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36 Beiträge Seite 1 von 2

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9. Juli 2026 11:29 Uhr: Von Markus S. an Alexis von Croy Bewertung: +2.00 [2]

An den letzten....

Ganz erhlich, denkt doch mal logisch drüber nach. Wie soll eine Tankanzeige auf den Liter genau funktionieren bei der Geometrie unserer Tanks in Profilform? Sie kann nie genau funktionieren, schon die Schräge beim Tanken macht ein vollfüllen unmöglich. Und von den Herstellern der Fuel Flow Anzeigen wird nicht umsonst gewarnt, dass man sich nicht darauf verlassen soll. Selbst wenn der Durchfluss des Transducer genau kalibriert sein sollte, geht da irgendwann mal etwas bei der Eingabe schief. Wenn man sich dann darauf ausschließlich verläßt, ist man verlassen. Deshalb vor dem Aushallen, Dipstick verwenden und nach dem Drainen das Ventil prüfen und immer nur mit genug Reserve (min. 30min) abhängig von Plätzen auf der Route losfliegen.

9. Juli 2026 11:36 Uhr: Von Alexis von Croy an Markus S.

Das ist nicht richtig. Die Form des Tanks spielt keine Rolle. Das CiES-System, das seit JAhren in der SR22 Standard ist zeigt den Sprit auf 1,5 Liter genau an, also SEHR GENAU, und das wurde oft bestätigt.

Es kommt auf die verwendete Technologie an, und es gibt viele Technologien, um den Füllstand von Behältern zu messen.

Eingabe in den Totalizer: FULL FUEL -> FUEL DONE ... Check 81 Gallonen.Fertig, So mache ich das in 90 Prozent aller Betankungen, Bei den ganz wenigen Fällen wo ich nur teilweise nachtanke messe ich vorher mit dem FuelSTIK, tanke und gebe den Wert in das System in und schaue, ob das "total fuel" Sinn macht.

No Rocket Science.

9. Juli 2026 13:08 Uhr: Von Jochen H—— an Alexis von Croy

Anlässlich dieses Unfalls: Mein Lieblingsvideo zum Thema Fuel Management in kleinen Flugzeugen. https://www.youtube.com/watch?v=0ReivCfallc

(Generell finde ich die ganze Videoreihe von PPL IR Europe zu verschiedenen Themen rund um die "kleine GA" sehr gut und lehrreich)

9. Juli 2026 13:57 Uhr: Von Christian Rohde an Markus S. Bewertung: +1.00 [1]

Hallo,

das funktioniert bei den neuen Tankanzeigen so dass mehrere Kalibrierpunkte hinterlegt werden können und Du somit die Tankform kompensieren kannst. Das ging mit den alten Anzeigen nicht, da hast Du nur einen einstellbaren Vorwiderstand um den Nullpunkt genau anzuzeigen. Der Vorteil der CIES Tankgeber ist dass die komplett berührungslos mit einem veränderlichen Magnetfeld arbeiten und nicht vergammeln können. Nachteilig ist nur die Geber brauchen ein zusätzliches Kabel für die Spannungsversorgung. Die alten Sensoren waren Widerstandsdraht mit Schleiferabgriff, das geht natürlich gerne kaputt und verändert sich.

Mich ärgern nur die Preise für den Plunder, ohne dass man einen Qualitätsgewinn feststellen könnte

9. Juli 2026 14:02 Uhr: Von Chris _____ an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [1]

Und genau da ist die mögliche Fehlerquelle: du markierst versehentlich den Tank als voll, obwohl er es nicht ist.

Der Totalizer misst gar nicht den Tankstand, sondern integriert den Fuel Flow und errechnet den Tankstand als Anfangswert minus gemessenen Verbrauch.

So ist mir das damals passiert - bei dir ist das natürlich ausgeschlossen - und ich habe nie nachvollziehen können, wie es dazu gekommen war. Zum Glück kam es ja nicht zum Motorausfall, aber wenn es passiert wäre, dann wäre ich damals (noch mit BOTH) im Segelflug runtergekommen.

Deshalb mag ich BOTH nicht. Die Mooney hat auch nur L und R und OFF.

