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Engagierter Journalismus aus Sicht des eigenen Cockpits
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2. Oktober 2026 23:01 Uhr Redaktion

Wartung: Nach dem Umbau ist vor der Wartung!


Überblick Diesel-Wartung: Was ist wann zu machen?

Da steht er jetzt, der schöne neue Diesel-Flieger. Wer einen Conti CD-135 oder -155 in eine Zelle eingerüstet hat, der steht nach der Umrüstung vor der Aufgabe, den Motor instand zu halten. Dabei gibt es gegenüber der Wartung am alten Lycoming sowohl vertraute wie auch neue Aspekte. Allgemein gilt: Beim Diesel hat der Halter sehr viel weniger Freiheitsgrade als beim Lycoming. Was wann und wie zu machen ist, wird durch das Operation & Maintenance Manual (OMM) des CD-135/CD-155 genau vorgegeben. Wir haben uns den Wartungsplan einmal angesehen und fassen die wichtigsten Ereignisse im folgenden Artikel zusammen.



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10. Oktober 2026 12:28 Uhr: Von Kain Kirchhof an Redaktion Bewertung: +3.00 [3]

Was ist zu machen: Die Finger weglassen wenn man nicht auf diese Technik ausgebildet ist!

Eine "Diesel" Engine ist im Stand der Technik "modernerer" Kraftfahrzeuge und an solchen ist selbst ein ausgebildeter Mechaniker der nicht die erforderlichen Spezialwerkzeuge und Auslesegeräte besitzt meist aufgeschmissen !!

Moderne Motoren gehören in die Hände "moderner" Fachwerkstätten. Fehler in der Wartung können hier fatale und teure Folgen nach sich ziehen!

Vorgestern 15:26 Uhr: Von Chris _____ an Kain Kirchhof Bewertung: +1.00 [1]

Sind "moderne" Produkte nicht generell auf endliche Lebenszeit konzipiert, während man früher einfach maximale Lebenszeit anstrebte? Mit dem Ergebnis, dass ältere Produkte manchmal "ewig" halten, während moderne oft nach vorhersagbarer Zeitspanne unreparierbar werden?

Hat zwar nichts mit Motoren zu tun, aber wenn ich hier lese, wie viele 530W noch repariert werden, während mir gerade Audi eröffnet hat, dass das GPS in einem gerade mal 10 Jahren alten A6 "unreparierbar" ist....

Vorgestern 18:22 Uhr: Von Ernst-Peter Nawothnig an Chris _____

Bei Autos, inzwischen auch bei Motorrädern, ist es definitiv so. Bei langlebigen Investitionsgütern wie Schiffen, Werkzeugmaschinen oder Baumaschinen aber nicht. Beispiel: Ein typischer Deutz-Dieselmotor hat immer noch eine Literleistung unter 40 PS, und sein Turbolader ist dazu da um den Verbrauch zu senken, nicht um die Leistung in ungesunde Bereiche zu treiben. So einer soll 20.000 Stunden laufen, kostet aber auch erheblich mehr. Ich denke ein Flugdiesel wird immer noch so gut wie möglich gebaut, weil das "möglich" schon begrenzt genug ist, wie sich an Getrieben und Steuerketten hinlänglich gezeigt hat. Und er stammt ja vom Auto, schon deshalb muss man sich äußerste Mühe geben.

Vorgestern 23:42 Uhr: Von Alexander Callidus an Chris _____

Daß man Autos mit endlicher Lenemsdauer konstruiert, ist aber seit mindestens den späten 60ern Stand der Technik. Insbesondere überflüssige Qualität, also Komponenten, die deutlich länger hielten als das gesamte Auto, galten als Kostentreiber.

Ich glaube eher, daß es ander Komplexizität liegt: Wo Du früher mit Schutzgasschweißgerät, Ratschenkasten und Multimeter repariert hast und notfalls jemand mit viel Liebe und Zeit ein Teil neu gedreht hat, stehst Du jetzt vor einem komplexen Gußteil oder einem Steuergerät und kannst auf die Funktion verzichten oder das Auto verschrotten. Das ist der Preos der technischen Optimierung.

Dazu kommt, daß Reparierbarkeit in 15 Jahren mit Sicherheit in keinem Lastenheft steht*. Der Lebenszyklus des Autos ist von der Sättigungs- in die Regressionsphase übergegangen, die Hersteller sind gezwungen, rigoros die Kosten zu drücken.

Theoretisch müssten seit 25-30 Jahren die Autos billiger werden, die relativen Produktionskosten sind ja massiv gesunken. Da kommen die Regulationen für die Bimmel-Assistenten und die höheren Margen bei teureren Autos mit Schutzzöllen zum Unwohl des Verbrauchers zusammen.

*weiß jemand, wie die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie kalkuliert wird? Bei Investitionsgütern der Medizingeröte-Industrie sind es 10 Jahre for jedes Ersatzteil und ca 15 Jahre de facto bis End of Service.

