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14. November 2018: Von Guido Frey an Malte Höltken Bewertung: +2.00 [2]

Also im Grunde wie eine CAMO.

Nein, denn die CAMO überwacht ja meistens nur die Betriebszeiten und Wartungsintervalle. Sie sagt einem also nur, was gesetzlich zu machen ist. Savvy berät aber auch, wie die gesetzlichen Vorgaben umgesetzt werden können und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Varianten bringen. Die letzliche Entscheidung (und auch Verantwortung!) bleibt dann beim Halter.

Z. B. gab es beim TKS-System die Empfehlung des Herstellers, dort die Filter in bestimmten Abständen zu wechseln. Von Savvy wurde ich darauf hingewiesen, dass dies eine reine Empfehlung und keine Verpflichtung sei. Gleichzeitig bestünde beim Wechsel der Filter die Gefahr, evtl. zusätzliche Verunreinigung in das System einzubringen (z. B. bei unvorsichtiger Entfernung der alten Filter). Nun war meine Entscheidung gefragt, ob ich der Empfehlung folge (mit evtl. zusätzlicher Verunreinigung) oder bis zu einer Fehlfunktion des Systems abwarte.

Auch bei auftretenden Problemen bekam ich eine Beratung, ob das Problem nun einen sofortigen Werftaufenthalt erfordere oder evtl. bis zum nächsten regulären Termin warten kann.

Manchmal konnte ich durch diese Beratung auch schon ein wenig "Differentialdiagnostik" im Vorfeld treiben, so dass ich bei der Werft schon mit einem eingegrenzten Problem aufschlug und dort schon im Vorfeld einiges in die Wege geleitet werden konnte (z. B. Bestellung eines Ersatzteiles). Wäre ich ohne diese Infos angekommen, hätte die Werft den Fehler erst eingegrenzt und dann sich um die Bestellung gekümmert. Das sparte also etwas Zeit.

Genauso gab es eine recht gute Vorbereitung auf die Jahresnachprüfung: Von Savvy gab es ein abzufliegendes Testprofil, das dann dort auch ausgewertet wurde in Bezug auf Motorleistung, Zündung etc.. Fand ich recht professionell.

Natürlich erzeugte diese Beratung keine Wunder der Art, dass die Maintenancekosten gegen Null liefen, aber ich empfand es als sehr angenehm, bei den vielen Wartungentscheidungen eine zweite unabhängige Meinung zu hören.

Für mich als technischen Laien und Mensch, der nie wirklich an Flugzeugen geschraubt hat, war das genau das richtige Paket. Für jemanden mit mehr wartungstechnischen Vorkenntnissen ist es vermutlich nicht so wertvoll.

14. November 2018: Von Wolff E. an Guido Frey

...Für jemanden mit mehr wartungstechnischen Vorkenntnissen ist es vermutlich nicht so wertvoll....

So ist es, nicht jeder hat früher sein Mofa selber repariert.....

14. November 2018: Von Malte Höltken an Guido Frey Bewertung: +1.00 [1]

Nein, denn die CAMO überwacht ja meistens nur die Betriebszeiten und Wartungsintervalle. Sie sagt einem also nur, was gesetzlich zu machen ist.

Das sind nur die Mindestanforderungen an eine CAMO. Nicht der maximal erlaubte Tätigkeitsbereich.

14. November 2018: Von Alexis von Croy an Malte Höltken

Leider bleibt es aber fast immer dabei. Eine CAMO hat eine Fixpreis pro Jahr, und ich kenne (noch!) keine Firma, die für eine feste Gage mehr arbeitet als sie muss.

In USA wird Savvy (Mike Busch ist da auch beteiligt) von vielen Privatpiloten höhwertiger Flugzeuge genutzt.

14. November 2018: Von Achim H. an Alexis von Croy Bewertung: +2.00 [2]

Bei uns in der GA werden CAMOs ja nur als Formalie betrachtet aber die grundsätzliche Idee von Savvy ist schon die einer CAMO.

Wenn es in Europa jemand gäbe, der so etwas als richtige CAMO aufzöge, bestünde dafür sicherlich ein Markt. Diese CAMO könnte dann auch anhand von Daten Aussagen zur Qualität von Wartungsbetrieben treffen.

Ich habe mich -- da großes persönliches Interesse -- sehr tief in das ganze Zeugs eingearbeitet und bin meine eigene CAMO, die sich kritisch mit Einschätzungen und Arbeiten von Werften auseinandersetzt. Das mag nicht jeder für sich wollen und können (bzw. meint er nur wie ich es zu können, das sehen manche Werften vielleicht anders).

Eine Savvy CAMO+ wäre eine tolle Sache, besser noch als in USA da eigentlich jeder eine CAMO benötigt...

29. Februar 2020 12:09 Uhr: Von Michael Gugath an Carmine B.

Die Arbeit der Werft und die "Zusammenarbeit" der Werft mit dem Eigner: Das sind doch mit die wichtigsten Themen für den privaten Flugzeugeigner. Schliesslich geht es um die Sicherheit des eigenen Lebens und last not least um einen ganz erheblichen Teil der Kosten des Betriebs unseres Fliegers.

Dazu finde ich erstaunlich wenige Meldungen in diesem Forum.

Frage an das Forum und den Administrator: Bin ich hier nicht an der richtigen Stelle oder gibt es einen weiteren "thread" oder eine andere Website, wo diese Themen Beachtung finden?

29. Februar 2020 12:17 Uhr: Von Wolff E. an Michael Gugath

Ich habe inzwischen das 5. eigene Flugzeug und habe vier verschiedene Werften genutzt. So richtig Ärger gab es nie. Rechnungen waren bis auf einmal (wurde aber sauber geklärt und bin da weiter hin) nachvollziehbar. Zu allen Werften würde ich noch gehen, da ich deren Stärken und Schwächen kenne. Positiv herausragend ist in der Summe allerdings die ACG in Allendorf...

2. März 2020 14:28 Uhr: Von Rolf _P210 an Guido Frey

Aus den USA gibt es da einen Service analog des erwähnten Bausachverständigen: https://www.savvyaviation.com/home/savvy-services/savvymx/

Und bei hinreichend Englischkenntnissen teilt Mike Busch auch seine Erfahrungen in sprichwörtlich hundert Stunden kostenloser Webinars auf youtube / EAA website (plus natürlich über seine Bücher, die hier im Forum ohnehin eine große Fangemeinde haben).


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