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5. August 2026 18:34 Uhr: Von Wolfgang Lamminger an Nicolas Nickisch Bewertung: +2.00 [2]

Hier eine kleine Rückschau von mehreren Ferry-Flügen, bei denen ich mitwirken durfte: https://www.pilotundflugzeug.de/img/red/issues/pf/2012-12/pdf/PF_Titel_2012-12.pdf

Ich war dort auch nur "fliegender Pilot", habe selbst keine Ferry-Aufträge angenommen oder ausgeführt.

Grundsätzlich gibt es dabei zwei Szenarien:

  • Ferry wird zum Festpreis ausgeführt - hohes Risiko für den Ferry-Piloten und überscahubar für den Auftraggeber
    Problem: es wird möglichst kostengünstig geflogen, Wetter wird ggf. ignoriert (Übernachtungen in Grönland $$$) - Ruhezeiten, Rettungsmittel etc. werden minimiert
  • Ferry wird zu vorher veranschlagten, aber nach Aufwand abzurechnenden Kosten ausgeführt - die Kalkulation für den Ferry ist unabhängig von Preisschwankungen, ggf. muss auch Mal die ein oder andere Übernachtung mehr mit abgerechnet werden
    Vorteil: der Ferry-Pilot hat nicht die "Pressure" die dritte teure Übernachtung auf eigene Kosten zu übernehmen, obwohl das Wetter auch am nächsten Tag genau so schlecht ist über dem Eiskap, ggf. muss ein Life-Raft als "Dangerous Good" zum Abflug-Flugplatz transportiert werden, wenn diese Kosten mit abgerechnet werden können, wird es wahrscheinlicher auch mitgenommen

Letztlich hängt alles natürlich auch vom Flugzeugmuster, der Strecke und dem Auftraggeber wie Aufragnehmer ab. Die "erfahrenen" Ferry-Leute werden sich da auf viel weniger Kompromisse einlassen, insbesondere wenn sie das Flugzeuge nicht kennen. Natrülich auch die Frage ob es ein Neu- oder nahezu-Neuflugzeug ist oder ein altes Schätzchen, nach dem vierten Avionik-Umbau, mit unzuverlässiger Fuel-Pump.


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