9. Juli 2026 14:36 Uhr: Von Alexis von Croy an Chris _____

Ich mache das konzentriert und überprüfe es nach dem Tanken. Mit etwas Disziplin macht man da keine Fehler.

Never say never, aber in 32 Jahren ist es mir nicht passiert. Und da ich immer volltanke kann der Totalizer höchstens zu wenig anzeigen wenn ich es doch vergesse.

In drei Wochen habe ich das CiES-System, das sehr präzise ist. Spätestens dann ist ein Fehler eigentlich ausgeschlossen.

9. Juli 2026 18:35 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Christian Rohde Bewertung: +1.00 [1]

Bei der MD80 war die Tankanzeige manchmal so circa +/-400 kg daneben, im A320 dagegen würde ich das auf +/-20kg schätzen. Ist schon beruhigend.

9. Juli 2026 20:16 Uhr: Von Chris _____ an Alexis von Croy Bewertung: +1.00 [3]

"Immer Volltanken" kannst du dir nur leisten, wenn deine sonstige Nutzlast unter den Möglichkeiten bleibt, die dein Flugzeug eigentlich bietet.

In meiner Mooney können vier Personen Platz nehmen, aber dann darf ich nicht mehr volltanken. Und wenn ich es doch könnte, dann wären die Tanks zu klein. Mit 1 bis 3 Personen will ich doch mehr tanken können als mit vieren....

9. Juli 2026 20:26 Uhr: Von Alexis von Croy an Chris _____ Bewertung: +0.00 [2]

Danke für den Theorieunterricht – und gut, dass Du das alles weißt ;-)

9. Juli 2026 22:23 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

Hab mal irgendwo +/- 1% gehört für Boeing 77787. Also bei 100 Tonnen Sprit +/- 1 Tonne. Hab aber nicht in Everett angerufen ob das auch stimmt. Ob dann noch 6 oder 7 Tonnen drinnen sind bei der Landung - es reicht beides... und unter 3 fühlt sich mies an.

10. Juli 2026 07:28 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard Bewertung: +1.00 [1]

Vielleicht ist es interessant zu erwähnen dass (im Airlinebetrieb) nicht das Volumen des Treibstoffes gemessen wird sondern die Masse. Wir bestellen daher auch nicht xxx Liter sondern xxx kg.

Die Tankfahrzeuge messen und rechnen aber in Litern ab und wir kontrollieren dann mit der angegebenen Dichte (im Airbus wird auch die angezeigt).

Gerade in südlichen Ländern hat die Umstellung auf Unterflurbetankung durch die niedrigeren Sprittemperaturen im Vergleich zum Tankwagen wohl auch zu geringeren Einnahmen bei den Betankungsfirmen geführt....

10. Juli 2026 08:12 Uhr: Von Rockhopper Flyer an Flieger Max Loitfelder Bewertung: +1.00 [1]

Das gilt doch generell für Turbine, wenn ich mich nicht täusche? In der Mustang wird auch mit pounds-per-Hour gerechnet.

10. Juli 2026 08:13 Uhr: Von Michael Huber an Flieger Max Loitfelder Bewertung: +1.00 [1]

Das mit dem Mess-Röhrchen / Stab ist bei meiner / allen Malibu problematisch.

Wenn man dort 20 GAL oder weniger im Tank hat kann man nämlich überhaupt nichts messen.

Ich weiß dann also nicht ob 0 oder 19,5 GAL im Tank sind.

Die Avionik Hilfsmittel und Rechnereien sind gut, würde mich aber auch nie darauf verlassen.

Ebenso gibt es genügend Probleme in der Luft welche die "das wird schon reichen" Kalkulation zunichte machen.

Starker Gegenwind, Fahrwerk fährt nicht mehr ein, ATC Routing, Notam nicht gekesenn und Platz hat schon zu oder Pistensperrung weil jemand auf der Bahn liegt.

10. Juli 2026 08:29 Uhr: Von Joachim P. an Rockhopper Flyer Bewertung: +0.67 [1]

ja, der Verbrauch wird in Masse/h gemessen, denn die Energie ist pro Masse,nicht pro Volumen enthalten. Das hat aber erst mal nix mit der Messung im Tank zu tun. Ein Schwimmer misst Volumen, ein kapazitiver Sensor Masse.

