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Guckst du hier. Ich stimme Deakin nicht uneingeschränkt zu - siehe oben, Tankwahlschalter können klemmen - aber zB bei Cessna fliege ich im Reiseflug immer auf einem Tank, nicht auf BOTH. Was für mich eine Menge Sinn macht.
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Ich bestreite nicht, dass so etwas passieren KANN .... aber es ist ein exotischer Fehler, der wohl selten auftritt. Es würde mich wundern wenn die Ursache bei diesem Unfall technischer Art wäre. Aber natürlich kann man nichts ausschließen.
Was auch dagegen spricht: Keinerlei Sprit an der Unfallstelle, weder im Flugzeug, noch im Boden.
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... aber zB bei Cessna fliege ich im Reiseflug immer auf einem Tank, nicht auf BOTH. Was für mich eine Menge Sinn macht.
Und welchen Sinn siehst du darin?
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Folgender Sinn: sollte man sich überraschend doch mal verrechnet haben und den Tank leerfliegen, dann hat man (bei regelmäßigem Tankwechsel) immer noch eine Reserve im anderen Tank. Fliegt man auf BOTH den Tank leer, gibt es keinen anderen Tank mehr, auf den man wechseln kann.
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So, wie du das schreibst, verstehe ich den Sinn nicht. Tank leer ist Tank leer, da tut sich durch Umschalten keine Reserve auf. Allerdings, und vielleicht meinst du das, und so habe ich es einmal gelernt, kannst du durch Umschalten deinen Vorrat maximal nutzen. Dazu musst du allerdings einen Tank wirklich ganz leer fliegen, also wirklich bis das der Motor ausgeht. Das stellt sicher, dass die Tankkapizität des eines Tanks wirklich maximal genutzt wird.
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Wer fliegt so? Ich glaube ich bin in den vergangenen 30 Jahren NIE mit weniger als 1,5 h Sprit gelandet.
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Ich kenne keinen Cessna Piloten der das so macht und fliege auch immer auf Both.
Vor dem Fliegen checke ich den Fuel immer mit dem DipStick.
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Als ich noch Cessna (177RG) auf Strecke geflogen bin, habe ich es ebenso gemacht. Es gibt eine zusätliche, (dünne) Scheibe Sicherheit für nahe null Mehraufwand. Das Verrechnen/Vergessen beim Sprit ist das eine. Undichter Tank, vergessener Tankdeckel wären andere Varianten. Wenn dann bei der Cessna der Tankwahlschalter auf "both" steht, läuft nicht nur der undichte Tank leer, es läuft auch immer Sprit aus dem "guten" in den undichten nach. Einfach Timer "switch fuel tank" in SkyDemon stellen, der alle 20 oder 30 min aufpoppt und gut ist. Vor der Landung gehört "fuel on both" eh zum Standard-Check.
Meinen Schülern empfehle ich es ganz genau so.
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Nicht unterschätzen würde ich ein defektes und klemmendes Drain Ventil. Fällt vor allem beim Tiefdecker nicht auf. Deshalb lieber nocheinmal genau hinsehen nach dem Drainen!
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Kenne jemandem dem das (tropfendes Ventil) vielleicht bei einer Cherokee passiert ist.
Abflug mit 125 Litern an Bord, Landung bei 80 Litern und dann gleich 55 Liter getankt. Am Abend retour nach Hause, ca. 1,5h Flug. Nach der Landung mit Peilstab gemessen. Der bei der Landung ausgewählte Tank war leer, da war nur noch in den Leitungen Sprit. Der andere Tank noch 30 Liter. Wenn man erwartet mit ~ 70 Litern (35 pro Tank) zu landen und im Endanflug der Motor ausgeht ist man ziemlich sicher sehr "gestartlet".
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....und der Rest ist unbemerkt im Rasen versickert?
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KA... vielleicht übers drain valve rausgetropft und am Asphalt verdunstet? Im Flug wo rausgesaugt worden?
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Der Unterschied zwischen EINEM leeren Tank und BEIDE Tanks leer erschließt sich nicht von selbst?
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Was ändert das an der Gesamtflugzeit? Antwort: Nichts.
Bei BOTH weiß man wenigstens sicher, dass jetzt beide leer sind.
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Die Frage ist, was ist einem wichtiger, wenn der Motor überraschend ausgeht: weil man sich vertan hat: (i) noch einen Tank zu haben, auf den man wechseln kann, oder (ii) sicher zu wissen, dass man den nicht mehr hat.
Da sind unsere Präferenzen wohl unterschiedlich. Ich bevorzuge (I).
Ja, und dass man nicht Benzin spart, indem man nur auf einem Tank fliegt, das hätten wir nun auch geklärt. danke.
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Das Problem ist, dass viele GA-Flugzeuge kompletten (und natürlich "zertifizierten") Schrott als Tankanzeige haben, der höchstens als sehr ungenaues Schätzeisen verwendet werden kann.
Unsere ziemlich neue WT9 hat da einfach Automotive-Technik und zeigt die Spritmenge pro Tank litergenau digital an. Funktioniert einwandfrei, so wie in jedem Auto seit ca. 1980. Auch bei den Diesel-Flugzeugen mit FADEC klappt das zumeist wunderbar.
