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Startleistung bei einer PA28

13. Juli 2010
Von Andreas Heß [andreash] an Axel Weuster [aweuster]
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Eventuell könnte zusätzlich zur tatsächlichen OAT(im Vergleich zur Temp. im Schatten, wie bereits erwähnt) eine absinkende Luftmasse das Flugzeug negativ beim Steigen beeinflussen.
Wenn ich mir es vorstelle, bei solch hohen Temperaturen grad am Rande einer aufsteigenden Luftblase zu starten, ich denke da wo was aufsteigt fällt irgendwo auch was runter.
Vielleicht sollte man einen Segelflieger fragen, die haben da bestimmt mehr Ahnung, ob das sich stark auswirken kann.

mfG
Andreas
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13. Juli 2010
Von Udo Schenn [joyflight] an Andreas Heß [andreash]
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rein thermisches absinken sollte (entgegen absoluter geländehöhe) das variometer nicht beeinflussen (oder irre ich?)
ein orographisch abwärts gerichteter wind aber, drückt bestimmt auch auf die druckflächen-climb-performance.

im übergangsbereich zwischen verschiedenen luftmassen wird's dann noch komplizierter.

weiterhin kann man bei thermischer inversion teilweise sogar mit steigenden temperaturen in zunehmender höhe rechnen, was nach anfänglichem schwung aus dem bodeneffekt nochmal zu verminderter steigleistung führt.

sämtliche dieser varianten haben eins gemeinsam: nicht sichtbar, kaum mess- und vorhersagbar, und gewiss nicht in handbuchtabellen mit aufgeführt => degegen helfen nur reserven
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13. Juli 2010
Von Andreas Heß [andreash] an Udo Schenn [joyflight]
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Also genau weiß ich mich da auch nicht auszudrücken, letzten Endes meinte ich halt einen wie auch immer zustandegekommenen Abwärtswind. Ja, man muß immer auf alle theoretischen Werte Reserve einplanen. Dazu gehört auch die Anpassung der Dichtehöhe zur Druckhöhe. Man nimmt theoretisch 120"/C, aber wie schon mehrmals angeklungen ist 200" oder auch mehr der praktischere Wert. So ist es mit allen anderen Werten auch.

Zusammenfassend war der eine Spruch, ich kann mich nicht mehr genau errinnern wie der ging, vielleicht die beste Darstellung/Errinnerung für diese untermotorisierten Flieger(ich meine jetzt 4 Sitzer <200PS, saugend) bei so hohen Temperaturen:
"Muß ich schon im stehen schwitzen, tu ich nicht in die Maschine sitzen" oder so ähnlich....
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16. Juli 2010
Von Dirk Beerbohm [rosedola] an Andreas Heß [andreash]
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Hallo,

>Zusammenfassend war der eine Spruch, ich kann mich nicht mehr genau errinnern wie der ging, vielleicht die beste Darstellung/Errinnerung >für diese untermotorisierten Flieger(ich meine jetzt 4 Sitzer <200PS, saugend) bei so hohen Temperaturen:
> "Muß ich schon im stehen schwitzen, tu ich nicht in die Maschine sitzen" oder so ähnlich....

Na dann hätten wir nie und nimmer vor 2 Wochen eine Tour um die Alpen beendet. Bei Temperaturen um die
25 bis 30 Grad gegen 10:00 Uhr morgens bin ich zumindest schon ein wenig am Schwitzen. Es gibt durchaus
Flugzeuge, die bei diesen Bedingungen, und ich meine nicht nur bei DA = Sea Level, zuverlässig Ihren Dienst tun.
Man sollte halt gut und genau rechnen, ob es passt oder nicht. In unserem Fall hat es immer gepasst bei MTOW,
einmal haben wir eben (wegen Höhe des Gras') von einem kleinen Platz zu einem grossen Platz verlegt.
Eine DR400 und auch eine DA40 sind durchaus in der Lage, unter obigen Bedingungen zu fliegen -
wie gesagt mit Verstand und vorheriger Betrachtung - auch bei DA = 3500ft. Langer Startlauf, geringeres Steigen,
aber völlig unproblematisch.

VG, ROSEDOLA
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16. Juli 2010
Von Andreas Heß [andreash] an Dirk Beerbohm [rosedola]
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Ja eben, mit Erringerung daran(bei diesem Spruch) hab ich ja genau das gemeint, dass man eben sehr genau hinschaut, bzw. rechnet. War bissle blöd formuliert.
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18. Juli 2010
Von Stefan Kondorffer [korndoerffer] an Udo Schenn [joyflight]
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Ich finde die Frage mit dem Vario interessant, habe jetzt auch ein bisschen länger drüber nachgedacht - klar ist, dass "Sie irren" ;) - denn wenn aufsteigende oder fallende Luftmassen nicht im Vario sichtbar würden, hätten Segelflieger etwa keine Chance zu wissen, wann sie in der Thermik sind. Deren Vario ist dann ja sogar noch um die "Knüppelthermik" kompensiert, so dass wirklich nur der Zugewinn oder der Verlust potentieller Energie angezeugt wird.

Aber es stimmt, dass zunächst mal der Gedanke nahelag, dass die Druckverhältnisse innerhalb einer aufsteigenden Luftblasse konstant sein müssten - sind sie aber offensichtlich nicht, denn die über der Luftmasse stehende Luftsäule wird mit dem Aufstieg ja dennoch kleiner und der Druck auf die steigende Luftmasse sinkt, bzw. auf die fallende Luftmasse sinkt.

Viel besser kann ich das leider nicht erklären, falls jemand noch eine spezifischere Erläuterung zu Druckverhältnissen in steigenden oder sinkenden Luftmassen hat....

Jedenfalls könnte ein "Abwind" tatsächlich für das nicht handbuchgerechte schwache Steigen (mit-)verantwortlich gewesen sein.

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