10. Juli 2026 08:30 Uhr: Von Patrick Leanhard an Rockhopper Flyer Bewertung: +1.00 [1]

TBM rechnet in Volumen (GAL/h).

10. Juli 2026 08:31 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Michael Huber Bewertung: +2.00 [2]

mein "aha-Erlebnis" vor Jahren:

Drain Ventil tropft... OK... ist wohl Dreck im Ventil ... paar Mal geöffnet und Sprit gedraint... es tropft weiter und weiter... in ziemlich hoher Tropfrate.

Nach längerem Rumprobieren ... mein Arm und Jacke war mittlerweile "Avgas-soaked" einen Kanister und Trichter besorgt.

Am nächsten morgen war der Kanister voll und die netten Mitarbeiter hatten schon einen neuen Kanister untergestellt.

Ursache: defekter O-Ring (ca. 5 mm Durchmesser) im Drainventil.

Erkenntnis: wenn Dir das unterwegs passiert (am Boden) steht man saudumm da, du kannst das nicht aufhalten.

Wenn Dir das in der Luft passiert ist der Tank womöglich plötzlich leer und Du weißt nicht warum.

Hier Gott sei Dank an der Homebase passiert und durch die Avgas-Pfütze am Hallenboden erkannt.

Seit dem: sorgsames Augenmerk für die Fuel Drains, vor allem beim Drainen zB. nicht verkanten...

10. Juli 2026 08:31 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

Leider waren die Flüge nie lang genug um vollständig auszudiskutieren wie es sein kann das in BCN noch 100 Tonnen an Bord waren, bei 30° West aber 1 Tonne fehlt?

Kerosin hat einen Ausdehnungskoeffizienten von ca. 0,085 % pro Grad Celsius.

Wenn man 100 Tonnen Sprit tankt und dieser im Tank um 15 °C abkühlt, schrumpft sein Volumen um etwa 1,3 %.

Bei einer Anzeige, die nur das Volumen misst und das Schrumpfen nicht kapiert, würde sie tatsächlich anzeigen, dass dir auf einmal über eine Tonne "fehlt" – obwohl die Energie und das tatsächliche Gewicht immer noch vollzählig im Tank schwappen.

Wird etwa Masse angezeigt aber Volumen gemessen?

10. Juli 2026 09:01 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard

Airbus misst definitiv (kapazitiv) Masse. Auch alle Verbrauchs- und Durchflussanzeigen von Triebwerk (oder auch Air Conditioning Packs) erfolgen nach Masse, nicht Volumen.

10. Juli 2026 10:16 Uhr: Von Patrick Leanhard an Flieger Max Loitfelder

Auch die aktuelle Gesamtmasse? Müsste dann mit Volumen und Dichte berechnet werden, oder? Wiegen wird ja nicht gehen :)

10. Juli 2026 10:57 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Patrick Leanhard Bewertung: +1.00 [1]

Bei der kapazitiven Treibstoffmessung wird der Sensor an der Tankwand montiert. Er hat - wie ein Kontensator - 2 Sonden/Platten/Elektroden. Der Treibstoff wirkt als Dielektrikum und hat eine andere Dielektrizitätszahl als die Luft. Somit ist die Kapazitätsänderung dises Kondensators aufgrund des Treibstoff-Füllstandes direkt auswertbar für die Kraftstoffanzeige (ich weis aber nicht mehr, ob direkt proportional oder umgekehrt proportional). Die Kompensation der Treibstoffdichte erfolgt dadurch, dass sich die Dielektrizitätszahl des Treibstoffs mit dessen Dichte (diese ist wiederum temperaturabhängig) ändert. Lang ist´s her ;-)

10. Juli 2026 11:08 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard

Reinhard hat es wohl ganz richtig erklärt.

Wir haben auch eine Anzeige des (errechneten) aktuellen Gross Weight im Flug, durch Vergleich von gespeicherten Daten im Abgleich mit aktuellem Schub, Trim, Anstellwinkel, Speed, etc.

10. Juli 2026 14:55 Uhr: Von Bernd Schmalfuss an Reinhard Haselwanter Bewertung: +22.67 [23]

Hier wird durcheinander geworfen, was Messung und Anzeige angeht und es scheinen grob falsche Vorstellungen zu geben, was und wie gemessen wird und wie daraus eine Anzeige für unsere Interpretation erzeugt wird.