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Naja, die Sensoren im Auto sind auch Schrott (wenn ich da mal 2 Automotive-Cent reinwerfen darf). Da konnte der Einkauf bestimmt nochmal 0,3 Cent sparen. Beim Auto ist ziemlich viel Software-Vodoo dabei, um den Tankinhalt halbwegs abschätzen zu können. Zum Beispiel sind Kleinbetankungen der Horror. Es ist z.B. sehr schwer mit der Sensorik ein Nachtanken von 3 Liter zu erkennen und dann die Range im Cockpit um 50km zu erhöhen. Die neuen zertifizierten Flieger können schon Sprit anzeigen. Für Deinen Vergleich sollten wir die Genauigkeit bei Deiner WT9 in 50 Jahren mit den original Tankgebern anschauen. Da fliegt die doch noch? ;)
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Wieso "Schrott" im Auto? Mein 13 Jahre älter BMW zeigt via OBD2 Modul den Tankinhalt auf Liter genau an und über Bordcomputer und Tankmengen verifiziert stimmt die auch.
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Sehe ich auch so: Mein 10 Jahre alter Benz zeigt den Tankinhalt immer fast auf den Liter genau an, ebenso mein anderer Benz - 23 Jahre alt. Ich rede von der Tankanzeige, nicht vom Bordcomputer.
In meiner Cirrus hingegen zeigt die rechte Uhr halb voll an - wenn der Tank ganz voll ist. Mehrere Reparaturversuche (inklusive neuer Sensoren und dem Test verschiedener Uhren!) haben nichts gebracht. Aber ab 20.7. wird das neue System von CiES eingebaut, das angeblich auf 1,5 Liter genau anzeigt. Die vergangenen 4 Jahre bin ich nur mit Totalizer und mitloggen geflogen.
@Chris: Tanks "aus Versehen" leer zu fliegen darf einfach nie vorkommen. Es muss ausgeschlossen sein, dass das passiert. Darum messe ich den Spritstand zusätzlich ständig per "FuelStik" nach, und vergleiche mit dem notierten Wert des Totalizers.
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Das mit dem "Versehen" ist so eine Sache. Zwei Vorkommnisse: Hochwasser an der Elbe. Stehe mit CP301 in Hildesheim und warte. Der Tankautomat ist ausser Betrieb. " Ach das reicht schon".. Los geflogen, wurde per FIS über Hitzacker nach Kyritz umgeleitet. In Kyritz gelandet, rolle ich von der Bahn. Da bleibt der Propeller stehn. fuel starving. Die Gattin ist entsetzt, der Tag versaut.
"Muss jetzt tankten"-"Ach komm schlepp mich schnell noch hoch." Die Tankwarnung der Remmo steht schon länger auf orange. Schnell doch noch 400 mtr geschleppt. Im kurzen Endteil der 28 in EDVY " röchel, flupp" steht der Vierblattpropeller. Segelflug war angesagt, "normal" aufgesetzt, die Kumpels mussten mich zur Tankstelle schieben und ein Autodafé beim Vereinsvorstand folgte.
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... Ehrlich? Ich mag's gar nicht lesen ... Du riskierst Dein Leben weil ein Tankautomat außer Betrieb ist? Auch der zweite Fall zeigt, dass Du zu leichtsinnig bist.
Mach das nicht!
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Ninja Alexis, dass dir sowas nie passiert, war ja wieder klar. Das Käsescheibenmodell hingegen geht davon aus, dass Fehler passieren können, und baut Korrektivmaßnahmen ein, um Fehler abzufangen, bevor sie zum Unfall führen. Und das ist das Fliegen auf einem Tank im Reiseflug eine absolut sinnvolle Sache.
"Darf einfach nie passieren" ist keine Maßnahme.
Und Thomas, schön wenn deine nagelneue WT9 so gut Tankanzeigen hat. Leider ist das speziell bei den alten Kolben-Cessnas notorisch nicht der Fall. Daraus den Schluss zu ziehen, Fliegen auf einem Tank in der Cessna wäre nicht sinnvolle, ist nicht wirklich stimmig.
Und noch ein Hinweis: in den Cessnas gibt es einen Tankwahlschalter mit L und R und BOTH und OFF. Ich sehe einen Sinn in allen vier Stellungen.
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Ja, davon kannst Du ausgehen, dass mir das Leerfliegen der Tanks nie passieren wird. Darauf muss man nicht mal stolz sein.
Deine Polemik ist (mal wieder!) völlig überflüssig.
DIR sollte es aber auch nie passieren. Die Tanks komplett leerzufliegen ist kein handelsübliches "Versehen", sondern zeugt von kompletter Ignoranz. Immerhin musst Du schon gesetzlich (und ich finde das ist zu wenig) schon VFR Reserve für mindestens 30 Minuten haben.
Wem das "passiert", der hat NULL Flugplanung gemacht. Ich finde nicht, dass es dafür als Pilot irgendeine Entschuldigung geben kann. Das einzige Szenario, das ich mir vorstellen kann ist ein im Flug plötzlich undicht werdender Tank. Wie oft ist das seit 1903 passiert? Zwei mal?
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Ich habe oben ein Beispiel geliefert, wie es mir _fast_ passiert ist. Und wo die Methode, auf einem Tank zu fliegen - die ich damals noch gar nicht praktiziert habe - im Fall des Falles geholfen hätte.
Gegenfrage:was spricht eigentlich dagegen, im Reiseflug auf einem Tank zu fliegen? Scheint ja ordentlich Gegenwind zu geben zu dieser absolut sinnvollen Anregung...
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