Gestern 09:41 Uhr: Von Manni Fold an Alexander Callidus
Beitrag vom Autor gelöscht
Gestern 11:56 Uhr: Von Alexander Wolf an Alexander Callidus Bewertung: +2.00 [2]

Dazu kommt, daß Reparierbarkeit in 15 Jahren mit Sicherheit in keinem Lastenheft steht*
*weiß jemand, wie die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie kalkuliert wird?

Ja. Typischerweise 15 Jahre nach EOP (end of production). Inklusive Auflagen, was mit Wissen (Software) und Werkzeugen zu passieren hat, falls der Zulieferer über die Wupper geht (kommt ja zunehmend vor, was man so liest).

Man kann das nachlesen, bei Audi sind es auch 15 Jahre.

Da wir über einen umgebauten Mercedes-Motor (OM640) sprechen, hier der Passus aus den aktuellen Mercedes Benz Special Terms:

5. Versorgungszeit und Bezugsrecht

Der Partner ist verpflichtet, MBAG mit Ersatzteilen für das Produkt während eines Zeitraums
von mindestens 15 Jahren nach dem Serienauslauftermin zu beliefern. Die Lieferung erfolgt
auf Anforderung von MBAG. Die Verschrottung von teilespezifischen Fertigungseinrichtungen
der Baureihe bzw. des Teiles darf ungeachtet der Eigentumsverhältnisse nur nach schriftlicher
Zustimmung von MBAG erfolgen.

Durchgespielt am konkreten Beispiel: der Vor-Vorgänger des 3er BMWs (E90) hatte SOP (start of production) in 2004 und lief 2011 das letzte Mal vom Band. Und geht damit jetzt in 2026 irgendwann aus der verpflichtenden Ersatzteilversorgung.

Alle Original-Designs hätten damit schon lange das "drinking age" in USA erreicht. Spezialisierte Chips sind dabei das größte Problem - zum Vergleich, ein aktueller PC-Prozessor in 2004 war der Pentium 4.

Die Reparierbarkeit ist geregelt und weit entfernt von "wir legen mal das Zeug, was wir nicht verbaut haben, ins Regal" (abgesehen davon, dass die Fertigungsleitung Fragen gestellt bekommt, wenn sie bei absehbarer Umstellung oder Produktionsende noch überhaupt Einzel-Teile übrig hat).

Gestern 13:51 Uhr: Von Markus S. an Alexander Wolf Bewertung: +1.00 [1]

Youngtimer forever.

Gestern 13:56 Uhr: Von Michael Söchtig an Markus S.

Eine andere Frage - warum hat ein CD-R155 eigentlich eine verpflichtende TBR und muss zwingend nach 12 Jahren entfernt werden? Dass man den nicht überholen kann wie einen Uralt-Contisaurus mit abnehmbaren Zylindern leuchtet ja noch ein, aber warum darf man das Ding nicht on Condition weiterfliegen?

Gestern 14:01 Uhr: Von Alexander Wolf an Markus S.

Exakt. Haben einen Benz aus 2003 in der Garage stehen, da kann jeder dran schrauben und das größte Risiko ist ein Schaden am Motorsteuergerät, das man in Edelmetall aufwiegen kann.

Gestern 14:17 Uhr: Von Markus S. an Michael Söchtig

Weil es vom Hersteller so vorgegeben wurde.

Gestern 15:28 Uhr: Von Tobias Schnell an Markus S.

Genauer: Weil der Hersteller sich entschieden hat, das Triebwerk unter dieser Prämisse zertifizieren zu lassen.

Gestern 16:05 Uhr: Von Justus SJ an Michael Söchtig

Muss er nicht.

Es müssen nur die Intervalle und items aus dem Chapter "Airworthiness Limitations" eingehalten werden. 12 Jahre stehen da nirgends.

Gestern 16:09 Uhr: Von Christian Rohde an Alexander Wolf Bewertung: +1.00 [1]

Moin,

mit der Aussage wäre ich vorsichtig, Du bist 2003 schon mitten in der Bustechnologie und wenn ein Teilnehmer spinnt dann gute Nacht, Tüv gibt es sowieso schonmal nicht weil irgendeine doofe Lampe an ist. Oder Notlauf ist Dein Freund... Ich bin froh dass der Conti mit Magnetzündern läuft und die Einspritzanlage rein mechanisch ist. Und Steuerketten und Spanner haben in Flugzeugen gar nix verloren....

Gestern 16:58 Uhr: Von Alexander Wolf an Christian Rohde Bewertung: +1.00 [1]

Alles korrekt. An der damaligen Universität Karlsruhe (TH) wurde gelehrt "was nicht drin ist, geht nicht kaputt".

Im konkreten Fall müsste die EG-Typgenehmigung so im Jahr 1996 gewesen sein und dann nimmt man ein Modell aus den letzten Produktionsmonaten, wo die ganzen Kinderkrankheiten schon raus sind und man weiß, dass der Hersteller bei der MoPf keine neuen Kinken eingebaut hat.


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