Aussagen wie: "ein Airbus misst Masse", "ein Schimmer misst Volumen" oder "eine kapazitive Messung misst Masse" ist zu vereinfacht und SO nicht korrekt, denn hier werden der vermeintliche Weg der Messung mit dem präsentiertem Ergebnis verwechselt.

Eine Messung mittels Schwimmer misst in erster Linie nur eine Füllhöhe über einen Drehwinkel eines Potentiometers (bei Oldtimern auch oft nur einen vertikalen Hub eines Stabes, das direkt vom Schwimmer angehoben wird bei erhöhtem Füllstand). Dieses Potentiometer regelt einen elektrischen Widerstand, der dann von Instrumenten oder elektronischen Komponenten zum Erzeugen einer Anzeige genutzt wird. Diese Messungen unterliegt allerlei Fehlern, da Kraftstoff sich in Tanks bei Bewegung gerne auch bewegt und dann schwankende Anzeigen produziert... das Gleiche entsteht, wenn das Flugzeug bei der Messung nicht waagerecht steht oder nicht lotrecht fliegt.

Der Drehwinkel des Poti, das meist durch einen zurechtgebogenen Metalldraht bewegt wird, an dessen Ende ein Schimmer befestigt ist, wird dann bestimmt durch verschiedene Füllstände (=Volumen) und muss, um damit halbwegs verwertbare Anzeigen zu erzeugen, kompensiert werden, da bei den in Flugzeugen eingebauten Tanks in Form deutlich von einer einfachen geometrischen Form abgewichen wird und die Schwimmerhöhe nicht linear dem Füllstand des Tanks entsprechen kann.

Ein Schwimmer misst also nicht Volumen, sondern wie hoch ein Schwimmer seitlich außen am Tank und innen am Tank nach oben Ausschlägt und wie der Mittelwert dieser Messungen ist. Ob der Schwimmer überhaupt richtig ausschlägt oder nur klemmt, hängt, festklebt oder fehlt, sagt einem das Messergebnis dann nicht. Daher sollte man nach jeder Betankung mit solchen Systemen eine Sichtkontrolle machen bzw sicherstellen, dass die getankte Menge alleine schon einen sicheren Flug zulässt.

Eine typische kapazitive Sonde ist auch kein Allheilmittel, misst nicht direkt eine Masse und macht auch nichts anderes, als lokal eine Füllhöhe zu messen, nur auf andere Weise. Sie kann nur weniger oft klemmen oder rosten, aber auch diese Sonden fallen aus und sind langfristig auch von Korrosion betroffen, wenn Wasser im Tank ist.

Auch kann man in integralen Flugzeugtanks nicht einfach einen Sondenstab einbauen und dann Widerstände zur Tankwand messen. Das würde nur in einem zylindrischen Gefäß funktionieren. Die üblicherweise in Flugzeugtanks verbauten Sonden bestehen aus einem eigenen metallischen Außenrohr und man misst zwischen Sondenstab und dem Außenrohr in ca 5-10 mm Entfernung. Das Außenrohr ist zum Tank hin mit Öffnungen versehen, sodass der Füllstand im Rohr der Sonde, dem Füllstand des Tanks an gleicher Stelle entspricht.

Die Signale dieser Sonden (wie auch bei Schwimmermessung sind immer mehrere Sonden pro Tankeinheit verbaut) werden dann bei allem, was dann mit solchen Systemen fliegt, mit einer Form eines Fuel Computer ausgelesen und zur Berechnung einer Anzeige benutzt. Ob man dann Volumen direkt (bringt einem in einem Jet Cockpit nicht viel, da man Massen benötigt) oder direkt Masse anzeigt, ist theoretisch egal und nur eine Softwarefrage. Auch in welcher Einheit man das Anzeigen möchte. Kilo, Pfund, Tonnen ist nur eine Änderung in Softwaresettings


Damit "der Airbus misst Masse" funktioniert, muss man dem Airbus noch verraten, welchen Kraftstoff man getankt hat (meist festes Setting, da außer JET-A1 nicht große Vielfalt herrscht) und wie die Temperatur im Tank ist. Dazu gibt es dann Temperatursonden nicht nur für die Außenluft, sondern halt in den Tanks (viele Flugzeuge messen diese Temperatur aber nur in EINEM Tank)

