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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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9. September 2026 11:24 Uhr: Von Joachim P. an T. Magin Bewertung: +4.00 [4]

Das Sicherste und Zuverlässigste ist, so schnell wie möglich ins System zu kommen. Das passiert nicht erst am gefilten Fix, sondern sobald Du die Freigabe hast und überm Radar Mininum bist. Also direkt zum Fix und Vy fliegen, dann gleich mal bei Radar reinklingeln. Wüsste nicht, zu was da ein Plan B nötig oder gut wäre.

Bei der von Dir vorgeschlagenen Methode ist auch schon mal ne Bonner Seneca im Wald hängengeblieben.

9. September 2026 12:05 Uhr: Von T. Magin an Joachim P.

Ja ist das klar. Ich will aber in IMC nicht in den Luftraum Echo ohne Freigabe reinballern. Zumal mein Pickup noch den Endpunkt einer Departure aus Emden darstellt. Also heisst es unter 2.500ft (in VMC ...) bleiben. Auf der anderen Seite haette ich gerne moeglichst viel Abstand zu den Fischen, da der Pickup ueber dem Wasser liegt.

Gluecklicherweise begrenzt sich das Bonner Siebengebirge ueber der Nordsee auf die Hoehe von Windraedern. Und da komme ich ausreichend schnell rueber ;-)

9. September 2026 13:06 Uhr: Von Wolfgang Bardorf an T. Magin

Meine letzten IFR-Pickups (vor vielen Jahren) nach Abflug aus Norderney kamen sofort, es sollte in der Regel in der Gegend außer Hubschrauberverkehr zu Ölplattformen kaum IFR-Verkehr in niedrigen Höhen unterwegs sein, welcher die Freigabe verzögern sollte.

Kontrollierter Luftraum (Klasse E) beginnt erst ab 2.500 ft AGL, bei verzögerter Freigabe könnte man erst einmal unter 2.500 ft AGL bleiben, genügend Hindernisfreiheit wäre dann auch vorhanden.

9. September 2026 15:29 Uhr: Von Uwe Kaffka an T. Magin

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum so umständlich und über die SID von Emden. LR Golf fängt erst über 2500ft an, mRVA ist bei 3000ft. Der Lotse nimmt dich recht schnell ins System. Bin dieses Jahr in Helgoland mit einem Z-Plan gestartet und hatte im Gegenanflug schon die clearance von Radar. Allemal besser als in der Suppe in low Altitude zu irgendeinem Flugplatz zu fliegen umd dann da auf der SID hochzukommen.

9. September 2026 15:36 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Uwe Kaffka

Ich denke, der OP möchte ein möglichst gutes Verfahren, um legal einen Pickup zu bekommen in dem Fall, dass die Base halt wirklich "marginal VMC" ist - in 1.000 ft GND nach Emden, und von dort dann weiter über die SID... nicht der schlechteste Plan. Und wenn er halt keine clearance bekommt, kann er immer noch in Emden landen...

9. September 2026 15:39 Uhr: Von Rolf _PA46 an Uwe Kaffka Bewertung: +1.00 [1]

ich bin vor ein paar Wochen von der Nachbarinsel Norderney los, IFR ab GASTU gefiled. Bremen kannst du für den Pick-up direkt nach dem Abflug in Juist rufen. Ich war schon kurz nach Abflug von Norderney IFR

9. September 2026 16:03 Uhr: Von T. Magin an Reinhard Haselwanter

Genau so isses, Reinhard. Was ich ausserhalb dessen nicht alles machen kann, ist mir schon bewusst ;-)

9. September 2026 17:54 Uhr: Von Joachim P. an Reinhard Haselwanter Bewertung: +2.00 [2]

doch, es ist der schlechteste Plan. ;)

edit: so ein komplexes Low-Level-Verfahren würd ich nur bei CAVOK machen, aber nicht bei schlechtem Wetter.

