft Berlin, die Gelegenheit, die unterschiedlichen Ambulanzlösungen für Airliner von Boeing und Airbus, Geschäftsreiseflugzeuge wie auch für die meisten gängigen Helikopter im Ambulanzeinsatz vorzustellen.

Das Ergebnis wa, dass sie aus dem Königreich Bahrain einen Auftrag für die Komplettumrüstung zweier VIP-Helikopter verbuchen konnten. Darüber hinaus wurden Kontakte zu orientalischen Airlines, Charterunternehmen, Regierungs- und Militärabteilungen, Öl-Gesellschaften, sowie regionalen Händlerorganisationen hergestellt werden.

Das weltweite Auftreten von Beechcraft Aviation Berlin und Spectrum Aeromed wurde am Rande der NBAA in Orlando im letzten Herbst vereinbart. Beide Unternehmen haben einen Vertrag um die künftige internationale Vermarktung der medizintechnischen Ausrüstungen geschlossen.

So wird Beechcraft Berlin über bestehende Verträge für Europa hinaus weltweit alle Märkte mit Ausnahme von Nord- und Südamerika betreuen.

Von Tempelhof aus in die weite Welt

Der Tempelhofer Betrieb ist jedoch über die internationale Vermarktung hinaus auch in der Lage, Systeme im eigenen Werftbetrieb an dem Berliner City-Airport und auch durch Partnerschaften mit verschiedenen Completion Centers in die entsprechenden Luftfahrzeuge einzurüsten.

Das Angebot reicht hierbei von Quick-Change-Modulen für Flugzeuge und Helikopter, die eine Umrüstung innerhalb weniger Augenblicke ermöglichen, bis hin zu komplexen Spezialeinbauten im Rahmen verschiedener Notfall- und Flugambulanz-Programme. Dabei verfügt Spectrum Aeromed über eine Vielzahl eigener STCs, von sämtlichen Beechcraft King Air Serien bis hin zu Großraumflugzeugen, wie Airbus A320 oder Boeing 747. Im militärischen Sektor hat Spectrum Aeromed als einziger Anbieter die generelle Lufttüchtigkeitsfreigabe der US-Air Force und der US-National Guard für sämtliche Ambulanzflugzeuge erlangt.

Eng wird es für Wolfgang Müller in seinem weltweiten Engagement, wenn der Berliner Senat den Flughafen Tempelhof - wie durch den Regierenden Bürgermeister Wowereit und dem Brandenburger Ministerpräsidenten Platzeck zu Jahresbeginn angekündigt - am 31. Oktober dieses Jahres dicht macht.
Denn eine Alternative zu Tempelhof, einem stadtnahen Flugplatz mit Instrumentenanflug und der nötigen Hallenkapazität, um den Werftbetrieb Beech Aviation aufzunehmen, ist noch nicht gefunden.

Mehr über das Tempelhofer Unternehmen im Aprilheft von Pilot und Flugzeug.


  
 
 





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