Damit berechnet der Computer dann die aktuelle Dichte und korrigiert den Volumenwert, den er aus den verschiedenen Füllstandswerten an verschiedenen Positionen im Tank errechnet. Da sich ein Flugzeug im Betrieb bewegt und man den armen Airbuspiloten nicht erschrecken möchte :) , wird die Anzeige nicht nur gedämpft, sondern rechnerisch auch an die Bewegung des Flugzeugs angepasst. Typische Fuel computer bekommen daher auch input aus den IRS, AHS, AHARS, ADIRU (oder wie halt die Kreiselsysteme beim jeweiligen Muster heißen) und passen die gemessen Werte an Pitch, Schiebewinkel und horizontale Beschleunigung an...sonst würde man bei jedem Start mit halbleerem Tank plötzlich eine Warnung bekommen, dass der Tank fast leer ist, wenn sich der Großteil des Kerosins Richtung Rückwand verschiebt und die vorderen Sonden im Trockenen stehen. Also: auch ein Airbus "misst" nicht Masse, sondern zeigt einen errechneten Wert an, der ungefähr der Masse enspricht, die an Bord ist, basierend auf Temperatur, Lage, Füllhöhen und Fehlern.


Es gibt also kein System, was direkt Masse messen kann, ausser man würde das Flugzeug bei unveränderten anderen Variablen auf die Waage stellen. Die Darstellungen von Kraftstoffvorräten an Bord sind somit immer nur mehr oder weniger überzeugende Zahlenwerte, gewonnen aus Messungen von Füllhöhen, Temperaturen und Lagen. Zu viel Vertrauen auf die präsentierte Zahl kann auch hier gefährlich werden. Denn wie auch die Füllstandsmessungen kann auch die Temperaturmessung Ungenauigkeiten unterliegen und auch Sensoren können (in gewissen Grenzen) falsche Werte liefern, bevor sie von der Software als -out of range- erkannt und ausgefiltert werden.

Da bei kleineren Flugzeugen meist keine Fuel Computer benutzt werden, ist die Interpretation der Tankanzeigen noch eine echte Aufgabe. Oft stehen in AFM/POH in den entsprechenden Kapiteln leicht zu übersehen auch Hinweise wie "Die Tankanzeige zeigt nur am Boden bei waagerechtem Untergrund genau an"...

Oft bei Unfällen hinterher dann zu beobachten, wie letztendlich nicht bloß etwas ungenaue Anzeigen der Grund des Unfalls waren, sondern überwiegend die Entscheidung des PIC, mit zweifelhafter Restmenge oder mangelnden Reserven zu starten, das ausschlaggebende Problem waren. Wer immer eigene Standards einhält wie "ich starte nie mit weniger als Äquivalent 1h Kraftstoff an Bord, selbst wenn es nur ein 10 Minuten Rundflug ist" hat relativ gute Chancen, nie wegen Kraftstoffmangel den Motor abgestellt zu bekommen.

10. Juli 2026 18:38 Uhr: Von Markus S. an Bernd Schmalfuss

Danke Bernd, besser kann man es nicht beschreiben, wieder was gelernt.

10. Juli 2026 20:38 Uhr: Von Patrick Leanhard an Bernd Schmalfuss

Danke! Ich habe vermutet, dass "Anzeigen, Messen, Wiegen und Rechnen" nicht immer so klar ist wie man im ersten Moment annimmt.

Und bei einem Verkehrsflugzeug ist es sowieso sehr ausgefeilt und in die Avionik integriert. Wenn man zB im CDU/FMS den cruise CG/MAC ändert, ändert sich die "maneuvering margin" am PFD Fahrtband ("speed tape") signifikant, muss sie ja auch!

Noch ein Beispiel dafür was diese Flieger so alles "messen":

Beim Airbus gibts einen Fall wo im Cruise auf einmal die "landing page" am MFD aufpoppt. Wie kann das sein? Max weiß es sicherlich.

10. Juli 2026 20:58 Uhr: Von Flieger Max Loitfelder an Patrick Leanhard

Nein, weiß ich nicht da es bei uns keine "landing page" gibt. Vielleicht meinst Du die Performance Approach Page?


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