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7. September 2026 11:15 Uhr: Von F. S. an Chris _____ Bewertung: +1.00 [1]

Die Einschränkung "kein IFR" oder "kein Autopilot" am Flugzeugtyp festzumachen, macht neutral von aussen betrachtet vielleicht wenig Sinn.
Noch viel weniger Sinn macht es aber doch, dass es einen sehr fundamentalen Unterschied bei Lizensierung, Wartugsvorschirften, kommerziellem Flugbetrieb, etc. zwischen einer Aquila und einer VL3/WT9/Blackwing/... gibt und diese Vorschriften für letztere sogar deutlich weniger anspruchsvoll sind - oder etwa nicht?

Aber darum geht es hier doch eigentlich gar nicht: Es haben durchaus kompetente Menschen festgestellt, dass es bei der UL-Ausbildung Herausforderungen gibt, die zu ernsthaften Sicherheitsproblemen führen können. Diese liegen nach Aussage dieser Personen daran, dass sich die UL-Ausbildung zumindest in Teilen nicht an moderne Hochleistungs-UL angepasst hat und in anderen Teilen offensichtlich das Niveau von Lehrern und Lehre sehr unterschiedlich ist.
Es mag sein, dass es ähnliche Probleme auch in der PPL-Ausbildung gibt - aber macht es das besser? Ist das Argument "Die UL-Asubildung an einigen Schulen ist nicht geeignet, um darauf vorzubereiten, gleich nach Scheinerhalt eine WT9 zu fliegen" wirklich schon damit entkräftet, dass man antwortet "ja und, die Führerscheinausbildung bereitet auch nur unzureichend darauf vor, unmittelbar nach der Prüfung einen GT3 fahren zu dürfen..."?

Man sollte diese Kritik zum Anlass nehmen, die Ausbildung von Flugsportgeräteführern systematisch zu verbessern. Und das sollte eine kritische Überprüfung der Lehrinhalte genauso beinhalten, wie eine Überprüfung der Anforderung an und kontinuierliche Qualitätssicherung von Lehrern und Prüfern. Und ja, das bedeutet natürlich auch (aber nicht nur), dass man Lehrer und Prüfer konsequent aus dem Verkehr zieht, wenn sie sich absichtlich illegal verhalten. Als Extrembeispiel: Ein Prüfer der schon einen Prüfungsflug illegal (z.B. überladen) durchführt, dem gehört nicht nur die Prüferberechtigung entzogen, sondern auch sein Flugsportgeräteschein.
Genauso sollte die Pilotenausbildung sich kritisch hinterfragen, ob hier nicht auch ähnlicher oder der gleiche Handlungsbedarf besteht.

Die "große Lösung", eine vernünftige Klassifizierung von Fluggeräten an Hand ihrer Komplexität und des Schadenpotentials für dritte wäre zwar abstrakt theoretisch durchaus wünschenswert, wird aber vermutlich sehr lange nicht kommen - dazu sind die Interessenlagen zu unterschiedlich.

7. September 2026 11:53 Uhr: Von P.B. S. an F. S.

Und an der Stelle macht es durchaus Sinn sich zu fragen, ob man wirklich zwei parallele Ausbildungswelten finanzieren möchte und vor allem - dauerhaft kann? Der PPL, der auf der 152 auf der Wiese gelernt hat, muss eine Schulung durchlaufen, um die Turbinen-Malibu fliegen zu dürfen. Warum soll das anders ablaufen als bei einem der auf einem Basis-UL gelernt hat und jetzt eine VL3 fliegen will?


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