Login: 
Passwort: 
Neuanmeldung 
Passwort vergessen



Das neue Heft erscheint am 1. März
CPL mit Klasse II Medical erhalten
Gesetzesentwurf zu Basic IR
Mit der Corvalis 350 um die Welt
Steuerung A380
Boeing in der Kritik: Lion Air
Unfall: Katastrophale Taktik
Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
Sortieren nach:  Datum - neue zuerst |  Datum - alte zuerst |  Bewertung

View all trip reports The Captain's Log Write a trip report


Ausflugziel in Florida: Cedar Key (KCDK)  
10. Mai 2015: Von Mark J.  Single < 2 to. C177RG Bewertung: +3.00 [3]

Peter O Knight Tampa KTPF

Anfang Mai hatte ich das Glück einen Zwischenstopp in Florida während einer geschäftlichen Reise nach USA einlegen zu können. Auf der Suche nach einem Ziel für einen Tagesausflug ab Tampa Peter O Knight (KTPF) fand ich den George T. Lewis Flugplatz von Cedar Key. Cedar Key ist eine kleine Insel mit ca. 700 Einwohnern und Teil der Cedar Keys. Viele Flugzeugvermieter verlangen für diesen Flugplatz einen extra Check-Out, da die 700 Meter lange Piste für US-Verhältnisse relativ kurz ist und es offenbar schon zahlreiche Landeunfälle gab. Dies liegt möglicherweise auch an daran, dass das Meer auf beiden Seiten der Piste praktisch bis zur Schwelle reicht. Mein Vermieter verlangt kein Check-Out für Cedar Key, möglicherweise, da die Piste 18/36 vom Tampa Peter O Knight Airport mit 800 Metern kaum länger und ebenfalls beidseitig ans Wasser reicht. Auf der Web-Seite „Friends of the Cedar Key Airport“ https://www.cedarkeyairport.org/ finden sich zahlreich Informationen zu Anflug, Abstellen und zur Flugsicherheit. Das lokale Taxiunternehmen (Miss Judy) hört auf der Platzfrequenz mit und fragt, ob „Transportation“ benötigt wird. Die Fahrt nach Cedar Key (inkl. Rückfahrt) kostet 10$ pro Person. Wenn man mit der Cedar-Key-Besichtigung fertig ist, geht man in ein Geschäft oder Restaurant und lässt Judy anrufen, da es auf Cedar Key praktisch keinen Mobilfunkempfang gibt.

Der Flug nach Cedar Key führte am Kraftwerk „Cyrstal River“ vorbei. Das Kraftwerk hat fünf Blöcke, eins davon ist nuklear. Der Kernkraftwerksblock wurde jedoch im Jahr 2009 abgeschaltet und soll zurückgebaut werden. Nach Erreichen der „Waccasassa Bay“ kurvte ich nach Westen und folgte der Küste bis Cedar Key. Verfehlen kann man Cedar Key eigentlich kaum. Bei der Landung herrschte noch geringer Landwind und ich flog die Piste 05 mit der minimalen Anfluggeschwindigkeit laut Handbuch an (60 Knoten) um keinen Platz bei der Landung zu verschenken. Nach dem Zurückrollen auf der Piste stellte ich den Flieger auf dem Abstellplatz nördlich der Schwelle 05 ab (Achtung dort gibt es weiche, sandige Stellen). Der asphaltierte Hauptabstellplatz war bereits belegt. Dass man beim Anflug auch einiges falsch machen kann, zeigte sich beim ersten Landeversuch einer DA40. Der erste Anflug war deutlich zu hoch und zu schnell. Nach mehrmaligem „Abprallen“ von der Piste erfolgte zum Glück das Durchstarten, sodass schlimmeres verhindert wurde. Kurz nach der DA40 landete Marvin Franks mit seiner Cessna 170A (BJ. 1950). Marvin ist Rentner und bietet Inselrundflüge an, um den Unterhalt der alten Cessna günstiger zu machen. Marvin klärte mich darüber auf, dass auf Cedar Key alles etwas gemütlicher zugeht. Es gäbe die Estern Standard Time und dann eben noch die Cedar Key Time.

Abgeholt wurden wir dann vom „Boyfriend of Judy’s daughter“, der uns in die Down-Town fuhr. Dort erfolgte dann das übliche Sightseeing und Mittagessen in einem Restaurant an der Waterfront. Es gibt einen extra „Fishing Pier“ für Angler und der Ort scheint bei Anglern sehr beliebt zu sein.

Vor dem Abflug gegen 2 Uhr Lokalzeit hatte sich der Wind bereits gedreht und wehte vom Golf, sodass die Piste 23 aktiv war. Zuvor nutze ich die Gelegenheit direkt vor der Schwelle der 05 im Golf von Mexiko zu schwimmen. Der Rückflug erfolgte westlich der Küste, da die Luft über dem Meer deutlich ruhiger war.

Flugzeit: je ca. 0:50h, Hobbszeit: 1.8h

Hinweise: Zeug zum Verzurren mitnehmen, kein Treibstoff/FBO am Platz





   Back      Slideshow
      
Forward   
1 / 21

IMG_5900.JPG

Die Cessna 177RG vor der Skyline von Tampa


Bewerten Antworten Benachrichtigung an


10. Mai 2015: Von Wolff E. an Mark J.
700 m kurz? Da Lande ich eine Aerostar voll beladen drauf...
10. Mai 2015: Von Udo B. an Mark J.
Hallo Mark!

Dein Bericht macht richtig Lust, mal wieder drüben zu fliegen!
11. Mai 2015: Von Mark J. an Wolff E.
Hallo Wolff,

wenn man nach Flugunfällen auf Cedar Key im Internet sucht, findet man eine ganze Menge. Marvin Franks (der die Rundflüge dort anbietet) sagte mit, dass es ca. 1x im Jahr einen Unfall gibt. Meist sich es wohl Landeunfälle, die glimpflich ausgehen. Vermutlich sind es mehrere Faktoren, die in Cedar Key zusammenkommen: die (für US-Plätze) kurze Piste, das Wasser welches bis zur Schwelle reicht und die damit ungewohnte Perspektive beim Anflug. Beim Start in Richtung Golf von Mexiko gibt es (leider) auch immer wieder Unfälle, da sich ein VFR-Pilot, bei ungünstigen Licht und Dunstverhältnissen, schnell nach dem Abheben die Orientierung verliert, da der Horizont nicht mehr erkennbar ist.

Dass man in Cedar Key auch mit größerem Gerät landen kann, zeigen Videos von der Landung einer Citation dort.

Weiterhin Happy (Aerostar) Landings auf der 700 Meter kurzen Piste von EDFC
Mark
12. Mai 2015: Von Carlos Decker an Mark J.
Ein schöner Bericht. CDK ist ein tolles Ziel, war auch schon dort :-)
12. Mai 2015: Von Dieter Kleinschmidt an Mark J.
War vor einer gefühlten Ewigkeit auch dort. Die Bahn ist 100ft breit und sieht so kürzer aus als sie wirklich ist.

6 Beiträge Seite 1 von 1

 

Home
Impressum
© 2004-2019 Airwork Press GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Airwork Press GmbH. Die Nutzung des Pilot und Flugzeug Internet-Forums unterliegt den allgemeinen Nutzungsbedingungen (hier). Es gelten unsere Datenschutzerklärung unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (hier). Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA) Hub Version 12.18.09
Zur mobilen Ansicht wechseln
Seitenanfang