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Ab wann wird eine CU-/ TCU-Wolke gefährlich?
25. Februar 2010
Von Jens Schenk [aschenk50]
Guten Morgen,

aufgrund des doch recht konvektiven letzten Sommers fragte und frage ich mich als IFRler häufig, wann eine CU-Wolke bereits als TCU klassifiziert und von mir umflogen wird und wann sie noch harmlos ist.

Ich habe selbst mit einem Meteorologen gesprochen, doch der konnte mir nur erklären, dass dessen Zunft eine Unterscheidung gemäß Temperatur des Wolkentops vornimmt, aber nicht personenübergreifend einheitlich. Aha.

Habt Ihr praxisnahe Tipps, wann eine CU/TCU-Wolke besser zu umfliegen ist und wann man beruhigt durchfliegen kann? Ich fliege zu 99% hier in Europa und verfüge über ein Stormscope.

Danke und besten Gruß,
Jens
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25. Februar 2010
Von Wolff Ehrhardt [wehrhard] an Jens Schenk [aschenk50]
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Hallo,

das würde ich auch gerne wissen. Ich halte es so, je schärfer die Ränder der Wolke sind, desdo mehr "Kraft" ist da drin und ich bleibe fern. Das gilt aber nur, wenn die Wolke noch weiss ist. Geht sie bereits leicht ins blau, bleibe ich erst recht fern. Das alles setzt aber voraus, das die Temperaturen deutlich über Null sind. Bei nahe Null oder darunter sollte man es nicht versuchen. Der Flieger ist ggf. in Sekunden sehr stark vereist...

Um die Nerven der Mitflieger und die Eignen zu schonen, fliege ich meist drumrum oder drunter/drüber bzw. bleibe am Boden. Bei Gewitterverdacht immer mehr Sprit mitnehmen. Ich bin einmal doppelt so lange nach Hause geflogen wie gerechnet. Immer wieder CU/CB...
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25. Februar 2010
Von Jens Schenk [aschenk50] an Wolff Ehrhardt [wehrhard]
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So handhabe ich es grundsätzlich auch. Insbesondere für Mitflieger ist der Einflug in einen TCU (?), der etwa bis FL120 reicht, wie die Fahrt vor eine stehende Wand. Ganz zu schweigen von den teilweise doch recht störenden Turbulenzen im Innern.

Doch umgekehrt finde ich es recht nervig, bei konvektivem Wetter alle 10 Minuten die Flugsicherung zu bieten, mir 10° Avoidance zu gewähren... Und in FL160 müsste ich dauerhaft Sauerstoff schnüffeln, obwohl der Himmel sommerlich schön ist...

Also irgendwie eine Krux.
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25. Februar 2010
Von Joerg Geschke [j_o_e_r_g] an Jens Schenk [aschenk50]
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Hallo Jens,
ich weiss nicht mit welchen Mustern Du unterwegs bist, aber der Physik und Komfortabilität sind besonders im unteren Luftraum teilweise etwas mehr Grenzen gesetzt. Erfragte und rückbestätigte Kursänderungen um diesen "Hindernissen" auszuweichen gehören, wenn man im oder dicht am Wetter fliegt, zum Handwerk. ATC wird mit Dir zusammenarbeiten. Ansonsten nach Briefing - alternative Route(n) bzw FL wählen oder Wahl des LFZ den Wetterbedigungen anpassen.
Gruss, Jörg

www.FerryPilot.de



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26. Februar 2010
Von Jens Schenk [aschenk50] an Joerg Geschke [j_o_e_r_g]
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Hallo Jörg,

ich fliege SR22 mit Turbo. Natürlich arbeitet ATC nach Möglichkeit eng mit mir zusammen. Nur wenn man im Anflugsektor von FRA in FL120 herumgondelt und alle 2 Minuten um Ausweichvektoren bittet, ist es zumindest mit der Geduld schnell dahin.

Ein anderes FL wäre sicher eine Lösung. Da dieses jedoch meistens höher als FL120 liegt, ist der Flug dann nur mit Sauerstoff möglich, was wiederum am Komfort an anderer Stelle kratzt.

Dennoch ist es ganz beruhigend zu hören, dass es eine Art Patentrezept, wann eine Wolke durchflogen werden kann und wann nicht, offenbar nicht gibt und ich mich richtig bzw. so verhalten habe, wie ihr.

Beste GRüße,
Jens
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28. Februar 2010
Von Frantisek KUBIK [deadc] an Jens Schenk [aschenk50]
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Nachdem ich 2x in 10 Jahren ein Blitzschlag bzw statische Entladung hatte, würde ich sagen: leiber umdrehen, nie mehr rein und dazwischen nur bei Sicht. Ich kann Dir die Löcher und abgebrannte Ecken zeigen geschweige Ärger mit Versicherung. Danach erübrigt sich Deine Frage wann durch. Sobalt Stormscope ein paar Punkte anzeigt, nieee rein!!!
Frantisek
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