9. September 2026 18:41 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Joachim P. Bewertung: +1.00 [1]

Es stellt halt wieder das altbekannte Problem dar: nicht alles was legal ist, ist sicher - und nicht alles, was sicher ist, ist legal. Mir würde es auch besser gefallen, wenn IFR in Luftraum G endlich legal wäre, man bei marginal VFR auf einer der Inseln startet, geradeaus auf z.B. 1.000 ft. steigt, gefolgt von einem Turn auf ein festgelegtes Fix, und dann weitersteigt. Bei der Variante über Emden bleibt man halt legal, anstatt VIFR zu fliegen. Mit ein bissl mehr Flexibilität könnte man auch eine RNAV-SID festlegen, die von einem x-beliebigen VFR-Platz aus losgeht, und dabei einen Takeoff-Alternate (für die Inseln z.B. Emden) festlegen... Möglichkeiten gäb´s genug, aber da müsste dann auch mal wieder ein Praktiker mit Hausverstand ans Ruder...

Edit: vergleich´hierzu einfach mal die cloudbreaking-Verfahren in LOWZ oder LOIJ, oder auch in LOAV - da wurde m.E. nach echt was mit praktischem Wert gemacht...

9. September 2026 20:09 Uhr: Von Joachim P. an Reinhard Haselwanter Bewertung: +1.00 [1]

In meinem (Un)Fall hätte Christoph die Aufgabe, meiner Tochter zu erklären, dass ich legal ums Leben gekommen bin.

9. September 2026 21:35 Uhr: Von Reinhard Haselwanter an Joachim P.

T. Magin hat halt danach gefragt, wie er getreu der derzeit gültigen Gesetzeslage einen IFR-Pickup bekommen kann, der wesentlich unterhalb der allgemeingültigen MRVA liegt. Und da ist aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit: "Flieg´ in Luftraum G irgendwohin, wo eine veröffentlichte SID losgeht.Von dort aus startet dein IFR-Flugplan, und Du kannst legal bei 500 ft. ceiling und 1,5 km Flugsicht in den Wolken verschwinden (die brauchtest Du nämlich vorher, um legal VFR dorthin zu kommen, ausser es ist auch noch eine CTR drum rum).

Was ich machen würde, weis´ ich ganz genau. Ich glaube, dass wir beide da nicht weit voneinander entfernt sind. Was im Gesetz aber nicht steht: dass am Flugplatz, wo die SID losgeht, ein T/O vom Boden aus gemacht werden muss. In meiner Ausbildung sind wir einige Male VFR nach EDDM geflogen (wenn der FLieger nicht dort stand, sondern in EDML), haben dann in MUC einen low approach gemacht (meist aber einen T&G), und dann sind wir meist der MIQ4N (? stimmt der designator - ist 25 Jahre her...) gefolgt, und haben im Anschluß ein ILS in EDMA von WLD aus gemacht...

9. September 2026 22:18 Uhr: Von Joachim P. an Reinhard Haselwanter Bewertung: +4.00 [4]

Verstehe. Hatte die Eröffnung nicht so gelesen. So wie Du es darstellst, war die Frage m.E. nicht formuliert. ;)

Die rechtliche Lage ist in diesem Forum seit Jahren ausdiskutiert, dafür würde niemand eine neue Diskussion aufmachen. Ich hab die Frage so verstanden, wie man unter den genannten widrigen Bedingungen (Wasser, Wetter) sicher nach Hause kommt. Ich wollte lediglich anmerken, dass Terrain für mehr Polytraumata verantwortlich ist als Luftraum E. Und dass ich hoch und einfach besser fände, als das vorgeschlagene niedrig und komplex. ;)

Aber am Ende ist jeder seines eigenen Fliegers PIC und jeder macht seine eigene Risikoabschätzung. Ich, am Ende meiner fliegerischen Laufbahn und einer Exposure von 100en Stunden pro Jahr, bin einfach ein Schisser geworden trotz oder wegen Ausreizen der Limits.


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